Dienstag, 28. Februar 2017

Stokx - Wo kommt das Design für die Schnittmuster her?

Seit fast einem Jahr bietet Meike von Crafteln Designerschnitte zum Selbernähen an. Die gibt es auch jeden Monat in der Burda, die gibt es von Vogue Schnittmuster und wahrscheinlich auch von anderen Schnittmusterherstellern. Da ich Schnittmuster immer anpasse, nähe ich eigentlich lieber auf der Basis meines Grundschnitts. Aber manchmal gibt es Schnitte, die ich nicht konzipieren kann. Dazu gehörte der Partyrock von Stokx, dessen Schnitt Meike letzten Sommer zum Selbernähen angeboten hat. Der Partyrock sieht toll aus, ist praktisch für alle möglichen Aktivitäten, ist völlig anders als andere weitschwingende Röcke geschnitten und lässt sich ganz leicht anpassen. Nur der Stoffverbrauch ist höher als bei "normalen" Röcken.

Mittlerweile gibt es weitere Schnitte von Stokx, den Kuschelmantel / Stadtmantel habe ich auch bereits genäht und bin ebenfalls von der Bequemlichkeit sehr angetan. Was liegt da näher, als sich den Laden von Stokx in Berlin einmal aus der Nähe anzuschauen? Man sollte allerdings gründlich die Anreisebeschreibung lesen und nicht - wie ich - denken bei Hackescher Markt / Rosenthaler Straße und Hof ist alles klar. Wer kennt nicht die Hackeschen Höfe? Aber es gibt nebenan einen völlig anderen Hof. Nach einem Besuch des sehr lohnenswerten Museum Barberini in Potsdam und des weniger lohnenswerten Bikinihauses (vielleicht weil ich es mir aufgrund dieses Posts toller vorgestellt habe) blieb noch Zeit, zu Stokx zu fahren.


Am Hackeschen Markt wimmelt es von Asiaten und Spaniern. Es werden bunte, sehr bunte Jerseyunterhosen für Erwachsene verkauft (trägt man sowas in Berlin?). Am Eingang zum Hof ein Hinweis auf die Blindenwerkstatt von Otto Weidt, der dort zur Nazizeit Juden beschützt / gerettet hat. Im Hof viele bunte Menschen, bunte Cafes, ein buntes Kino, Museen, buntes Graffitti sowie weitere Spanier bei einer geführten Tour.


Ganz hinten ein kleines Schild, das auf den Showroom von Stokx verweist. Alles ziemlich cool, ziemlich hip, ziemlich Berlin. Auch das Treppenhaus. Wie das Tacheles Haus vor vielen Jahren. Man muss zwei Treppen hochlaufen und ist sich unsicher, ob das hier richtig ist.



Es ist richtig und im 2. Stock ist das Atelier und der Showroom, eine andere Welt, hier zu betrachten. Innen ganz anders als außen.

Faschingsgrüße aus Frankfurt, Anja

Mittwoch, 22. Februar 2017

Hoodie für .... Tochter oder .... Mutter

Diesen Hoodie habe ich bereits vor einer Weile genäht. Der Stoff ist aus einem total gut sortierten Stoffladen in Herford, den ich letzten Herbst zufällig bei einem Familienbesuch entdeckt habe. Es ist irgendwie toll, dass es in immer mehr Orten wieder Stoffläden gibt, nachdem diese ja vor etlichen Jahren nach und nach geschlossen haben. Es handelt sich um einen recht hochpreisigen Sweat, den sich meine Tochter ausgesucht hat. Die Farbe ist ein sehr schönes und seltenes Mintgrün. Da ich kein passendes Schnittmuster mehr kopiert hatte, habe ich dieses Buch vorbestellt. Bis ich es hatte, hat es auch wieder ein bisschen gedauert. Genäht war das Teil schnell.

In dem Buch sind verschiedene Hoodievarianten, einige Grundvarianten, die man hinsichtlich Kapuze, Taschen abwandeln kann. Auf den Fotos im Buch in unterschiedlichen Materialien vorgestellt. Ich habe später noch zwei weitere Hoodies für die Tochter genäht. Dieser erste Hoodie ist ziemlich groß, lang, weit geworden und passt sogar mir. Ich mag Hoodies sehr, nur mit dem Muster fremdele ich ein wenig, kehre langsam doch zu neutraleren Kleidungsstücken zurück. Heute (ich muss gestehen, die Tochter ist auf Orchesterfahrt) habe ich ihn angezogen, eigentlich zieht die Tochter ihn an, bei ihr sitzt er deutlich oversize, eher wie ein Sweatkleid. Verbloggt beim Me made Mittwoch.

