Dienstag, 28. März 2017

Ninja für die Tochter - nochmal und immer wieder

Letzte Woche habe ich ja bereits mein Ninjakleid und das Ninjashirt aus Sweat von der Tochter vorgestellt. Da ich für den Schnitt von Frau Crafteln noch einen grüntürkisen Baumwolljersey gekauft hatte, wieder einer der Lieblingstöne der Tochter, habe ich gleich eine zweite Ninja genäht. Der Jersey fällt natürlich viel fluffiger als der Sweat. Ich habe wieder ziergesteppt und - um ein bisschen Abwechslung in die Oberteile zu bringen - an Ärmel und Hüfte Bündchen angenäht. Die Kapuze wird bei diesen Temperaturen natürlich nicht genutzt.




Das Shirt wird gern getragen, es sind weitere in der Mache, wirklich ein toller Schnitt für jedes Alter und jede Größe. Ich verlinke es heute beim Creadienstag und bei Teens Point.

Viele Grüße aus Frankfurt, Anja

Samstag, 25. März 2017

Stoffe kaufen - Farbauswahl - Review zum Probenähen


Ich habe mich unglaublich gefreut, als ich von Meike die Info bekommen habe, ihr neues Schnittmuster Probe nähen zu "dürfen". Vielleicht lag es daran, weil ich ihr eine Menge Rückmeldung zum Stadtmantel gegeben habe, der aufgrund einiger Unklarheiten bei der Beschreibung nicht so glatt und easy zu nähen war wie ich es mir von einem Bild-für-Bild Schnitt gewünscht hätte. Keine Ahnung. Jedenfalls finde ich beide Schnitte, die ich bisher von ihr genäht habe, genial. Und die anderen Sachen, die ich mal bei einer Besichtigung des Showrooms von Stokx gesehen habe, finde ich auch toll. O.k. - und nachdem sie geschrieben hatte, dass man mehrere Meter Jersey brauchte, hoffte ich ein wenig, dass es sich um ein bestimmtes Kleidungsstück handeln würde, das ich auf der Stokx Seite aus reichlich Jersey entdeckt habe.

Ich bin weiß Gott kein Nähprofi, huddele auch ab und zu, habe keinen super Maschinenpark zuhause und meine Fotos sehen auch nicht so professionell aus. Ein Grund, sich für das Probenähen ein bissel mehr Mühe zu geben: Habe mich meines Farbpasses erinnert und dachte mir, wenn ich schon Stoff kaufe, dann genau passend. Ich wollte gerne etwas aus meiner Grünpalette, etwa das Jadegrün ....


Früher als ich noch überwiegend Kaufklamotten trug, erwies sich der Farbpass als unnütz, da es die Farben, die mir empfohlen worden sind, eigentlich nie gab, es gab immer nur Modefarben.

Vorwiegend bewege ich mich zwar sowieso in meinen Grün-Blau-Lieblingstönen, aber manchmal machen Nuancen ja einen Unterschied. Nach ein oder zwei Stofffehlbestellungen (Farben anders als im Computer und Material dünner oder dicker als ich es mir vorgestellt habe), kaufe ich Stoff auch wieder ausschließlich im Laden oder auf dem Stoffmarkt. Ich muss Stoffe einfach anfassen, um ein Gefühl für den Verwendungszweck zu bekommen. Gerne halte ich mir auch den Stoff am Ballen vor den Körper - sofern ein Spiegel da ist (früher war es selbstverständlich, dass die Verkäuferin in der Stoffabteilung dies anregte, ich erinnere mich sogar, dass ich vor sehr vielen Jahren einmal bei Kaufhof auf eine Dachterasse geführt wurde, um mir einen Stoff bei Tageslicht anschauen zu können).

Für das Probenähen wollte ich uni Baumwolljersey für mehrere Ninjas in einem Stoffgeschäft mit reichlich Farbauswahl kaufen. Gefunden habe ich dann einen schönen Blauton. Meine Tochter, für die ich ebenfalls ein Frühjahrshoodie nähen wollte, hätte lieber etwas in Richtung Smaragdgrün gehabt, davon gab es nicht mehr genug Stoff auf der Rolle im Laden. Entschieden hat sie sich dann für ein mittleres Türkis. Könnte ich auch tragen, aber Partnerlook, nein danke. In der Folgewoche waren wir noch in einem Reiterladen, der ganz in der Nähe von Alfatex Weiterstadt liegt, es wanderte noch ein flaschengrüner Sweat in den Einkaufskorb.


Hier noch eine kleine Collage der fertigen Stücke, die ich jetzt auch nach und nach verbloggen werde.


