Freitag, 30. September 2011

Ein Fall für zwei Opern

Ja, genau an zwei Opernhäusern war ich heute Vormittag schon - für mich ist auch klar, welches die Oper ist und was hinter der anderen Oper steht (da gibt es in der Regel nur Konzerte). Aber unserer Klassenlehrerin war das offensichtlich nicht ganz klar. So ist die Klasse 3 b in sehr flotten Tempo in 15 Minuten von der Schule zur Alten Oper gelaufen (es war also nicht schlimm, dass ich auf meinen Freitagssport verzichtet habe, um den Schulausflug zu begleiten). Dort haben wir festgestellt, dass wir falsch sind, denn am Bühneneingang wartete niemand auf uns. Da wir sowieso schon spät dran waren, ging es in noch flotterem Tempo (15 Minuten, teilweise Jogging) weiter zur Oper der Städtischen Bühnen. Da stand auch das Musikmobil und die nette Dame, die mit uns viele Streich- und Blasinstrumente ausprobieren und uns in den Orchestergraben führen wollte. Es war eine hochinteressante Veranstaltung (was man als Eltern alles lernen und ausprobieren darf, einfach toll). Zurück liefen wir dann den direkt quer durch die Innenstadt in gemäßigtem Tempo, nur schrecklich heiß war es geworden. Das alles ohne Wasser, welches ich zum Sport üblicherweise mitnehme, und zum Fotografieren blieb bei dem Tempo auch keine Zeit.

Heute Abend gibt es, weil eben doch noch Sommer ist, Gazpacho: eine rote, eine grüne Paprikaschote, 1 Zwiebel, mindestens 1 Knoblauchzehe, 3 - 4 Tomaten, 1/2 Salatgurke mit der Küchenmaschine zerhäkseln, 3 EL Olivenöl, 2 - 3 EL Weißweinessig,Salz, Pfeffer und ca. 1/2 l Tomatensaft dazu. Kühlschrankkalt genießen. Buen aprovecho y besitos, Anja

Donnerstag, 29. September 2011

Knuffeliges Knuffelpferd

Aber vorher möchte ich die neuen LeserInnen (Leserinnen passt in diesem Fall auch) begrüßen, die mich über den Me Made Mittwoch finden. Ich schaue mir auch eure Blogs immer wieder an. Fast jeden Tag entdecke ich einen neuen tollen Blog, den ich quer lese. Ich gehöre nicht zu denen, die es schaffen, viele Blogs zu verfolgen, lieber schaue ich mal hier und mal da. Deswegen räume ich auch meine Leseliste ab und zu auf.

Doch nun zum kreativen Teil dieses Posts: Lange versprochen - endlich genäht! Schnitt und Anleitung von der Farbenmix CD. Proudly presents: Tilly


Mit ihrer Knuffelpferdfreundin Montana (beide gibt es in echt in unserem ehemaligen Reitstall) begrüßt sie die anderen (Groß-) Pferde in unserer Wohnung (es gibt noch gefühlte 50 Schleich-, Playmobil-, Lego- und sonstige Kleinpferde):


Viele Grüße, Anja

Mittwoch, 28. September 2011

Me made Mittwoch Nr. 2

Nachdem es letzte Woche so warm wurde, ziehe ich mich heute etwas luftiger an (Leggings und Fleecejacke kommen erstmal noch drüber). Das Kleid ist nach dem gleichen Schnitt wie letzte Woche genäht (der Rockteil nach diesem Grundschnitt). Etwas enger, etwas länger, etwas weitere Ausschnitte und hinten (wegen Hohlkreuz) ein Querabnäher, der im Muster kaum auffällt. Den Stoff gab es letztes Jahr sehr günstig im Summer Sale des finnischen Ladens um die Ecke.


Ich war letzte Woche regelrecht überwältigt von der Anzahl der Besucher meines Blogs und habe selbst stundenlang am Laptop gesessen. Da muss ich mich ein wenig disziplinieren. Es ist schön die vielen Beiträge von Catherine und den Anderen anzuschauen, gleichzeitig rennt die Zeit davon. Gruß, Anja

Dienstag, 27. September 2011

Grundschnitt für einen Rock nach Maß

Ich habe beim letzten Me Made Mittwoch erwähnt, dass ich einen Kurs zum Erstellen von Schnitten besucht habe. Seitdem nähe ich nur noch nach Maß (Burda und Ottobre saßen eher schlecht). Das Gute an diesen Grundschnitten ist, dass sie einfach zu nähen und daher für Nähanfänger wie mich ideal sind. Wenn man bedenkt, dass ich vor einem Jahr noch nie von einem nahtverdeckten Reißverschluss gehört habe und eine "Kurskollegin" meinte, ein Nähkurs wäre bestimmt hilfreich für mich. Inzwischen habe ich mich durch Reißverschlüsse und Belege durchgewuschtelt und perfekt muss das Ergebnis auch nicht sein.

