Donnerstag, 24. Mai 2018

Mon Cours de Style - Robe en Jersey Julieta - 12xMe Made im Mai

Am Monatsanfang gehörte die Robe von Julieta aus meinem neuen französischen Nähbuch zu meinen Plänen bei Chrissy. Das Jerseykleid war ein Spaziergang, nur 2 Schnittteile, 3 Streifen, ich brauchte 4, weil ich einen falsch zugeschnitten habe, 4 Nähte, 3 Gummibänder zum einziehen. Sämtliche Kanten bleiben au bord francais, also unversäubert. An sich ist das nicht meins, aber ich finde, hier passt es und der French Terry franst auch nicht aus. Die Silhouette ist ungewöhnlich, aber sehr spannend. Das zweite Projekt aus diesem Buch ist genauso schnell fertig wie die Pantalon Wrap, ich bin begeistert. Diesmal gibt es am Schnittmuster nichts zu mäkeln. Das Kleid ist im Sommer und im Winter mit Rolli tragbar, Die Farbe ist auf den Fotos dunkler als in echt. Es handelt sich um ein dunkles Rot, heller als Weinrot.


Hier ein Blick ins Buch, man sieht das Innenleben des Kleides, die Grafiken sind übersichtlich und  die Schnitte sind auch mit rudimentären Französischkenntnissen umzusetzen. Das Abpausen ist etwas schwierig, denn auf den beiden Bögen gibt es blaue und schwarze Linien, die leicht ineinander übergehen. Ich finde den Bogen, obwohl nicht so stark bedruckt, unübersichtlicher als Burda.


Hier die eingezogenen Gummibänder, es gibt 2 seitliche, eins vorne und ich habe versehentlich noch eins hinten eingenäht (was dem unübersichtlichen Schnittmusterbogen geschuldet ist, stört aber bei dem Schnitt nicht).




Ungewöhnlich ist die überschnittene Seite. Der Saum ist diagonal geschnitten, die längere Seite ist gegenüber von der überschnittenen Rückseite. Da mein Stoff fast 1,60 m breit lag, brauchte ich 1,30 m, es blieben minikleine Fitzelreste übrig, am Rand etwa 10 - 15 cm auf der gesamten Länge. Die Abpaus-, Zuschnitt- und Nähzeit betrug insgesamt höchstens 2 Stunden.

Viele Grüße und Adieu

Anja

Ich schließe meinen Blog ....

Auch ich habe beschlossen, meinen Blog zu schließen. Ich habe einfach keine Lust, mich privat mit irgendwelchen Datenrichtlinien zu beschaffen, ich will nähen, ich will mich austauschen, inspirieren lassen und selbst inspirieren.

Ich blogge seit vielen Jahren. Alles fing an mit Tischdecken, Kissen, Handytaschen, Eierwärmern, vielen Kindersachen für eine Tochter, die mittlerweile im Teenageralter ist. Anfangs habe ich noch Tutorials geschrieben, mich an englischsprachigen Blogs orientiert. Dann habe ich Link Parties besucht. Irgendwann kamen Kleidungsstücke für mich dazu, vor einigen Monaten habe ich den Blog aufgeräumt, alte Leselisten gelöscht, neue ergänzt, das Design ein bisschen verändert, den Mischmasch (12 von 12, Rezepte) rausgeschmissen,.

Ich habe an wenigen Sew Alongs teilgenommen, selten bei Rums, oft beim Me Made Mittwoch verlinkt, an zwei Bloggertreffen teilgenommen, eins organisiert, mich im Laufe der Jahre mit einer Handvoll Nähbloggern getroffen, besonders viele Tipps für das Nähen und den Stoffkauf mitgenommen. Manchmal auch für Schnittmuster, aber da habe ich genug und die konstruiere ich immer noch gerne selbst.

