Montag, 25. April 2022

Sew Along NähFrauenReise - Zwischenstand bzw. erster Abschluss

 Am Wochenende habe ich Klarheit gewonnen: aus dem geänderten Blazer aus diesem alten Leinenblazer


wird erstmal nichts (obwohl ich tatsächlich auf meiner Festplatte noch eine Jacketänderung in ähnlicher Art schon vor Jahren gespeichert hatte, es ist ein Modell von Rei Kawakubo)


Fast das, was ich auf Pinterest gefunden habe. Warum ich das erstmal nicht mache, hat zwei Gründe: ich bezweifele, dass ich in nächster Zeit (außer zum Foto machen am Ende des Sew Along) Tragegelegenheit dafür habe und es wäre tätsächlich eine Heidenarbeit gewesen, wenn ich es ordentlich gemacht hätte, d. h. ich hätte das Futter an Ärmeln und Körper auftrennen müssen und dann an all diesen Teilen nach der Kürzung wieder händisch zusammen nähen müssen. Das kriege ich im Moment zeitlich einfach nicht hin. Damit ist das Projekt aufgeschoben.

Der Rock aus dem Kleid hingegen ist fertig. Ich habe das Rockteil abgetrennt, und dann einen Bund aus den überschnittenen dran Ärmeln genäht, gedoppelt und Gummizug eingezogen. Habe noch überlegt, ob ich mir etwas mehr Mühe mache und Falten lege und Reißverschluss einnähe, aber es wären sehr wenige Falten geworden, da es sich bereits um einen Bahnenrock handelte.

Ich habe den Rock bereits zwei Mal getragen, obwohl die Optik wirklich dem Lunatica Rock ähnelt, fühle ich mich anders damit. Aber immer noch besser als in dem Kleid, insofern hat sich die Änderung gelohnt. Ein Lieblingsstück ist es dennoch nicht geworden.


Vermutlich liegt es am Stoff, der hat durch die Blumen etwas Hausbackenes, die Farbe war früher mal meine Lieblingsfarbe, inzwischen nähe ich auch andere Farben und mag die Abwechslung, Das Material fühlt sich synthetisch an und sieht synthetisch aus. So einen Stoff würde ich heute nicht mehr kaufen.

Ich will den Rock eigentlich nicht zum Treffen im Mai anziehen, ich bezweifele allerdings, dass ich jetzt noch in den verbleibenden 2 Wochen eine Alternative produziere. Nun ja, nackt muss ich nicht kommen, ich habe noch genug Sachen zum Anziehen.

Im Übrigen habe ich aus den Resten des langärmligen Oberteils, dass ich auf dem Foto trage, am Wochenende ein ganz schnelles schlichtes ärmelloses Top genäht (auch nachhaltig, den Rest aufzubrauchen). Erst dachte ich es für meine Tochter, aber der Schnitt aus La mia Boutique fiel ziemlich groß aus, es passt mir definitiv besser als es ihr passen würde. 

Viele Grüße, Anja



Samstag, 2. April 2022

SewAlong NähFrauenReise - Refashion - Upcycling - Rückblick - Ausblick


Nachhaltigkeit ist im Trend. Seit einer Weile versuche ich möglichst nur noch Kleidungsstücke zu nähen, für die ich auch wirklich Verwendung habe. Ich bemühe mich, Stoffe möglichst vollständig zu verwenden, oft kaufe ich weniger als für einen Schnitt angegeben wird (bei Burda wird IMMER zuviel angegeben). Ich schneide auch selten so zu wie der Zuschneideplan emfiehlt, ganz oft geht es platzsparender. Aus Stoffresten nähe ich schon immer Tischsets, Kosmetiktäschchen, Buchhüllen, was an Kleinkram und Geschenk gerade in Frage kommt. Für solche Sachen würde ich auch nie nie nie Stoff kaufen, denn kleine Reste, die irgendwie zusammen kombiniert werden können, finden sich immer. Jerseyreste wurden auch schon mal zu Unterhosen. Knöpfe und Reißverschlüsse verwerte ich eigentlich immer wieder.

Natürlich (besser leider) entstehen auch manchmal Schrankleichen. Das bleibt nicht aus, wenn man nicht anprobieren kann, nicht weiß, wie einem das genähte Kleidungsstück steht usw. Mit den Jahren habe ich natürlich hinzugelernt. Inzwischen weiß ich ungefähr, was ich besser nicht für mich nähe, wo ich Stoff kaufe, wieviel ich brauche und meine genähten Kleidungsstücke passen auch immer besser, weil ich vorher ausmesse, anpasse, genug Spielraum für nachträgliche Änderungen lasse.