Der hier vorgestellte Grundschnitt kann fertig (mit ein paar Teilungsnähten) z. B. so aussehen:




Falls ihr Verständnisschwierigkeiten mit der Anleitung habt, kontaktiert mich gerne. Ich freue mich auch über Rückmeldungen / Verbesserungsideen, die ich dann einpflegen werde. Viel Spaß beim Schnitt erstellen (und späteren Nähen)!

Um einen Schnitt zu erstellen, braucht man:

Packpapier (ich habe noch Flip Chart Papier, das geht auch, auf jeden Fall festes Papier), Kreppklebeband, Papierschere, Maßband, Schneiderdreieck und Bogenlineal (Geodreieck, langes Lineal und Freihand geht auch), Bleistift, Buntstifte, Radiergummi, manchmal auch einen Taschenrechner, für den Rock reicht der Kopf.





Dann wird auf der Unterwäsche Maß genommen: 

Und zwar die Taillenweite (die Taille ist die schmalste Stelle am Oberkörper deutlich oberhalb des Bauchnabels); die Hüftweite (breiteste Stelle), die Hüfttiefe, das ist der Abstand zwischen Taille und Hüfte (dafür ist es hilfreich, wenn man 2 Maßbänder hat und eins in das andere einhängen geht) und letztendlich die gewünschte Rocklänge (ab der Taille, nicht von einem anderen Rock übernehmen).

Beispielmaße: TW: 86; HT 22; HW 110; RL 58








Nun zeichnen wir auf dem Packpapier in der
Nähe des rechten Rands eine lange gerade Senkrechte. Etwas unterhalb des oberen Rands zeichnen wir exakt im rechten Winkel an die Senkrechte eine Waagerechte.

Von dem oberen Punkt tragen wir auf der rechten Senkrechten die Hüfttiefe (im Beispiel 22 cm) nach unten ab und zeichnen wieder eine Linie im rechten Winkel waagerecht nach links.

Ebenso tragen wir die Rocklänge ab und zeichnen eine waagerechte Linie im rechten Winkel (im Beispiel 58 cm, vom oberen rechten Winkel gemessen).









Die rechte Hälfte des Papiers sieht jetzt so aus:



















Als nächstes wird auf der rechtwinklig
auf Höhe der Hüfttiefe gezeichneten Waagerechten die halbe Hüftweite (+ ca. 1 cm Mehrweite) abgetragen (im Beispiel 56 cm). Diese Strecke wird wiederrum halbiert (28 cm). An beiden Markierungspunkten zeichnen wir rechtwinklige Senkrechten nach oben und unten.









Rechts haben wir jetzt die hintere Mitte, links
die vordere Mitte und in der Mitte die Seite des späteren Rocks. Die mittlere Linie ziehen wir 1 cm nach oben über den oberen Rand hinaus. Mit einem Bogenlineal (oder Freihand) werden von diesem Punkt gebogene Linien gezogen, die schön in die obere Waagerechte einlaufen.

Aus der Differenz zwischen 1/2 Hüftweite (+ 1 cm Mehrweite = 56) und 1/2 Taillenweite (+ 1 cm Mehrweite = 44) ergibt sich der Gesamtwert für die Abnäher bzw. den Hüftbogen.

Dieser Wert (im Beispiel 12 cm) wird verteilt auf Seite (hier fast die Hälfte, ich nehme 6 cm, also je 3 cm rechts und 3 cm links von der erhöhten Seitenmittellinie), vorne und hinten (bei mir 2 x je 3 cm, jede Seite je 1,5 cm). Maximal sollten für die Abnäher 4 cm genommen werden, sonst wird es zu wulstig. Also bei größeren Werten den Hüftbogen gebogener zeichnen.