Viele Grüße, Anja

Dienstag, 21. Februar 2017

Stadtmantel Sew Along! Und nun?


 Ich habe mich - wie schon letzte Woche erwähnt - entschieden, die vordere mittlere Druckknopfleiste genau mittig zu setzen und dafür die eine Vorderteilseite verbreitert. Die Taschen habe ich ganz in die seitlichen vorderen Abnäher eingesetzt, sie dabei - wie bei dem ersten Stadtmantel - ein wenig vergrößert (ohne mir genau zu überlegen, wie das aussieht, wenn der Mantel nicht komplett gefüttert ist, aber dazu später). Von dem grauen Mantelstoff ist genug da, die fakultative anknöpfbare Kapuze ist allerdings noch nicht zugeschnitten. Und Druckknöpfe habe ich auch noch keine. Die kann man ja jetzt in Meikes Shop bestellen. Und sie sehen viel besser aus als die konventionellen Knöpfe, meist von Prym, die es hier in den Kurzwarenläden gibt. Wieviele Druckknöpfe ich zusätzlich für die Kapuze brauche, habe ich noch nicht ermittelt. Als Blendenstoff habe ich mich letztendlich für den orange-grünen Waxprint entschieden, weil ich für den keine andere Verwendung hatte und mir die Festigkeit o.k. erschien.

Das Nähen hat erheblich besser geklappt als bei Mantel 1. Da hatte ich einen Riesenhänger an Punkt 11 der Anleitung, weil die Beschreibung irgendwie nicht mit den beiden Bildern auf Seite 8 zusammen passte. Hier finde ich das Foto in Meikes Post nochmal sehr hilfreich. Und als Mitte des Mantels habe ich die Vordere Mitte interpretiert. Ich erinnere mich noch, dass ich spät an einem Freitag Abend die zugeschnittenen Teile 1,5 Stunden hin- und hergeschoben habe und keine Lösung sah. Ich war total frustriert (und müde). Selten ging es mir bisher so, nicht mal beim Castelbajac Kleid habe ich nicht kapiert, was ich tun soll. Fast hätte ich das Teil in die Ecke geschmissen. Dann habe ich erstmal drüber geschlafen und am nächsten Tag einfach die Blende so angebracht, wie ich es mir vorgestellt habe. Diese Frustphase konnte ich bei Mantel 2 zum Glück überspringen. Bei Mantel 1 stimmte auch die Lage des Aufhängers nicht, habe zwei Mal getrennt und neu angenäht, damit die Richtung stimmt, am Ende war es immer noch falsch. Mantel 1 hat keinen Aufhänger. Bei Mantel 2 habe ich mich einfach besser konzentriert.

Jetzt kommt das Problem: Die Anprobe. Es liegt am Stoff, der nicht nachgibt. Ich befürchte schon jetzt - vor dem Annähen der Ärmel - dass der Mantel unbequem werden wird. Ein Mantel, der nicht für aktive Bewegung geeignet ist. Ich habe letzte Woche Mantel 1 oft getragen (das Wetter lässt es jetzt zu) und das Tolle an dem Mantel ist, dass er jede Bewegung mitmacht, auf dem Fahrrad, wenn ich mich weit vorbeuge, wenn ich mich bücke zum Hundeleine festmachen, Apportiergegenstand aufheben, wenn ich mich recke zum Ball werfen. Ein Stoff, der sich nicht dehnt und der relativ körpernah geschnitten ist, macht diese Bewegung nicht mit. Logisch eigentlich. Einen Mantel, den ich nur so zum Stehen und Gehen, evtl. noch Sitzen anziehe, brauche ich allerdings nicht. Ich habe im Moment daher wenig Lust, an dem Mantel weiterzunähen, sehe auch nicht so richtig, was ich da noch retten kann, ich hätte eine oder mehr Größen größer zuschneiden müssen (dann sieht er aber nicht mehr so elegant aus) oder im schrägen Fadenverlauf (bei dem Preis des Stoffes hätte ich das vielleicht sogar irgendwie machen können). Erstmal habe ich ein Ufo produziert. Offen gestanden mein allererstes Näh-Ufo.