Insgesamt hat das Probenähen unglaublich viel Spaß gemacht: der Austausch mit den anderen Probenäherinnen über das Tool Slack, das genaue, kritische Bearbeiten des ausgedruckten Schnittes, das Nähen und Korrekturlesen, die Fotoshootings, die ich sonst weniger aufwändig plane. Danke, liebe Meike, dass ich mitmachen durfte.

Viele Grüße aus Frankfurt, Anja


Freitag, 24. März 2017

Ninjashirt - auch für Teenagertöchter

Ich habe gestern ja bereits mein Ninjashirt in der Kleidvariante vorgestellt und dabei ein bisschen zu Schnitt und Möglichkeiten geschrieben. Zeitgleich habe ich ein Ninjashirt aus dem Crafteln Shop in Größe 0 für meine Tochter genäht. Der flaschengrüne Sweat passt perfekt zu ihrer Wandfarbe, zu ihrem Lieblingsfilm (Smaragdgrün), zu ihrem Fahrrad, zu ihren Schuhen, zu ..... Wie schön, dass auch ältere Mädchen sich noch über selbstgenähte Kleidung in ihrer Lieblingsfarbe freuen. Da Sweat weniger dehnbar ist, passt die ausgemessene Größe.


Von vorne und von der Seite sieht man wenig von dem raffinierten Schnitt mit der angeschnittenen Kapuze. Aus Sweat fällt der Wasserfall vorne schwerer als beim meinem Jersey Ninja.


Seit Fertigstellung wird das Ninjashirt in der Schule dauergetragen. Ich habe Ärmel und Saum jeweils um 3 cm gekürzt, würde aber bei einer weiteren Version den Saum in Originallänge lassen oder das Hoodie sogar ein bisschen verlängern. Derzeit ist noch ein Jersey Ninjashirt in Arbeit: mit Ärmel- und Saumbündchen. Die Kleidvariante ist meiner Tochter zu fraulich, auch wenn der Stoff gereicht hätte. Die benötigte Stoffmenge war ein bisschen zu großzügig angegeben. Bei diesem Top reichten 1,40 m in doppelter Breite, allerdings schneide ich die Teile immer sehr dicht an dicht zu.


Richtig betüddeln darf man in dem Alter nicht mehr. Dennoch waren zwei kleine Aufnäher mit der Skyline unserer Stadt "erlaubt". Die Nähte habe ich mit einem Dreifach-Zickzackstich ziergesteppt.


Die Fotos sind in einer Regenpause auf dem Parkplatz des hiesigen Sportvereins entstanden. Na, erkennt jemand, um welchen es sich handelt? Die Fußballsektion hatte einen super Saisonstart, leider klappt es seit der Winterpause nicht mehr so gut.

Verlinkt am Freutag und der Teenieklamotten Link Party Teens Point, die ich noch gar nicht kannte und auf der ich noch ein wenig stöbern werde.

Viele Grüße, Anja


Donnerstag, 23. März 2017

Ninja! Wie bitte, was? Richtig, Ninja als Kleid!


Heute erscheint im Crafteln Shop ein neues Schnittmuster vom Designerlabel Stokx. Es handelt sich um das Ninjashirt und Ninjakleid. Über den Namen kann man unterschiedlicher Meinung sein, es gibt da auch verschiedene Assoziationen, aber der Schnitt ist prima: 4 Abnäher, 7 Nähte, 4 (Säume) Bündchen, also ziemlich schnell genäht und dabei deutlich interessanter als manch anderes Jerseykleid oder Sweathoodie. Es sieht auch einen Tick weniger sportlich aus, dennoch kann man sich super drin bewegen.


Messtechnisch liege ich zwischen zwei Größen, ich habe mich entschieden, die kleinere Größe 3 in der Kleidvariante zu nähen. Denn beim Probenähen zeigte sich, dass Ninja abhängig vom verwendeten Material groß ausfällt. Für meine Teenagertochter habe ich das Ninjashirt aus Sweat in Größe 0 (das entspricht genau ihrer Größe) genäht, ich stelle es nächsten Dienstag ausführlicher vor. Das Kleid aus Baumwolljersey aus dem hiesigen Stoffgeschäft ist sehr gemütlich, die Ärmel sind überlang, was ich auch sehr mag (normalerweise muss ich alle Ärmel verlängern, hier sind sie perfekt, es empfiehlt sich, vorher die gewünschte Armlänge abzumessen). Die angenähte Kapuze fällt locker als Wasserfall über die Schultern.