An der Seite (also auf der mittleren Linie) wird eine schönere Bogenlinie als bei mir auf der Höhe der Hüfttiefe in die Senkrechte einlaufend gezeichnet.

Weiter geht es mit den Abnähern: Der hintere liegt auf der Hälfte der neu vermessenen Strecke zwischen oberem Hüftbogenrand und der oberen hinteren Mitte. Der vordere liegt 7 cm von dem linken oberen Hüftbogenrand entfernt. Die Tiefe ist vorgegeben: hinten 15 cm, vorne 10 cm. Beide Abnäher werden schön gebogen einlaufend gezeichnet.




Im nächsten Schritt wird ausgeschnitten: Rockvorder- und -hinterteil sowie die Stellen, wo die Abnäher markiert sind:


Dieser Schnitt ergibt einen Bleistiftrock, wenn man Abnäher näht und oben noch kürzt (denn im Moment geht der Schnitt ja bis zur Taille. Je nachdem wie tief er sitzen soll, wird parallel zum oberen Rand eine Linie gezogen (üblich sind ca. 6 cm, aber der eine mag es hüftiger, der andere weniger hüftig).

Man kann diesen Grundschnitt an der Hüftlinie durchschneiden, oben wie gehabt Taille kürzer machen, Abnäher nähen und anhand von zwei neuen Schnittteilen Falten, Kellerfalten, Kräusel oder ähnliches einarbeiten (dazu die unteren Schnittteile entsprechend verbreitern). Siehe Bild:


Ich möchte mir demnächst allerdings einen ganz
schlichten Rock nähen. (Dafür klebe ich erstmal wieder die Teile, die ich vorher abgeschnitten habe, an den Grundschnitt). Den Schnitt bekomme ich, indem ich senkrecht von unten auf der Höhe der Abnäher bis ganz kurz vor dem Abnähereinschnitt einschneide. Dann schiebe ich die Abnäher oben so zusammen, dass unten Weite entsteht. Ich habe unten ein großes offenes Dreieck, der Abnäher ist jetzt geschlossen. Mit der Weite kann gespielt werden: durch neue Einschnitte an anderen Stellen gestalte ich den Rock weiter, durch weniger Zusammenschieben oben (und Nähen von kleineren Abnähern) bekomme ich einen engeren Rock.







Dann klebe ich die Abnäher oben zusammen (der Abnäher wird sozusagen in die Rockweite verlegt). Schneide an der Taille noch die überflüssige Höhe ab (bei mir 4 - 6 cm, je nachdem, wo der Rock sitzen soll, aber ganz in der Taille soll er nicht sitzen). Klebe die offenen Dreiecke unten zu und fertig ist der Schnitt: Ein Vorderteil, das im Stoffbruch zugeschnitten wird und ein Hinterteil, das ich 2 x zuschneide und in das hinten mittig der nahtverdeckte Reißverschluss eingesetzt wird. Belege zuschneiden, nähen, säumen.


Es gibt Sinn, den einmal erstellten Grundschnitt (Bleistiftrock) aufzubewahren und mit dem Rädchen zu kopieren und erst dann zurechtzuschneiden. Dann erübrigt sich das Messen und Rechnen beim nächsten Rock (es sei denn, die Maße veränden sich).

Viel Spaß beim Zeichnen, Schneiden und Kleben, lieben Gruß, Anja

Montag, 26. September 2011

Spülschwämme aufgehübscht

Als ich heute Morgen beim Discounter einkaufen war, fiel mir wieder ein, dass ich mal irgendwo sowas gesehen habe ....


Schablone gemacht, Spülschwamm entsprechend zurecht geschnitten, Reste zum Dekorieren verwendet, et voilà. Ob das Spülen und Wischen jetzt mehr Spaß macht?

Sonnige Grüße, Anja

Sonntag, 25. September 2011

Stoffmarkt in Frankfurt...

... und ich war bei den heißgeliebten Pferden. Die Karten hatten wir schon gekauft, bevor die Stoffmarkttermine standen. Die Vorführungen waren sehr interessant, auch wenn die Sonne unbarmherzig vom Himmel brannte. Aber besser so als strömender Regen und Eiskälte (so war es wohl vor einer Woche bei der gleichen Aufführung), ....



...dieses Jahr ist terminlich bei mir wirklich der Wurm drin. Der letzte Stoffmarkt war schon in den Sommerferien. Wir radelten durch eine überraschend schöne und auch grüne Gegend, was man diesem Foto, das das landläufige Image dieser Gegend repräsentiert, nicht wirklich entnehmen kann ...