Hier ein paar Beispiele von Kleidungstücken, die ich verändert habe und die dadurch tatsächlich wieder tragbar geworden sind:

Dieses Kleid  aus warmem gemütlichem innen angerautem Stoff hatte zu kurze Ärmel, was im Winter total ungemütlich ist. Mit einem Stoffrest habe ich unten einfach ein breites Bündchen angesetzt und ja, ich habe das Kleid schon ziemlich häufig angezogen. Langsam fängt der Stoff schon an zu pillen.

Mein erster Mantel entsprach nach etlichen Jahren nicht mehr meinen Qualitätsansprüchen, damals habe ich ihn einfach so nach Anleitung genäht, abgesehen davon, dass ich die blaue Seite nicht mehr mochte (der Stoff war doubleface) war das Material noch super erhalten. Ich entschied mich, aus dem Mantel eine Jacke zu machen, dabei die graue Innenseite als Außenseite zu verwenden. Ein Stoffrest vom Hundekissen kam als aufregendes Futter herein: Eine graue Jacke aus einem blauen Mantel, für die ich deutlich mehr Verwendung in diesem Winter hatte.

Es gibt noch ein oder zwei Kleider, die zu Röcken geworden sind, ich habe keine Fotos, eine eingelaufene Hose, die zur Culotte wurde und tatsächlich wieder gerne getragen. Von diesem veränderten Kleid gibt es leider nur ein Nachher-Bild.

Eine Zeitlang war es sehr populär, ausrangierte Herrenhemden upzucyceln (kann man das so schreiben?), dabei erinnere ich mich, dass mir schon meine Mutter als Teenager aus alten Hemden Blusen genäht hat, die habe ich dann mit Simplicol eingefärbt.

Früher (vor der Homeoffice Zeit) sind bei meinem Mann haufenweise Herrenhemden aussortiert worden. Zu schade, um sie immer wegzuwerfen, meist sind Kragen oder Manschetten beschädigt. Hier einige Blusen ( Bluse Bluse Bluse Bluse ), die ich umgearbeitet habe. Ich würde einige der Exemplare immer wieder nähen. Die blau gefärbte wurde oft getragen, die orange fast nie, falsche Farbe, die weißen auch immer wieder gerne als schlichte Basicbluse, eine ist bereits auseinander gefallen. Einzig die tunikaartige wird kaum getragen, sie ist nicht mein Stil. Hier noch der Versuch aus einer alten Seidenbluse eine neue Bluse zu machen, das Ergebnis liegt nur im Schrank herum, irgendwie ist das nicht wirklich tragbar, noch ist mir die Seide zu schade zum Entsorgen.

Aus einem zerschnittenen Jeansrock der Tochter, einer zerschnittenen Jeansjacke und diversen Jeansstoffresten (wenn man sich die Jacke aus der Nähe anschaut, sieht man, dass der Blauton nicht ganz identisch ist) habe ich diese Jacke genäht, leider leider leider ziehe ich sie auch fast nie an. Es ist eben ein Jäckchen zum hübsch aussehen, nicht praktisch, wärmend oder welche Anforderungen ansonsten an eine Jacke gestellt werden.

Zu unserer NähFrauenReise im Mai nach Frankfurt gibt es einen Sew Along, Informationen und Termine dazu findet ihr ab heute auf dem Blog von Muriel, da ich verreise nehme ich am ersten Treffen nicht teil, aber ich teile jetzt schon meine Pläne.

Sehr einfach ist es, aus einem Kleid einen Rock zu machen, die habe ich selten verbloggt, z. B. ist mein gern getragener Plisseerock ein abgeschnttenes Kleid mit einem Gummizug. Dieses Kleid habe ich genau einmal zum Fotografieren getragen, der Stoff ist für den Frühling zu dick, es wird ein wadenlanger Rock. Selbst wenn ich die vielversprechenden Kommentare von damals lese, ich bin mit dem Kleid nicht warm geworden. Vermutlich schneide ich es einfach ab und nähe ebenfalls einen breiten Gummi in die Taille, denn sonst werde ich es nicht über die Hüfte bekommen. Ich stelle mir den Rock dann so ähnlich vor wie den Lunatica Rock, den ich wirklich gerne und oft anziehe.


