Montag, 30. Mai 2016

Megan - das Dritte, Waxprint

Dieser Waxprint von meinem Kölnausflug ist der nach dem Waschen am wenigsten weich gewordene. Dennoch finde ich ihn nicht so steif, er knittert leichter, die Falten fallen im Muster allerdings kaum auf. Hat ungefähr die Festigkeit von Patchworkstoffen.

Ich hatte ihn als erstes entdeckt, da kleinmustrig und grün-blau, also genau meine Farben. Im Endeffekt trage ich jetzt aber doch Kleid Nummer 2 aus dem blau-roten Blumen Waxprint lieber. Das Grün hat doch etwas sehr Ländliches ....

Ich habe den Ausschnitt vergrößert, verschiedene Anpassungen am Oberteil vorgenommen, eine Nahttasche eingearbeitet und einen Tellerrock angenäht. Da der Rock ursprünglich zu lang war, habe ich aus dem langen Band, das ich rundrum abgeschnitten habe, ein Bindeband für die Taille gemacht. Praktisch, dass Waxprint links und rechts schön aussieht. Nähen und Zuschneiden lässt sich Waxprint superklasse. Ich hatte auch Schwierigkeiten beim Abziehen der Klebeetiketten, beim Waschen haben sich aber alle Klebereste aufgelöst.




LEIDER habe ich jetzt nur noch Reste meiner 16,5 m Stoff. Aber da ich vsl. nächsten Montag durch Köln-Deutz fahre, überlege ich ernsthaft, ob ich dort nochmal aussteige (wenn es zeitlich einigermaßen hinhaut) und einen kleinen Abstecher ins von Dreikah empfohlene Afrikageschäft mache. Ich kann mir im Moment unendlich viele tolle Projekte aus den Stoffen vorstellen und will auch beim Kauf noch ein bisschen mutiger werden, sprich größer gemusterte Stoffe kaufen.

Ah, aus einem Rest eines anderes Stoffes wurde noch das Innenfutter dieser Tasche (Tasche war früher eine Lederhose).
 



Ich verlinke die Waxprintsachen hier.

LG Anja

Hundezubehör

Meine Tochter hat in der Stadtbücherei ein wunderbares Buch ausgeliehen, voll mit DIY Projekten für den Hund. Da unserer Emma Flor die Kaufgeschirre nie richtig passen, die Anprobe in den Zoogeschäften ist jedes Mal ein Drama und am Ende gehen wir ohne Geschirr nach Hause. Halsbänder haben wir genug, aber für manche Aktivitäten (Mantrailing,Schleppleineneinsatz) ist ein Geschirr hilfreich.

Nun also: Norwegergeschirr selbst nähen mit einer super Anleitung und Zubehör vom Stoffmarkt bzw. Resten, abgetrennten Ringen, Schnallen usw.








Beide Geschirre sind noch nicht optimal, beim türkis-grünen sind die Seitenstränge zu tief angesetzt, beim rot-braunen sitzen diese Bänder richtig, allerdings hat sich dadurch das Band, wo der Ring für die Leine festgenäht ist, "verlängert". Dies gilt es bei der nächsten Geschirrkonstruktion zu bedenken. Dennoch: beide Geschirre sind super und vor allem viel schöner als jegliche Kaufgeschirre.

Eine kuschelige Hundedecke mit eingenähtem Kopfkissen ist auch fertig geworden, sie duftet allerdings noch nicht ganz richtig, deswegen liegt sie mehr nebem dem Hund als der Hund auf der Decke.

Und wo ich gerade bei Stadtbibliothek und Hund bin: in der Bibliothek liegt abholbereit das Buch meiner Ex-Studienkollegin Meike, Zeit für eine Hunderunde.

LG Anja

Megan - das Erste

Seit langem liegt das kopierte Schnittmuster des Megan Kleides von Tilly Walnes aus dem Buch "Liebe auf den ersten Stich" herum (ich hatte das Buch kurz nach Erscheinen aus unserer mit Nähbüchern und -zeitschriften gut bestückten Stadtbücherei ausgeliehen).

Im Frühjahr sah ich dann diesen wirklich schönen, weichen, etwas chintzigen Baumwollstoff im hiesigen, leider auch kostspieligen Stoffladen und langte zu.