...während des Wiesbadener Stoffmarkts im Frühling waren wir ganz auf dem Land ...



... und Offenbach fällt diesen Herbst aus. Nun denn, eigentlich habe ich auch genug Stoff im Schrank.

Liebe Grüße und eine kreative Woche wünscht euch Anja

Freitag, 23. September 2011

Frankfurt 8.15 Uhr: Ein Fall für Genähtes und Gestricktes

Heute Morgen auf dem Schulweg fotografiert, wenn man genau schaut sind an dem Maßband Jahreszahlen und Bilder der Mode aus dem jeweiligen Jahr. Viel schöner als Graffiti.


Und auch viel schöner als Graffiti ist dies Überbleibsel vom Frühsommer:


Die Schulkinder haben - wenn sie an der Ampel warten mussten - schon ganz schön was aufgeribbelt:


Ich werde jetzt die Herbst- und Wintersachen meiner Tochter vom letzten Jahr "anpassen". Zum Glück habe ich reichlich Ärmel- und Hosensaum eingenäht und bei einigen Röcken / Hosen muss der Gummizug in der Taille verlängert werden.

Ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Anja

Donnerstag, 22. September 2011

Ich liebe Swimmy

denn er ist so nützlich. Ich habe jetzt zwei etwas größere Schwimmbeutel nach der Anleitung von Farbenmix genäht. Beide sind innen mit dem günstigen rot-weißen Wachstuch vom Schweden gefüttert. Einer ist für uns, der andere wird verschenkt, denn im nächsten Halbjahr wird der Sportunterricht komplett durch Schwimmen ersetzt.





Vielen Dank für die netten Kommentare gestern, ich fühle mich noch neu in dieser Blogger Welt und ohne meine "IT-Beraterin", die mir immer wieder tolle Tipps - auch zum Nähen - gibt, hätte ich mich gar nicht verlinken können.

Viele Grüße, Anja

Mittwoch, 21. September 2011

Mein erster Me Made Mittwoch

Seit meinem genialen VHS Kurs zur Erstellung von Schnittmustern nach eigenen Maßen vor etwa einem Jahr habe ich reichlich Röcke genäht. Im Frühjahr buchte ich gleich den Aufbaukurs. Nun kann ich auch Oberteile machen, die wirklich passen. An Hosen habe ich mich noch nicht rangetraut. Es ist ein tolles Gefühl, wenn Schulter, Ärmelloch, Brustabnäher richtig gut und dennoch bequem sitzen.

Nun habe ich aus Rock- und Oberteilgrundschnitt ein schlichtes Kleid für den Herbst genäht, trägt sich auch gut über engen Hosen. Der Stoff lag lange rum, es war ein 98 cm Reststück Hilco Boucle. Ich Schnäppchenjägerin habe ihn günstig gekauft und dann gemerkt, dass das ziemlich wenig ist für die Zwecke, für die er üblicherweise verwendet wird.


Falls jemand im Rhein-Main-Gebiet wohnt, die Kurse "Einfache Schnitte selbst gemacht" von Claudia Frick von Cocolores bei der VHS Frankfurt sind sehr zu empfehlen. Spätsommerlichen Gruß, Anja

P.S. Der Me Made Mittwoch wird organisiert von Catherine. Alle, die noch mitmachen, findet ihr hier.

Dienstag, 20. September 2011

Tischsets - gepatcht und gequiltet

Das klassische Log Cabin Muster von einem der Kissen aus meinem neuen Buch "Quilting in no time" hat mich inspiriert, neue Tischsets zu nähen. Fast zu schade, um sie zu benutzen .....





Jetzt trinke ich erstmal eine Tasse Tee. Sonnige Grüße, Anja

Montag, 19. September 2011

Eine special occasion für das Manhattan special occasion dress

Dieses Kleid habe ich schon vor längerer Zeit für eine spezielle Gelegenheit genäht. Am Wochenende feierten meine Eltern ihre goldene Hochzeit in der Reiterstadt Aachen. Gleich bei der Ankunft am Bahnhof begrüßten uns Pferde.