Da im Zusammenhang mit dem Stadtmantel in den Kommentaren schon mehrfach über die Stoffwahl gesprochen wurde, will ich diesen Text trotzdem hier veröffentlichen, auch wenn ich aus dem Sew Along erstmal aussteige (ich werde mir vor dem Herbst noch einen Stadtmantel nähen, aus WALK. Der wird dann richtig perfekt). Meike schreibt ja auch, dass es eine intelligente Lösung braucht, wenn man ein anderes Material verwendet. Die Designerin verwendet Walk und der ist dehnbar, insofern kann man sich eigentlich denken, dass man irgendwas maßgeblich verändern muss oder man ein unbequemes Teil produziert. Wenn der Stoff nicht elastisch ist (aus meiner Sicht würde eine Richtung schon reichen, aber das muss jemand anders ausprobieren), funktioniert dieser Schnitt so nicht. Ich nähe ja auch keinen Jerseyschnitt aus Webware.

Ganz liebe Grüße und viel Erfolg an die Stadtmantel-Näherinnen, freut euch auf einen wirklich tollen Mantel, der elegant aussieht und trotzdem saubequem ist, vorausgesetzt die Materialwahl stimmt, Anja






Montag, 20. Februar 2017

Tuch aus Wollresten


Letzte Woche habe ich dieses Buch aus der Stadtbibliothek mitgebracht. Da ich gerade den Aranpullover fertig hatte und überrascht war, wie wenig Wolle man für große Tücher benötigt, habe ich 2,5 Knäuel Drops Vienna (die gibt es schon lange nicht mehr, habe sie vor Jahren bei einem Ausverkauft reduziert erstanden) aus der Kiste gekramt, 2/3 in olivgrün und 1/3 in weiß und mich entschieden, Hinata zu beginnen und zu schauen, wie weit ich mit meiner Wolle komme. Lauflänge und Nadelstärke waren natürlich völlig anders, aber bei einem Tuch, finde ich das irrelevant. Deswegen habe ich mich auch nicht besonders mit der Anleitung beschäftigt. Anleitungen, in denen Reihe für Reihe steht, was zu stricken ist, finde ich sowieso schrecklich. Ich will ja stricken und nicht lesen. Vermisst habe ich in dem Buch auch Fotos von dem fertigen Tuch. Aber egal, ein Tuch wird ja sowieso irgendwie kruschtelig um den Hals gewickelt, dass es darauf nicht ankommt.


Wie man an meinem fertigen Tuch (das kleiner als das Tuch aus dem Buch ist, logisch, und stärker grünlastig, weil ich die gesamte Wolle, die ich hatte, verstrickt habe), habe ich einen eklatanten Musterfehler begangen. Weil ich nicht gelesen habe: FH und FV hätte nämlich bedeutet, dass ich bei den Hebemaschen den Faden mal vorne, mal hinten hätte lassen müssen, hatte ihn aber immer vorne, was zu einer eher karierten als längsgestreiften Struktur führt. Die Mohairwolle verfilzt sofort, so dass man Änderungen binnen 2 min. umsetzten muss, danach kann man nur noch den Faden abschneiden und neu anfangen. Wollte ich nicht, habe also ein abgewandeltes Muster gestrickt.


Das fertige Tuch lässt sich gerade so doppelt um den Hals wickeln, ist weich und warm. Bin zufrieden. Und in der Wollkiste ist wieder Luft. Ging auch rasant schnell, 2 x hin und zurück mit der S-Bahn nach Wiesbaden und einmal Tatort gucken, schon fertig.


Verblogge das auch noch bei "Auf den Nadeln". Grüße aus dem trübbewölkten Frankfurt, Anja

Samstag, 18. Februar 2017

Portemonnaie aus Stoffresten

Ich habe von meiner britischen Bloggerfreundin gelernt, dass es sich lohnt, selbst kleine und kleinste Stoffreste aufzu bewahren. Und wenn man sie nur für eine Applikation verwendet. Insofern wächst mein Lager mit diesen Miniresten (wobei ich Fitzelreste inzwischen nur noch von wirklich schönen Baumwollstoffen bewahren, bei Mantel- oder Jerseyresten müssen die Teile schon größer sein, um noch etwas Sinnvolles daraus zu machen). Außerdem sind meine Lagerkapazitäten begrenzt.

Ich leihe mir in der Stadtbibliothek immer wieder die neuen Nähbücher aus, in diesem fand ich eine schöne Portemonnaieanleitung. Verständlich und gut bebildert, die Videos brauchte ich nicht.