Zwar schade um die ganze Arbeit, die in dem aufwändig zu nähenden Oberteil lag, aber was nützt das Kleid, wenn es nur herum liegt.

Dann habe ich zwei alte Blazer zum Umarbeiten, ein sommerlicher, von meiner Mutter genähter Leinenblazer, die dazugehörige Weste und Hose sind längst aussortiert, der Blazer ist noch völlig in Ordnung, weswegen ich es bisher nicht übers Herz bringen konnte, ihn wegzuwerfen. Die Farbe ist eigentlich moosgrün, getragen habe ich das ganze Set in den 90er Jahren:


Und ein Kaufblazer, den ich auch bestimmt 15 Jahre nicht mehr getragen habe, die Hose ist längst aussortiert, die Weste dazu habe ich noch. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich trauen werde, ihn kaputt zu schneiden....es könnte ja nochmal ein Anlass kommen....Den Anzug habe ich seit Mitte der 90er Jahre und wirklich oft und gerne getragen. Aber seit Mitte der 0er Jahre benötige ich beruflich nicht mehr so formelle Kleidung und habe auch angefangen, verstärkt Kleider zu tragen (und zu nähen). 

Anregungen für das Upcycling von Blazer habe ich auf Pinterest gefunden, diese Variante schwebt mir vor:


Sehr schick finde ich auch dieses Modell, aber dafür brauche ich einen Oversize Herrenblazer, die stehen derzeit (noch) nicht zur Verfügung:


Aber auch bei meinem Mann wird seit Beginn der Pandemie und der Veränderung der Kleiderordnung im Office eher Casual Business getragen, so dass bald mit zahlreichen Jackets und Hosen zu rechnen ist. Hemden natürlich auch. Aus den Hosen werde ich wohl als erstes dieses Kleid nähen, aber nicht mehr rechtzeitig zum Treffen in Frankfurt.

Ich bin in den Ferien, weswegen ich meine Gedanken zum SewAlong noch nicht verlinke. Wir sehen uns beim zweiten Treffen des Sew Alongs am 16.4. Beim Ausräumen meines kleineren Urlaubsportemonnaies habe ich gestern Morgen Quittungen der letzten richtigen Reise gefunden, vom 9.1.2020, solange schon her.

Viele Grüße, Anja

Update vom 15.4.: Ich bin zurück, mit sehr gemischten Gefühlen, was das Reisen angeht (eines meiner liebsten Hobbies, wenn ich auf die letzten 40 Jahre zurück blicke), dazu passt ganz gut, dass ich im Sommer einen Bildungsurlaub zu Nachhaltigkeit im Tourismus/Massentourismus/Tourismus unter Covid Bedingungen mache. Aber das Thema hier ist ja ein anderes: Meine Entscheidung auch hinisichtlich meines vorhandenen Zeitbudgets ist: Kürzen des grünen Leinenblazers und Rock aus dem 40er Jahre Kleid, das sollte zu machen sein. Verlinkt mit Muriel Nahtzugabe beim Zwischenstand.





Mittwoch, 23. März 2022

Das Aybi Burdakleid zum Zweiten



Dass dieses Kleid , hier näher beschrieben, in den letzten beiden Sommern zu meinen absoluten Favoriten zählte, hatte ich schon geschrieben. Letzten Sommer habe ich in Paris einen 3 m Coupon Madraskaro gekauft, um das Kleid nochmal zu nähen, die Idee war, zu versuchen, den Stoff im schrägen Fadenlauf zu schneiden, um dem Original nahe zu kommen, aber dafür waren 3 m dann doch zu wenig. Oder ich hätte Rock und Ärmel kürzen müssen, was ich nicht wollte. Also habe ich normal zugeschnitten und mich bemüht, das Karo an den Kanten und beim Ärmel symmetrisch zuzuschneiden.

Der Zuschnitt ist gelungen, leider ist mir allerdings am mittleren Bund ein Fehler unterlaufen, den ich erst bemerkt hatte als ich sämtliche Fäden für die Rüschen bereits heraus gezogen hatte und den Bund an das Unterteil gesteckt habe. Ich habe beim vorderen und hinteren Bund leider einmal oben und unten vertauscht. Ich dachte noch, durch Drehen und Wenden ließe sich der Fehler beheben, aber nein, ich hätte alles wieder auftrennen müssen. Das wollte ich dann doch nicht. 