Die Blogs haben sich verändert, bessere Fotos, professioneller, oft ist aus einem Privatblog ein Business entstanden. Manche Nähblogs ähneln Modeblogs. Nicht die Beschreibung steht im Vordergrund, nicht die Details, sondern das ganze Drumrum, Fotostrecken usw. Das finde ich oft langweilig, denn wenn ich auf einem Bild eine Bluse gut erkenne, reicht mir das, ich brauche nicht mal das Gesicht dazu. Aber gerne Details und die Rückansicht.

Und am unerträglichsten ist die zugeschaltete, die benannte und die verkappte Werbung. Da geht es um Vermarktung, das ist legitim, aber das will ich nicht lesen. Und das wird leider immer mehr.

Deshalb ist hier - ich lade noch den fast fertigen Post von der Robe Julieta hoch -  erstmal Schluss. Nach einer längeren Phase des Hin- und Herzögerns.

Vielleicht irgendwann irgendwo anders einmal, viele Grüße aus dem Nordend, Anja

Dienstag, 22. Mai 2018

TipTop - Ausschnittbelege ergänzen - Tutorial

Dieser Blogpost erscheint als Gastbeitrag bei Crafteln. Der Vollständigkeit halber, stelle ich ihn auch hier online.

Das TipTop von letzter Woche ist ein schlichtes Basic Oberteil, das einem Oberteilgrundschnitt nahe kommt.

Der Nähprozess ist sehr einfach gehalten, von daher werden die Säume jeweils nur umgeklappt. Das gefällt mir am Ausschnitt nicht, weswegen ich in meiner Version hinten und vorne einen Ausschnittbeleg ergänzt habe. Zum einen habe ich dann keine Naht am Ausschnitt, zum anderen ist der Ausschnitt verstärkt und liegt besser, sieht besser aus.

Und zwar geht das folgendermaßen:

Ich habe 2 (oder 3, aber eigentlich kann man den hinteren Beleg in einem zuschneiden und muss ihn nicht an der mittleren Rückennaht teilen, also 2) zusätzliche Teile aus meinem Stoff zugeschnitten. Weitere 2 Teile habe ich aus aufbügelbarer Vlieseline (die in etwa die Stärke meines Stoffes hat) zugeschnitten. Die Schnittteile ergeben sich (in der Skizze unten in Rot) aus den Schnittteilen des TipTop.


Unten die Schnittteile des TipTop, die Schnittteile und die Belege sind rot markiert, sie können hinten zusammen im Stoffbruch zugeschnitten werden.



Zusätzlich werden die grünen Schnittteile aus Vlieseline zugeschnitten. Dabei lasse ich an allen Rändern einen kleinen Rand. Die Vlieseline wird dann auf die beiden Stoffteile auf die linke Seite (im folgenden Belege) aufgebügelt. Dabei drückt man das Bügeleisen auf die Teile und schiebt es nicht hin und her. Anschließend müssen die bebügelten Belege erkalten.

Wenn das TipTop fast fertig ist (also laut Anleitung an der Stelle, wo ich den Ausschnitt säumen soll), nähe ich mein hinteres und mein vorderes Belegteil an den Schulternähten rechts auf rechts zusammen und bügele diese Naht auseinander.

Beim Beleg wird viel gebügelt und meines Erachtens hängt es vom sehr ordentlichen Bügeln ab, ob der Beleg hinterher schön innen bleibt und nicht nach außen klappt. Auch wenn ich Bügeln nicht sehr liebe, richtig ist: Gut gebügelt ist halb genäht!

Der zusammen genähte Beleg wird jetzt rechts auf rechts auf den (laut Anleitung vorher mit einer Stütznaht versehenen) Ausschnitt gesteckt, erst an der Schulter, dann zu den Mitten hin, wenn es nicht ganz passt, schiebt man die Kanten so, dass es passt. Ganz notfalls (dann hat man die Stücke wahrscheinlich nicht gut vom Schnitt abgepaust und nicht identisch zugeschnitten) schneidet man noch ein bisschen an Beleg oder Ausschnittkante ab, damit es passt. Mit kurzer Stichlänge näht man den Beleg rund herum auf den Ausschnitt.