So ist aus verschiedenen Miniresten das Innere des Portemonnaies entstanden, der Reißverschluss war auch schon mal in einer Tasche, die ich entsorgt habe. Außen habe ich Softshellreste verwendet, daher musste ich die Außenseite auch nicht verstärken. Es fehlt lediglich noch ein Verschluss, deswegen klafft das Portemonnaie auch auf und kann nicht ordentlich fotografiert werden. Ein Verschluss ist natürlich total wichtig, sonst fällt ja das Geld raus. Aber da ich noch ein Portemonnaie habe, hat der noch Zeit. Und theoretisch hätte ich Material, um noch ganz viele dieser Portemonnaies für Freundinnen zu nähen. Von dem Softshell hätte ich nämlich gut 30 cm weniger kaufen können. Aber ich habe mehr Lust, immer wieder Neues auszuprobieren.


Ein schönes Restwochenende, viele Grüße, Anja

Mittwoch, 15. Februar 2017

Stadtmantel Sew Along? - ich nähe noch einen Mantel!

Als ich letzte Woche die Ankündigung bei Meike für den Stadtmantel Sew Along gelesen habe, dachte ich, ja, das ist die Gelegenheit alle Unklarheiten, die ich bei Mantel Eins hatte, zu klären und alle Fehler, die ich bei Mantel Eins gemacht habe, zu korrigieren. Beim Partyrock fand ich den Sew Along ausnehmend hilfreich, Partyrock Zwei und Drei sind viel besser geworden als Partyrock Eins.

Ich bin quasi sofort in die Karstadt Stoffabteilung gegangen (übrigens ein beliebtes Ziel bei meiner Gassirunden, die VerkäuferInnen haben meist wenig zu tun und tätscheln mein Tier, während ich in Ruhe schauen kann). Erst war ich enttäuscht, als ich vom Aufzug kam (ich muss immer in den fünften Stock und dann einmal quer durchs Restaurant - auch sehr nett mit Hund) dachte ich, der Winter Sale sei zu Ende, denn die großen Tische am Eingang wurden durch neue Ware ersetzt. Aber seitlich gab es noch zwei Tische mit nochmals reduzierten Stoffen. Doch eigentlich wollte ich Walk kaufen, in einer neutralen Farbe, denn Stadtmantel Eins ist türkis (wenn ich ihn anhabe, was bei den derzeitigen Temperaturen gerne der Fall ist, falle ich aus der breiten Masse heraus, werde im Übrigen auch immer angesprochen, wie toll der Mantel ist, aber ein Zweitmantel sollte zu allen Schuhen und Kleidern passen). Walk führt Karstadt nicht, jedenfalls zur Zeit nicht, ich meine dort früher schon mal welchen gesehen zu haben. Der italienische Stoffladen hat auch keinen, das wusste ich, also nix mit anfassen.

Gekauft habe ich dennoch einen Mantelstoff, der in mehreren Etappen von 24,99 auf nunmehr 3,99 reduziert war. Also 3 m zum echten Schnäppchenpreis. Anthrazitgraue Wolle mit Polyanteil mit schöner Struktur, nicht ganz schlicht. Auf den Fotos sieht der Stoff teils sehr blaustichig aus, ist er aber nicht.


Meike verweist im Schnittmuster und im Blog, dass man Walk nehmen soll. In den Kommentaren wurde schon mal gefragt, wie es mit anderen Stoffen sei, dadurch geht der spezielle Look verloren. Ich kann den ganzen Mantel füttern, das wäre mit dem farbigen Stoff unten rechts möglich. Von den beiden anderen korrespondierenden Stoffen unten habe ich nicht genug für ein Komplettfutter. Ich habe sowieso vor, in der Mitte die Breite einer Knopfleiste zu ergänzen, da mir eine symmetrische Form besser gefällt. Außerdem möchte ich keine Taschen aufsetzen, ich packe soviel hinein, sie beulen hemmungslos aus. Und eine anknöpfbare Kapuze wie bei Kleiderschmiede wäre super. D. h. mein Mantel wird kein klassischer Stadtmantel werden. Dann kann ich eigentlich gleich ein anderes Material nehmen, so denke ich.


Hmm, ich bin noch ein wenig unentschlossen, wie ich nun vorgehe. Am liebsten möchte ich auch erstmal schauen, was die Anderen so machen, aber es hat hier noch kein Anderer etwas dazu gebloggt - upps, jetzt doch! Das Schnittmuster ist ausgedruckt, ich liege zwischen Größe 3 und 4, man soll sich ja an der Brust orientieren, würde aber die Hüfte deutlich verbreitern. Die Unklarheiten, die ich hinsichtlich der Linienführung vor dem Ausschneiden hatte, sind bereits geklärt.

