Letztes Woche - auch inspiriert durch meinen Urlaub, an dessen Ende ich mich mit Regina getroffen habe - hatte ich mal wieder Lust zum Nähen bekommen, ist schon eine Weile her, dass ich zuletzt kreativ war. Ich wollte ein schnelles Erfolgserlebnis und habe mich entschieden, einen Stoff anzuschneiden, den ich im Juli in Münster im Stoffschrottplatz für einen edlen Rock gekauft habe. Ein Rock im Stil meines Lunaticarocks. Der Stoff geht eher in die Richtung Dekostoff, Gardine oder ähnlich und fällt damit nicht locker.
Leider liegt er nur ca. 1,25 m breit, gekauft habe ich den Rest des Ballens, etwa 1,40 m. Das Erstellen des Schnittes wurde damit schwierig. Ich habe der Einfachheit halber den bereits konstruierten Missonirock genommen und genauso verwendet. Weil der Stoff allerdings nicht elastisch ist und ich die gesamte Länge ausnutzen wollt, hatte ich Bedenken, dass es beim Gehen unbequem sein könnte. Deshalb kam mir der Gedanke, hinten mittig zur Abwechslung statt eines Schlitzes ein Godet einzunähen - auch nicht die beste Idee bei einem Stoff mit Stand.
Die Schnittmusterteile habe ich so auf den Stoff aufgelegt, dass es genau passte. Ein Hinterteil lag quer auf dem Stoff, die restliche Ecke ergab das Godet. Der Stoff hat keinen Fadenlauf, deshalb war das unkritisch.
Vielleicht komme ich ja demnächst dazu, wieder etwas mehr zu machen, Stoff ist noch da, eine Kollegin hat mir eine Menge aus dem Bestand ihrer verstorbenen Schwiegermutter überlassen. Und ich habe nur das genommen, was mich wirklich interessierte., aber das ist nicht wenig.
Viele Grüße
Anja




Mir ist der "Entenschwanz" nicht negativ aufgefallen. Mag vielleicht auch an der Bildauswahl liegen... Ich finde es gar nicht so einfach, mit Jacquards und Godets zu arbeiten, ohne dass man am Ende wie ein Vintage-Polstermöbel aussieht. Dir ist mit Deinem Rock ein frischer Look gelungen. Liebe Grüße Manuela
AntwortenLöschenP.S. Beneidenswert, einen Stoffschaft zu erben. Freu mich, wenn Du daraus etwas machst und zeigst.
Auf dem Bild mit der Rückansicht ist er sogar beleuchtet, aber es ist nicht so dramatisch, wie immer, wir sind selbst unsere härtesten Kritiker:innen, lg Anja
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