Diese Aufnahmen sind heute nach dem Waschen / Bügeln entstanden. Ich hoffe, dass das Kleid im nächsten Sommer noch passt, denn es wurde wegen der Farbe rosa selten getragen (obwohl ich kräftig grün beigemischt habe) und hat recht viel Arbeit gemacht. Aber die Arbeit hat Spaß gemacht.



Ich wünsche euch eine schöne Woche, liebe Grüße, Anja

Freitag, 16. September 2011

(K)ein Fall für zwei (Haie), sondern mehr

Seit geraumer Zeit stehen schräg gegenüber 3 Häuser leer. Einige so lange, dass ich nicht mehr weiß, seit wann, das direkt gegenüber seit etwa einem Jahr. Nicht ganz leer, in jedem Haus scheint noch eine Wohnung von einem hartnäckigen Mieter bewohnt zu werden. Der Leerstand ist ein Skandal, wo hier soviele Menschen Wohnungen suchen und jetzt zu Semesterbeginn die Wohnungsnot der Studenten ein Riesenthema ist. Früher wären die Häuser besetzt worden.

Einem Immobilienhai scheint die Luft auszugehen: in einem unrenovierten Haus werden unrenovierte Wohnungen zu einem Preis verkauft, für den ich selbst jetzt, wo es schwierig ist, alternative Anlagen zu finden, überhaupt kein Verständnis habe.

Trotzdem ein schönes Wochenende, Anja

Donnerstag, 15. September 2011

Zwei Boote und mit der Nähmaschine sticken

In meinem Bekanntenkreis gibt es wenig kleine Kinder, für die sich so schön nähen ließe. Immerhin hat mein ehemaliges Au-pair Kind zwei kleine Töchter. Die bekommen demnächst diese Boote, die ich abgewandelt nach dieser Anleitung genäht habe. Thanks for the tutorial, Irina. And thanks for helping me with the blog!!!


Damit die beiden Mädchen wissen, welches Boot wem gehört, sind ihre Namen "draufgemalt". Um mit der Nähmaschine zu sticken, gehe ich nach der Anleitung aus dem "etwas anderen Nähbuch" von Poppy Treffry vor: Stichbreite, Stichlänge auf 0 reduzieren, Füßchen raus (ich kann besser ohne Füßchen sticken, denn wenn der Stopffuß in der Maschine ist, ist mir die Sicht auf den Arbeitsbereich zu eingeschränkt), Füßchendruck auf 0, Transporter absenken und den Stoff stramm in einen Stickrahmen spannen. Dann muss noch die Oberfadenspannung reduziert werden, bei mir von 6 auf 2, also ziemlich viel. Ich habe eine Weile rumprobiert, um die optimale Einstellung zu finden. Und nicht vergessen, den Füßchenhebel runterzustellen - auch wenn kein Füßchen drin ist, sonst ist die Oberfadenspannung nicht o.k.


Lieben Gruß, Anja

Dienstag, 13. September 2011

Eine neue Kosmetiktasche

brauche ich zwar nicht, aber den Reißverschlussrest von der Silverlake Jacke wollte ich verwenden. Ich habe einen Tildaschnitt so vergrößert, dass der Reißverschlussrest genau passt. Ansonsten Stoffreste und innen schlicht rot. Zum ersten Mal habe ich eine Kosmetiktasche mit einer Zwischenschicht aus Fleece gefüllt. Das gibt wirklich viel Stabilität und macht einen wertigen Eindruck. Ähnlich wie bei den Topfuntersetzern mit einer Blume gequiltet.



Viele Grüße, Anja

Montag, 12. September 2011

Tüftelei - Winterhausschuhe

Einige Tage nachdem eine plüschige Jacke fertig war, kam ein Kindermodekatalog ins Haus. Das große Mädchen wünsche sich passend zur Jacke ein paar Hausschuhe (siehe Foto). Stoffreste waren da. Eine Idee, wie es gehen könnte, auch.


Zuerst habe ich für das Sohlenschnittmuster
den Fuß mit einem Stift umfahren. Dann habe
ich das Schuhoberteil konstruiert. Es ist etwa
1 1/2 mal so lang wie die Sohle (auf dem Foto
fehlen gut 10 cm, die ich einfach angeschnitten
habe). Und ca. doppelt so breit wie die Sohle
an der breitesten Stelle. Der Schaft ist recht-
eckig, die Breite und Höhe können nach Wunsch
variieren.