Nun kürzt man die Nahtzugabe (nicht den Beleg), alternativ / zusätzlich kann man die Rundung mit kleinen Schnitten einschneiden, damit sie sich später gut legt. Dieser Arbeitsschritt kann ein wenig fummelig sein, je nachdem, wie dünn der Stoff ist, daher muss man aufpassen, nicht in den Stoff zu schneiden.

Nahtzugabe und Beleg werden jetzt zusammen vom Oberteil zur Ausschnittmitte hin gebügelt.

Dann wird der Beleg auf der Nahtzugabe knapp neben der vorhandenen Naht festgesteppt (dies nennt man Untersteppen), am besten von links, damit man die Nahtzugabe immer gut im Blick hat. Dies wird gemacht, damit der Beleg später schön nach innen fällt.

Zuletzt wird der Beleg nach innen gewendet und gut gebügelt. Die Nahtlinie liegt dabei eher innen als außen, damit sie nicht von außen zu sehen ist.

Und von der rechten Vorderseite das fertige Shirt:



Es gibt im Netz auch Fotoanleitungen und Videos zu dem Thema.

Meldet euch gerne bei Fragen.

Gruß aus Frankfurt

Anja




Freitag, 18. Mai 2018

Abenteuer Polyester-Satin

Kürzlich war es so heiß und ich hatte riesige Lust, ein sehr luftiges Kleid für sehr heiße Tage zu nähen. Stoff war da, vor langer Zeit als Rest bei Stoff und Stil in Köln gekauft. Ein sehr flutschiges Polyestergewebe, sehr dünn, aber ein traumhaftes Muster, tolle Farbe. Und sehr passend zu meinem neuen Portemonnaie (aus dem Pattydoo Taschen Nähbuch) aus einem Kunstlederrest der goldenen Heldinnentasche.


Mir kam die Idee, den Oberteilgrundschnitt einfach nach unten zu verlängern, ein wenig in Trapezform, dabei den Saum hinten und vorne gegengleich gerundet. Dazu Ärmel, die auch nach unten weiter werden, soviel wie der Stoff hergibt (es waren 1,5 m minus eine abgeschnittene Ecke). Schnittmuster mit möglichst wenig Nähten gezeichnet, Stoff zugeschnitten, Brustabnäher genäht. Uff, das zog Fäden, ging so gar nicht.

Dann habe ich recherchiert und auf einem Probestück mit stärkerem Fußdruck genäht, schon besser. Aber noch besser war es, als ich am nächsten Tag die Universalnadel gegen eine Microtexnadel ausgetauscht habe und das Garn gegen sehr dünnes Kunstfasergarn ausgewechselt habe. Außerdem habe ich die Stichplatte ausgetauscht, die Geradstichplatte habe ich noch nie verwendet, aber es schien mir logisch, dass dann kein Stoff mehr nach unten eingezogen werden kann. Die nächste Probenaht sah super aus. Das ganze Kleid wurde mit französischen Nähten versehen, das ist am Ärmeleinsatz leider etwas wulstig geraten, die Säume habe ich mit dem Rollsaumfuß genäht, den Beleg mit Hand innen befestigt. Mit dem nähtechnischen Ergebnis bin ich recht zufrieden. Nicht zufrieden bin ich mit der vorderen Länge des Kleides, definitiv zu kurz. Das geht eher als Tunika durch, deswegen werde ich es wohl eher mit Leggings wie unten tragen.




Viele Grüße aus Frankfurt, Anja

Mittwoch, 16. Mai 2018

Mon Cours de Style - Pantalon Wrap

Das Buch , aus dem dieser Schnitt stammt, habe ich Anfang des Monats bereits erwähnt, es sind viele tolle,  ungewöhnliche, spezielle Nähprojekte enthalten. Die Pantalon Wrap hat mir von Anfang gut gefallen, allerdings hatte ich nicht genug Stoff in ausreichender Menge und habe im Lagerverkauf kürzlich auch nichts Passendes gefunden. Man benötigt die doppelte Beinlänge, weil das Bein sehr weit geschnitten ist, also gute 2,40 m.