Vielleicht trug dazu bei, dass ich am Vormittag desselben Tages eine ganze Strecke hinter einer Frau mit einem Kaufkaromantel gegangen bin, der unten am Saum schief war, also man sah superdeutlich, dass das Karo über den gesamten Rücken schief verlief, das hätte mich furchtbar gestört. Ganz so schlimm ist die Musterverschiebung beim Bund nicht, ich kann auch argumentieren, dass erst dadurch erkennbar wird, dass hier mehrere Schnittteile aufeinander treffen.

Im Vergleich zu Nummer 1 ist der Rock unbeabsichtigt etwa 2 cm länger geworden, also nochmal deutlich länger als das Modell im Heft, mir gefällt es so. Die Ärmel habe ich etwas länger als bei Modell 1 zugeschnitten, das ist trotzdem noch kürzer als im Heft. Nahttaschen sind ergänzt.

Die größte Veränderung zum Original, ich habe hinteren Rock und hinteres Oberteil im Bruch zugeschnitten, ich komme ohne Brille mit dem Kopf durch den Ausschnitt (das wusste ich von Kleid 1) und konnte mir den Verschluss sparen. So habe ich auch hinten keine störenden Nähte.


Die Belege sind sehr ordentlich festgenäht und am Vorderteil unsichtbar an einigen Stellen angenäht.


Der Sommer kann für mich jetzt kommen.

Viele Grüße, Anja

Montag, 21. März 2022

Burda Bluse #115 aus 5/2020 aus Stoffrest

 Es gibt Schnitte, die raffiniert sind, die mir gut gefallen. Einer war dieser aus der Burda 5/2020. Hier schon einmal genäht, aber mit Fehlern. Bisher nahezu nie getragen, weil das Stoffmuster nicht meins ist (ein liebes und gut gemeintes Geschenk) und ich die Farbe auch kaum kombinieren kann. Sie steht mir auch nicht.


Praktisch, wenn kopierte und ausgeschnittene Schnittmuster mit einem Stoffrest vom Chambraykleid zusammen treffen und es genau passt (Größe 38 für die Tochter, meine Größe hätte wahrscheinlich auch gerade noch gepasst), nur die Schrägstreifen an den Armlöchern sind nicht ganz genau schräg, nur ein bisschen und auch noch zusammen gestückelt, damit sie nicht nach außen klaffen, habe ich sie händisch innen festgenäht.


Diesmal habe ich nicht den Fehler gemacht, Blende und Beleg zu verwechseln, aber ich habe die Blende wie einen Beleg angenäht, also falsch herum, das habe ich natürlich erst gemerkt, als ich den Beleg festmachen wollte und die Länge nicht stimmte. Es ergibt so keinen flach anliegenden Rücken, sondern mit viel Bügeln einen leichten Stehkragen, auch in Ordnung. Für den rückwärtigen Verschluss habe ich noch einen schönen Knopf mit Stiel in der Knopfkiste gefunden. Es lohnt sich doch, alte Sachen aufzubewahren.


Sonnige Frühlingsgrüße aus Frankfurt, Anja


Mittwoch, 2. März 2022

Burda Trägerkleid aus 11/21

Von meiner Vogue Hose ist noch ein guter Meter Stoff übrig geblieben. Ursprünglich hatte ich den Stoff auch für dieses Trägerkleid aus einer Burda vom letzten Herbst vorgesehen, aber dann dachte ich, die 2,5 m, die ich habe, verwende ich lieber für etwas, das mehr Stoff braucht. Im Endeffekt habe ich die Hose sehr platzsparend zugeschnitten (der Stoff lag so breit, dass beide Hosenbeine nebeneinander auf den Stoff passten) und nun hat der Reststoff noch für das Trägerkleid gereicht (bei mir nicht mini, sondern um 5 cm verlängert).