Ich muss jeden Schnitt verlängern, habe hier jedoch versäumt, den Schnitt mit meinem Grundschnitt abzugleichen, was in der Endausführung dazu führt, dass - die Brustabnäher zu hoch sitzen, die Schulter zu gerade war und die Rückseite mit mühevoll eingenähtem Reißverschluss nach hinten abstand (bei einigen Megankleidern im Internet sieht man, dass ebenfalls ein Schulter-Rücken-Problem auftritt). Ich habe dann irgendwie hinten weitere Abnäher eingenäht, um den hinteren Ausschnitt und die Schulter einigermaßen anzupassen. Den Brustabnäher habe ich mal so gelassen, bei Kaufblusen ist er auch immer zu hoch gewesen und erst seit meinem VHS-Anpassungskurs weiß ich, wo er richtig zu sitzen hat.



Mir war klar, dass ich weitere Meganversionen nähen würde, dann aber das Oberteil stärker anpassen müsste. Was ich bei den beiden Waxprintkleidern dann auch gemacht habe, von daher sitzen sie deutlich besser.

LG Anja


Japankleid - Modell R

Aus dem Stylish Dress Book habe ich aus einem knappen Meter Stoff vom Stoffmarkt und einem Jerseyrest vom Tauschtisch vom Bloggertreffen Stuttgart 2015 ein Sommerkleid für meine Tochter genäht. Inzwischen passen ihr die kleinsten Größen der Japanschnitte ohne weitere Anpassungen, was ich sehr praktisch finde. Ich bin ganz froh, dass ich jetzt wieder für mein großes Kind nähen kann, nur muss sie natürlich die Stoffe und die Schnitte selbst aussuchen. LG Anja

Sonntag, 22. Mai 2016

Afrikanische Waxprints

Am Pfingstsamstag hatte ich abends einen Termin in Köln Deutz (ja, ich war mit meiner Tochter auf dem Konzert von Adele und es war wirklich super und ich habe meine Karten ganz normal - allerdings gleich zum Beginn des Vorverkaufs - in einem Frankfurter Einkaufszentrum gekauft).

Da ich nach gründlicher Recherche des Stadtplans ermittelt habe, dass Köln Deutz in der Nähe von Köln Kalk liegt und ich blass in Erinnerung hatte, dass Karin von Dreikah über ein afrikanisches Geschäft gepostet hat, nahm ich die Gelegenheit beim Schopf und habe vor dem Konzert noch kräftig Waxprints gekauft. Und es hätten deutlich mehr sein können, so schwer fiel mir die Entscheidung, welchen Stoff ich denn nun mitnehme. Er war so billig und so schön wie kein Stoff seit langer Zeit (5,5 m für 17 Euro, man nimmt allerdings gleich einen Ballen mit dieser Menge), fühlte sich auch garnicht unangenehm an (nach der Lektüre verschiedener Blogs habe ich Phantasien entwickelt, wie sich Waxprint vor dem Waschen anfühlen mag).

Daheim gleich 16,5 m Stoff gewaschen, getrocknet, einer ist ganz weich geworden, daraus habe ich dieses abgewandelte Megan Kleid von Tilly genäht (Tellerrock und diverse Anpassungen an Schulter und Länge am Oberteil):



Aus dem nicht unerheblichen Rest will meine Tochter sich noch ein Sommerblüschen nähen. Ein Stoff wurde beim Waschen mittelweich, entstanden ist das Modell R aus dem Stylish Dress Book für meine Tochter:



Den Rest habe ich großzügig zu einem selbstkreierten Rock vernäht, großzügig deshalb, weil man für diese Volants viel Stoff benötigt und ich mich anfänglich vermessen habe und daher nochmal ein paar Kreise berechnet habe. Der Rock ist hinten länger als vorne, wo er mittig gebogen ist, was auf dem Foto nicht wirklich gut zu sehen ist. Zwischen Volants und Rockhauptteil it eine schwarze Paspel eingenäht. Übrig ist immer noch genug, um einige Täschchen zu nähen.


Aus dem dritten Stoff, der noch ein wenig fester geblieben ist, werde ich vsl. ein weiters Megan Kleid mit Tellerrock (wenn ich schon soviel Stoff habe) nähen, dabei jedoch den Ausschnitt abwandeln.

Das Oberteil auf obigem  Foto ist übrigens ein redesigntes Hemd meines Mannes, leider findet der Rest der Familie dieses Oberteil grauenvoll omamäßig.

Liebe Karin, an dieser Stelle nochmal danke für den tollen Tipp.

Viele Grüße

Anja