Als ich am Feiertag mit der Tochter eine Reise gemacht habe und wir am Ende des Tages noch einige Stoffgeschäfte aufgesucht haben (weil ich mir Stoff aussuchen wollte), ist die Tochter prompt auf ein grün-weißes Vichy-ähnliches-Karo zugesteuert, sehr dünne Qualität, ein Coupon von 3 m Länge für nur 10 Euro. Für einen Jumpsuit, hmm. Nun ja, erstmal haben wir den Stoff gekauft, aber mir schien so ein Jumpsuit könnte doch ganz in Karo sehr nach Pyjama aussehen. Also habe ich sie von der Lösung Hose und  Bluse überzeugt. "Dann aber bitte eine weite Hose, so wie sie jetzt modern sind", also sozusagen eine Pyjamahose.

Um sie vom Schnittmuster der Pantalon Wrap zu überzeugen brauchte ich nicht lange, das Buch ist insgesamt jugendlich aufgemacht. Schnitt abgepaust, sehr schnell genäht und dann: oben fehlten wirklich gut 10 cm bis zur Taille, klar, theoretisch hätte ich den Bindegürtel wieder abtrennen können und oben dran setzen können, Stoff zum oben dran setzen hätte ich auch noch gehabt, aber der dünne Stoff ließ sich nicht gut auftrennen.

Wir haben dann nur den Gürtel nach oben geklapppt statt nach unten, nur die Schlaufe abgetrennt (was bereits einige Löcher hinterlassen hat) und einen statt zwei Druckknöpfe mittig angenäht. Eigentlich definieren die Druckknöpfe die Falten, die es nicht mehr gibt, weil die Hose auf der Hüfte statt in der Taille sitzt.


Immerhin weiß ich, was ich beachten muss, wenn ich mir eine derartige Hose nähe, was ich ganz sicher noch machen werde. Die Weite ist atemberaubend, ein echter Hingucker. Und mit den Falten wäre es nochmal so schön.

Viele Grüße

Anja

Freitag, 11. Mai 2018

Alles TipTop, das neue Oberteil aus dem Schnittmusterkiosk Crafteln

Sehr kurzfristig und sehr spontan habe ich mich entschieden zwischendurch das TipTop  http://shop.crafteln.de/produkt/tiptop/ von Crafteln Probe zu nähen.

Es handelt sich um ein schlichtes, dennoch wirkungsvolles und blitzschnell genähtes Oberteil. Aus meiner Sicht eher Bluse als Top. Aber das hängt damit zusammen,dass ich die Version mit Brust- und Taillenabnähern genäht habe. Die Anleitung war bereits fertig, sie inkludiert ein sehr stimmiges Anpassungstutorial. Das ist für mich nicht neu, ich passe jedes Oberteil an - und zwar lege ich die Brustabnäher immer tiefer, hole damit u. a. ein bisschen Länge heraus und verlängere unten nochmal gute 2 cm. Die Ärmel sind angeschnitten, die Armlöcher sind für mich ein bisschen eng, beim nächsten TipTop würde ich sie um 1 bis 1,5 cm vergrößern, das ist bei dem Schnitt ohne Ärmel jedoch kein Hexenwerk.

Den Stoff und die Applikationen (Patches) hat Pepelinchen gesponsert. Vichykaro, kommt das wieder in Mode? Erst war ich skeptisch, aber einem "geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul". Als die Bluse fertig war, habe ich jedoch festgestellt, dass sich das schlichte Vichykaro mit sehr vielen meiner Kleidungsstücke kombinieren lässt, es geht auch gut zu gemusterten Röcken, erst habe ich Tupfen probiert, später auch wildere Muster, die die gleiche Farbe enthalten. Aus der Entfernung wirken die kleinen Karos fast wie ein Pastellton.