Jedes Teil wird je 2 x mal für Innen- und Außen-
schuh zugeschnitten (dabei linken und rechten Fuß
beachten). Für die Sohle habe ich Wachstuchreste
genommen, damit rutscht die große Tochter nicht
auf dem Boden aus.







Es gibt Sinn, das Schnittmuster nochmal
am Fuß zu überprüfen. Wichtig ist,
den Außenschuh größer als den Innen-
schuh zuzuschneiden (Mehrbreite
ca. 1 - 2 cm).










Zuerst werden die Schuhoberseiten
rechts auf rechts an die Sohlen genäht
(vorher die Schmalseite der Oberseite
passgenau zusammen nähen).

Wenn alle 4 Schuhteile (2 Innen- und
2 Außenschuhe) fertig sind, sieht das
so aus:









Danach werden die Schaftteile an die
Schuhoberteile gesteckt (rechts auf
rechts). Das ist ein bisschen tricky.
Idealerweise sollen die Nähte
aufeinander treffen.

















Nun wird der Schaft an der Seite
zusammen genäht und an die Schuh-
oberseite genäht. Die fertigen
Innenschuhe sehen so aus:















Die Außenschuhe werden auf rechts
gewendet. Die Innenschuhe bleiben
auf links. Innenschuh und Außenschuh
werden links auf links ineinander
gesteckt. Der obere Rand wird nun
nach Bedarf gekürzt, eingeschlagen
und zusammen genäht. Fertig!

Viel Spaß beim Nachnähen und lieben
Gruß, Anja

Samstag, 10. September 2011

Silverlake Windbreaker

Gestern Nachmittag wurde sie fertig. Jetzt habe ich alle Schnitte aus dem tollen Buch Sewing Clothes Kids Love von Sabine Pollehn und Nancy Langdon genäht. Wer hätte das gedacht, als ich vor 1 1/2 Jahren so richtig mit dem Nähen angefangen habe?

Silverlake ist ein wirklich schöner Schnitt, der auch größeren Kindern (und Erwachsenen) noch gut steht. Wahrscheinlich werde ich ihn irgendwann mal vergrößern, um ein weiteres Exemplar zu nähen. Diese Jacke hat bereits Größe 146 / 152.

Außenstoff Taslan von Farbenmix, mit Polarfleece gefüttert und minimal dekoriert. Die hinteren Taschen habe ich weggelassen, das hook-and-loop-tape auch (weil ich nicht wusste, was das ist). Für die Media Player Tasche am Ärmel wäre Klettband (das ist hook-and-loop-tape - wie ich leider erst nach dem Nähen recherchiert habe) eine gute Idee gewesen.

Lieben Gruß, Anja



Freitag, 9. September 2011

Ein Fall für zwei zum Preis von einem

Eigentlich wollte ich gestern schon meine Näharbeit für den www.craftbuds.com/september-is-craft- book-month/ beenden. (Welchen Fehler habe ich beim Einfügen des links gemacht)? Mittlerweile kann ich absehen, dass sie heute auch nicht fertig wird (ist nicht schlimm, denn morgen soll es 29° C warm werden). Immerhin habe ich vorhin einen - nein zwei - Reißverschlüsse gekauft. Schon letztes Mal beim Kauf eines teilbaren Reißverschlusses, dachte ich "Schade, dass der Rest im Müll landet". Denn alle teilbaren Reißverschlüsse sind bei meinem Kurzwarenladen 80 cm lang und werden händisch auf die benötigte Länge gekürzt. Diesmal ließ ich mir den Rest geben und kaufte einen Schieber dazu, den mir die nette Frau gleich einmontierte.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und morgen gibt es Fotos von einem größeren Stück, viele Grüße, Anja

Mittwoch, 7. September 2011

Kleine Mütze für das große Mädchen

Für Baumwollreste gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten. Jerseyreste liegen bei mir lange herum. Die Ottobre 4/11 brachte mich auf die Idee, eine Herbstmütze zu nähen. Ich habe den Schnitt leicht abgewandelt, denn sonst hätte der Stoff nicht gereicht (u.a. habe ich die Mütze aus 4 statt 2 Teilen genäht, was dazu führt, dass vorne in der Mitte eine Naht ist, na ja...).

Das große Mädchen wünschte sich viele Blumen zur Dekoration, mal sehen, wieviele es noch werden. Für mich sind es so schon genug.

Wenn man hier raus schaut - herbstliche Grüße, Anja