Allerdings war nach Ausmessen der Schnitteile klar, dass keine der Größen passen wird, wie so oft bei Kleidern brauche ich 3 verschiedene Größen. Da dieses Trägerkleid einigermaßen körpernah über Blusen und Rollis getragen wird, musste ich reichlich vorab anpassen. Das ist nicht überall gelungen. Bei den rückwärtigen Trägern hatte ich zu wenig Stoff zugegeben, so dass ich sie nicht bis zur Mitte führen konnte. Auch vorne müssten sie eigentlich etwas näher beieinander liegen. Ich glaube jedoch nicht, dass es an meiner Modifikation liegt, dass sie von der Schulter rutschen (gekürzt habe ich sie schon), denn in der Burda gibt es noch ein weiteres Foto von dem Kleid (siehe auch die Verlinkung), auch bei dem Model sitzt ein Träger weit außen. Sowas finde ich sehr unpraktisch und ärgere mich selbst, dass ich vorher nicht drauf geachtet habe. Ich muss mal gucken, was ich mache, ob ich hinten noch einen Riegel einsetze oder was ich tun kann. Ein Ministück Stoff, ca. 30 x 20 cm habe ich noch. Futtertaft ist auch noch übrig. 

Stunden später kann ich zumindest berichten, dass die Träger vor allem dann rutschen, wenn ich mich mit dem ganzen Oberkörper nach vorne beuge, etwas vom Boden aufhebe, dem Hund ein Leckerli gebe, wenn ich normal gerade bleibe, rutschen sie nicht. Immerhin. Ich denke, es kann doch so bleiben.

(Nachtrag vom Mai 2022: ich habe letztendlich zwischen die beiden hinteren Träger eine Verbindung genäht, das Kleid war vorher nicht tragbar, die Träger rutschten ständig).

Die Knöpfe stammen noch aus der Auflösung der Karstadt Stoffabteilung, die dann doch nicht aufgelöst wurde und waren eigentlich für etwas anderes gedacht, hier brauchte ich genau 5 Stück und bin froh, eine gute Verwendung dafür gefunden zu haben.



Das Kleid ist gestern Abend fertig geworden, ich trage es jetzt, sehe aber auf den Fotos, dass ich über den Saum nochmal drüber bügeln muss. Hier die feine Anzugwolle, mehrere Jahrzehnte abgelagert. Beim Zusammensetzen der Karos habe ich mich angestrengt. Die hintere Naht weggelassen, Am Ende stellte ich fest, dass ich leider vergessen habe, zumindest eine Nahttasche einzubauen, die fehlt mir irgendwie. Aber vielleicht würde das auch Auftragen bei dem engen Rock. Jetzt trenne ich die Seitennähte nicht mehr auf. 


Ich verlinke auch dieses Kleid beim heutigen Me Made Mittwoch, auch wenn es jetzt schon sehr spät ist, es ist noch nicht Mitternacht.

Und auch hier noch der kurze Hinweis, es gibt noch einige Restplätze für unsere NähFrauenReise vom 6.-8. Mai in Frankfurt. Details zum Programm und die Anmeldung findet ihr bei Muriel Nahtzugabe.

Viele Grüße, Anja


Dienstag, 1. März 2022

Saraste Hemdblusenkleid von Named Pattern

Eigentlich habe ich mir das Buch der beiden Named Pattern Schwestern (deutsche Version "Selbst genäht", der englische Titel "Breaking the Pattern" ist jedoch viel passender, weil sämtliche Schnittmuster viele Varianten beinhalten) ausgeliehen, um den Mantel vom Titel der englischen Version anzuschauen und zu beurteilen, ob er für meinen Mantelstoffneuerwerb geeignet ist. Ist er nicht, weil einfach sehr viele Teilungsnähte da sind (es handelt sich um ein Tartanmuster).

Aber das Kleid Saraste, das den Titel der deutschen Version schmückt, gefiel mir schon immer. Außerdem hatte ich letzten Sommer in Paris einen Coupon (3 m) Chambray gekauft, sehr geeignet für dieses Kleid.

Das Abpausen war allerdings ein Desaster, die Schnittmusterbögen sind nicht nummeriert, es gibt auf den Bögen auch keine Angabe, welche Schnitte auf welchen Bögen sind und die Schnitteile sind über mehrere Bögen (in meinem Fall 3 Seiten) verteilt, dazu in 2 verschiedenen Farben gedruckt. D. h. ich musste alle Bögen aufklappen, suchen, kopieren und wieder zurück falten. Das hat wirklich lange gedauert. Ob nur der deutsche Verlag das so gelöst hat, weiß ich nicht.