Hier Fotos noch ohne Patch, dafür mit Heldinnentasche in petrolfarbenem Kunstleder:




Und ein Blick auf Ambiente und Gesamtoutfit:


Der Basisschnitt lädt zum Verändern ein, eigentlich ist es ein klassisches Etuikleid, wenn man den Schnitt verlängert natürlich. Dann könnte man diverse Ausschnittformen vorn oder hinten schneiden, Kragen konstruieren, sogar eine Knopfleiste vorn oder hinten ergänzen .... es gibt unendlich viele Möglichkeiten das TipTop zu individualisieren. Dazu sind im Schnitt keine Hinweise, aber die Konstruktion macht ja Spaß und daran kann man sich weiter entwickeln.

Der Stoff ist sommerlich dünn, durchgewebt, erinnert an ein klassisches Karo der Westfalenstoffe, also auch griffig, angenehm zu vernähen. Im Schnitt soll man den Ausschnittsaum nur umklappen, das wäre mir mit dem Stoff gewagt erschienen, ich habe einen Beleg zugeschnitten (wie ich das gemacht habe, zeige ich im nächsten Post) und diesen mit dünner Vlieseline verstärkt.

Bis zum 24.5. gibt es bei Pepelinchen bei Bestellungen im Wert von mehr als 30 Euro die Applikation gratis (solange Vorrat da ist). Ich habe sie nur provisorisch auf meinem TipTop befestigt, weil das die Variationsmöglichkeiten einschränkt. Aber mit schlichten Röcken oder Jeans peppt sowas natürlich eine Bluse ungemein auf.

Hier 2 Möglichkeiten, die Applikation aufzusetzen:



Und hier viele Kombinationsmöglichkeiten, wie ihr seht, Nähen lohnt sich, für geübte Schneider eine Stunde Arbeit mit weniger als einem Meter Stoff. Die Materialkosten der fertigen Bluse liegen bei etwa 5 Euro.




Das TipTop  https://mailchi.mp/6b9638b7cada/tiptop ist ein Geschenk von Meike und kann bis zum 24.5. gegen Newsletteranmeldung gratis herunter geladen werden. In 12 Größen, da ist für jede was dabei. Danach kostet es.

Viele Grüße

Anja

Donnerstag, 3. Mai 2018

12xmemade im Mai

Nachdem ich im April sehr planlos war, bin ich diesen Monat so voller Pläne, dass ziemlich sicher ist, dass ich nicht alles schaffen werde. Und eigentlich hätte ich noch einen dritten Plan, aber dafür habe ich bisher keinen Stoff gefunden. Das kann sich allerdings am 11. Mai ändern, denn dann plane ich einen Kurztrip nach Paris (von Frankfurt kann man das ja mit dem ICE mittlerweile in einer gemütlichen Tagesreise machen, und da die Tocher noch nie da war, kommt sie mit, und weil es der Tochter nur mit der Mutter langweilig wäre, nimmt sie noch eine Freundin mit). Ich werde also die beiden Girlies am Ende des Tage auf die Butte de Montmartre schicken und unten Stoffe shoppen bevor es wieder zum Gare de l'Est geht). Dies jedoch nur am Rande.

Hier meine Pläne: ein Jerseykleid aus einem französischen Nähbuch mit sehr extravaganten Schnitten, das ich vor 2 Jahren auf der Buchmesse entdeckt habe und erst jetzt gekauft habe. Den roten, recht festen Jersey habe ich vom Stoffmarkt Holland von vor einer Woche. Meine persönliche Challenge in diesem Fall: die Farbe Rot, ein gemäßigtes dunkles Rot. Ansonsten harmoniert es nicht mit meiner Gesichtsfarbe.