Viele Grüße aus dem sonnigen Frankfurt, in dem ich heute Mittag definitiv wieder Stadtmantel Eins ausführe.

Anja

Dienstag, 14. Februar 2017

Stulpen aus Wollresten

Seit letztem Sommer habe ich für meine Verhältnisse viel gestrickt, ja - und wer viel strickt, hat auch immer viel Wolle übrig. Denn meistens nehme ich nicht genau die Wolle, die in der Anleitung empfohlen wird (oft ist das ja superteure Ladenwolle) und um auf Nummer Sicher zu gehen, kaufe ich dann lieber ein zwei Knäuel mehr. Denn einmal ist mir passiert, dass ich nachbestellen musste und man sah im fertigen Stück eine deutliche Grenze, ab wo die neue Färbung angestrickt war.

Diese Stulpen sind schon eine Weile fertig, sie sind nach dieser Gratis Anleitung gemacht und da es heute etwas wärmer werden soll, habe ich sie hervorgekramt, um sie gleich anzuziehen. Der Clou an den Stulpen ist, dass sie auf beiden Seiten ein unterschiedliches Muster haben. Das würde wohl besser herauskommen, wenn die Farben stärker kontrastieren würden. Trotzdem gefallen sie mir.


Dieses Projekt verblogge ich beim Handmade on Tuesday. Liebe Grüße aus Frankfurt, Anja

Montag, 13. Februar 2017

Aran stricken - Na Craga

Letzten Herbst habe ich mir dieses Buch gekauft. Angetan hat es mir vor allem der wunderschöne Pullover St. Brigid. Der ist kein Einsteigermodell, deshalb habe ich erstmal eines der einfacheren Modelle gestrickt: Na Craga, sozusagen das Anfängermodell im Buch und um mal wieder ins Zopfmuster stricken reinzukommen. Im Übrigen meine erste große englischsprachige Anleitung. Zu Weihnachten habe ich mir Drops Lima schenken lassen, in einem kombinationsfreudigen, neutralen Schwarz. St. Brigid wird in petrol gestrickt (die Wolle ist auch schon da), damit das Muster noch besser herauskommt.


Ich habe noch nie so lange an einem Teil gestrickt, habe gleich nach Neujahr angefangen, war mehrmals mit der Bahn unterwegs, kam aber dennoch nur langsam voran. Anfangs brauchte es bis ich das Muster intus hatte. Irgendwann klappte es dann ohne Anleitung, meistens. Ganz unten sieht man, dass mir Fehler passiert sind. Heute habe ich die letzten Fäden vernäht. Der Pullover ist unter dem Ärmel ein bisschen zu weit, aber das habe ich erst gemerkt als ich schon gut 20 cm gestrickt hatte, da wollte ich nicht mehr neu starten. Habe stattdessen hinten schmaler gestrickt. Die Ärmel sind länger als im Original, außerdem habe ich den Hals enger gestrickt (etliche englischesprachige Blogger verweisen auf einen zu großen Halsausschnitt) und einen richtigen Rollkragen gemacht. Darin fühle ich mich wohler. Klassische Aranpullover haben eine an den Ärmel angestrickte Schulterpasse, insofern hatte ich einiges zusammen zu nähen. Die Mühe hat sich gelohnt. Gebraucht habe ich fast 750 g Drops Lima, gestrickt mit Nadelstärke 4 ist der Pullover ca. eine Größe kleiner als die kleinste Größe im Buch (das ergab sich so, weil ich keine Originalwolle von Alice Starmore verwendet habe).


Der Pullover ist für kalte bis sehr kalte Tage, werde ihn wohl in dieser Saison nicht mehr so oft anziehen können, aber manchmal kommt ja im März noch eine Kälteperiode. Aber ich freue mich, ihn nächsten Winter oft zu tragen. Mit St. Brigid fange ich im Spätsommer an, damit ich ihn rechtzeitig für den nächsten Winter fertig habe.


Da ich derzeit das Tücherstrickbuch von Marisa aus der Bibliothek hier liegen habe, erinnere ich mich an die Aktion "Auf den Maschen" und da verblogge ich diesen Post.

Lieben Gruß aus Frankfurt, Anja