Nach dem Ausmessen der Schnittmusterteile entschied ich mich Größe 5 zu nähen, die an der Taille in Größe 7 ausläuft, das hätte ich mir sparen können, am Ende habe ich wahrscheinlich weniger als die inkludierten 1 cm Nahtzugabe gebraucht und konnte an den Seiten jeweils 2 - 3 cm rausnehmen. Der Kragen ist genau nach Anleitung genäht, ich glaube aber, dass es mit den Rüschen sinnvoller gewesen wäre, ihn ein wenig zu verschmälern, im Internet sieht man unterschiedliche Versionen, die schönen haben ziemlich sicher den Kragen verschmälert. Ich lasse einfach den oberen Knopf offen, sonst überlappen sich nämlich die Rüschen, was nicht gewollt sein kann. Abgesehen davon, dass ich Nahttaschen ergänzt habe, gibt es keine weiteren Änderungen. Das Nähen lief leicht und flüssig, Chambray ist ein sehr dankbares Gewebe.

Ich habe alle Nähte mit braunem Garn gesteppt und braune Knöpfe aus der Restekiste genommen. Ich bin mir unsicher, ob mir die vielen Fältchen in der Taille gefallen, sie machen die Hüfte sehr breit. Es gibt in meinem Bestand noch einen Ledergürtel (gekauft und runtergehandelt auf einem italienischen Markt vor mehr als 35 Jahren und in den letzten 25 Jahren quasi nie getragen). Zu dem Kleid finde ich ihn passend.



Leider sind die Bilder etwas körnig, kein gutes Licht in der Wohnung, Selbstauslöser vom Handy, ihr wisst schon...


Logischerweise kann ich das Kleid noch nicht tragen, es ist zu kalt. Aber der Frühling und der Sommer kommen ja in großen Schritten.


Damit ich nicht friere (aber vor allem, um Platz zu schaffen) habe ich aus Resten von Kleidern, Hosen, Pyjamahosen, Sweatshirts, den Hemdschal Eleni gleich 2 Mal genäht. Ein Gratisschnitt (man braucht aber keinen Schnitt, nur die Idee), den trage ich rauf und runter. Bin sehr begeistert. Sobald ich genug Herrenhosen von meinem Mann abgestaubt habe, mache ich mich an andere Schnitte von Milch.




Und zuletzt, wer bis hierher mit Lesen durchgehalten hat, es gibt noch einige Restplätze für unsere NähFrauenReise vom 6.-8. Mai in Frankfurt. Details zum Programm und die Anmeldung findet ihr bei Muriel Nahtzugabe.

Verlinkt beim Me Made Mittwoch. Danke an das Team für die Organisation.

Viele Grüße, Anja



Freitag, 18. Februar 2022

Lust auf ein Treffen in Frankfurt vom 6.-8. Mai 2022?


Beim letzten virtuellen Nadel&Faden Nähtreffen im Oktober wurde darüber gesprochen, dass es so schön wäre, sich einmal wieder in echt zu treffen.

Verschiedene Orte wurden in Erwägung gezogen: Berlin, Frankfurt bis hin zu (irgendwann einmal) London und Antwerpen. Gefunden hat sich ein Orgateam, das eine NähFrauenReise nach Frankfurt organisiert. Quatschen, Stoffe shoppen, lecker essen (auch ganz viel Vegetarisches), ein Besuch im Ledermuseum Offenbach, eine Diskussion mit einer Designerin, die Mode made in Frankfurt fair und stylish herstellt - das sind die Eckpunkte des Programms. Einen Schwerpunkt wollen wir mit dem Thema Nachhaltigkeit setzen und ein Sew-Along soll auch noch organisiert werden.

Start des Treffens ist am Freitag Abend, Ende ist Sonntag Mittag. Man kann aber auch nur tageweise, also zum Beispiel nur am Samstag, am Programm teilnehmen. Wir haben ein Zimmerkontingent in einem zentralen und sehr guten Hotel - dank der Pandemieauswirkungen sehr günstigen - reserviert für die, die übernachten wollen. Alle Programmpunkte laufen auf Selbstzahlerbasis.

Organisiert wird das Treffen von Sabine langsame Schildkröte, Claudia (auf Instagram @kaffebrod),  Muriel Nahtzugabe5cm  und mir.

Weitere Details zum Programm findet ihr im Blog von Muriel. Direkt anmelden könnt ihr euch dort oder hier.

Wir freuen uns auf eure Anmeldung und noch mehr darauf, euch dann in echt zu treffen. Wir sind auch der festen Überzeugung, dass das im Mai möglich sein wird. Ansonsten sind Stornierungen auch kurzfristig möglich.

Viele Grüße

Anja