Letztes Wochenende war ich in Ostwestfalen und wie das immer in Ostwestfalen so ist, nehme ich Stoffe auf der Durchreise mit. Diesmal war ich im Annette Görtz Fabrikverkauf, zum Glück nur 10 min. vom Bahnhof Rheda-Wiedenbrück entfernt. Also, wenn man zwischen Dortmund und Berlin unterwegs ist, lohnt es sich in Hamm auf den Regionalexpress zu wechseln und in Bielefeld nach zwei Stoffstopovern wieder in den ICE einzusteigen. Auch in Gütersloh gibt es den Marc Aurel Stoffverkauf, 20 - 25 min. vom Bahnhof entfernt. Da der Regionalexpress jede Stunde fährt, muss man nicht viel Nachdenken beim Fahrplan. In Rheda war auch noch ein anderes Stoffgeschäft direkt am Bahnhof, in dem ich mir die Wartezeit vertrieben habe. Ich staune immer wieder über die Menge an Stoffgeschäften in der Provinz. Aber dafür gibt es dort nirgends Chai Latte oder gescheiten Milchkaffee. Aber ich schweife schon wieder ab.

Gekauft habe ich bei Annette Görtz mehrere Stoffe, die alle eine außergewöhnlich angenehme Haptik hatten, aus einem dieser Stoffe kann ich entweder ein Kleid nähen, von dem ich mittlerweile nicht mehr so angetan bin (zuviele Volants überall in der Stadt, auch gestern beim MMM, wenn ich nähe, will ich ja was nähen, was nicht alle haben. Obwohl ich planvoll genau die benötigte Menge gekauft habe), oder eine Bluse und noch eine Bluse, dafür dürften die 2,5 m auch reichen. Aber was soll ich mit zwei Blusen aus gleichem Stoff? Was meint ihr? Das  Kleid ist aus Fashion Style, die Blusen aus LMB bzw. dem o.g. Buch.



Um einen Eindruck vom Stoff zu bekommen, schaut euch dieses Kleid an, es ist nämlich genau der gleiche Stoff, zufällig.

Vorgewaschen sind die Stoffe, kopiert ist noch keiner der Schnitte.

Und nun ist noch ein geheimes Schnellprojekt dazwischen gekommen, das ich als erstes nähe. Ups. Dann geht es weiter mit dem Jerseykleid.

Verlinkt bei Chrissy.

Viele Grüße, Anja

Mittwoch, 2. Mai 2018

Me Made Mittwoch im Mai

Es ist schon wieder Mai, es ist kälter als im April und ich habe mich entschieden, heute erstmalig, das kurzärmliche redesignte Oberhemd meines Mannes zu tragen. Dazu die Jeans aus LMB, die nach jedem Waschen enger wird (es kann ja hoffentlich nicht sein, dass ich immer breiter werde) und dann nach einigen Stunden wieder gut tragbar ist.

Am Hemd habe ich - genau wie hier - Manschetten und Kragen großzügig abgeschnitten, die Seitennähte etwas verengt und die Seite etwas "höher" gelegt, um eine geschwungene Form zu erhalten. Aber das auffälligste sind sicherlich die planlos (oder ein bisschen planvoll) gelegten Falten vorn und hinten, die der Bluse eine bauschige Wirkung geben. Ich bin sehr begeistert. Evtl. tausche ich die Knöpfe noch aus, die sehen sehr nach Herrenhemd aus.



Ein weiteres weißes Oberhemd habe ich ebenfalls verändert. Allerdings etwas umfassender. Knopfleiste nach hinten, vorne gefaltet, Brustabnäher, aus den Ärmeln (ohne Manschetten) einen Kragen geformt. Ein Hingucker sind die plastisch wirkenden Ärmel. Auch diese Bluse gefällt mir sehr gut. Für heute etwas zu kühl, aber es kommen noch heiße Tage.

Ich kann nur sagen, schmeißt die alten Oberhemden nicht einfach weg, sondern verwertet sie. Meist sind die Kragenecken und die Manschetten verschlissen, der Reststoff lässt sich noch prima verwerten, auch färben, denn immer weiß ist ja langweilig. Die Ideen entstammen beide diesem tollen ReDesign Buch. Das Buch ist alles in allem jeden Cent wert, denn es ist voller super Ideen.


Später stöbere auch ich im Me Made Mittwoch Blog, auf den ich mich wieder sehr gefreut habe.

Viele Grüße aus Frankfurt, Anja