Der Schnitt lässt sich einfach anpassen (ich habe vorab die Brustabnäher 2 cm nach unten verlegt und die Saumlänge 2 cm gekürzt), vorstellbar sind auch viele Variationen (z. B. selbstständig die Ärmellänge kürzen oder Nahttaschen einarbeiten). Ich konnte Ninja prima mit meiner normalen Nähmaschine mit Elastikstich nähen. Es zeigt sich mal wieder, dass ein Maschinenpark mit Coverlock/Overlock usw. nicht nötig ist. Ich habe die sichtbaren Nähte ziergesteppt und zwei kleine Aufnäher an Kapuze/Saum befestigt.


Meike hat mir das Schnittmuster gratis zur Verfügung gestellt, um es zu testen. Hier stellt sie heute die Varianten vor. Das Probenähen war für mich auch ein Abenteuer, über das ich vielleicht irgendwann berichten werde. Weitere Ninjas folgen sowieso. Dieser Post spiegelt meine persönliche Meinung wider und wurde nicht vorab zensiert.

Aber jetzt mal los: Denn ich nehme mit meinem Ninja heute zum ersten Mal bei RUMS teil.


Die Fotos sind an einem sonnigen Tag hinter den Zwillingstürmen einer deutschen Großbank entstanden.

Viele Grüße aus Frankfurt, Anja


Mittwoch, 22. März 2017

Me Made Mittwoch zwischendurch auf dem Weg in die Stadt

Unsere Stadtbibliothek ist was Näh-, Strickbücher und -zeitschriften betrifft extrem gut sortiert. Eigentlich tauchen nach kurzer Einarbeitungszeit alle Neuerscheinungen auf, die man dann praktischerweise online vorbestellen kann und sich nur schnell in einem Regal abholen muss. Verbuchung und Rückgabe laufen mittlerweile auch automatisch. Jedenfalls hatte ich gestern wieder eine Mail in meinem Postfach, dass einige Bücher für mich bereit liegen.

Da ich ein bisschen früh dran war, habe ich auf dem Weg zur Bibliothek Fotos für den Me Made Mittwoch gemacht: ich trage wegen Kälte und Nieselregen immer noch meinen Polyanna Parka aus Wolle mit Fleecefutter, an dem leider der Reißverschluss seit einer Weile defekt ist (den Reißverschluss hatte ich bereits von einer anderen Jacke wiederverwendet), so dass ich von oben in die Jacke hinein steigen muss. Dennoch fällt es mir schwer, mich von dem Parka zu trennen. Hmm. Untendrunter ein sehr altes Trägerkleid aus Hilco Cord aus einer Kinderstoffrestebestellung, die sicher schon 5 Jahre, vielleicht mehr zurück liegt (da ich das Kleid in den alten posts gefunden habe, es sind mehr als 5 Jahre und den Ausschnitt habe ich auch irgendwann geändert). Der Stoffrest war etwas zu kurz, weswegen ich einen anderen Stoff am Saum angesetzt habe. Konstruiert ist das Kleid aus Grundschnitt Rock und Oberteil, die ich an der Taille zusammengesetzt habe. Ein bewährter Schnitt, aus dem ich schon mehrere Kleider genäht habe.




Auf dem Weg zur Bibliothek passiere ich regelmäßig "mein Stammstoffgeschäft" und auf dem Rückweg "meinen Stammkurzwarenladen".


Und hier noch die Bücher, die ich mitgebracht habe und mit denen ich mich die nächsten Tage beschäftigen werde. Verbloggt beim Me Made Mittwoch. Viele Grüße aus Frankfurt, Anja

Sonntag, 19. März 2017

Frühlingsjäckchen Knit Along

Heute geht es auf dem Me Made Mittwoch Blog weiter mit dem Frühlingsjäckchen Knit Along. Meine grüne Jacke, die ich ja bereits vor der Ankündigung begonnen hatte und an der beim letzten Termin nur noch Restarbeiten zu erledigen waren, ist fertig. Mit der petrolfarbenen bin ich auch schon ziemlich weit, bei der zweiten Hälfte des Vorderteils. Das Muster zieht sich leider erheblich stärker zusammen als das Muster der grünen Jacke. Da die grüne Jacke tendenziell etwas weit ist, habe ich bei der petrolfarbenen Jacke weniger Maschen angeschlagen. Ich weiß, man soll Maschenproben im entsprechenden Muster machen, aber das mache ich nie.

Ich habe mich nach dem letzten Termin auch - bequem wie ich bin und weil ich gerne nebenbei und ohne den Kopf anzustrengen stricke - entschieden nach der altbekannten Methode zu stricken, also Teil für Teil von unten nach oben und nicht in einem von oben nach unten. Das hat den Vorteil, dass ich kein Riesenstück in den Zügen mit mir rumschleppen muss, denn am liebsten stricke ich beim Bahn fahren.

Da alle Teile jetzt möglicherweise etwas klein ausfallen, kann ich gleich was zum Anpassen sagen (zu den Anleitungen habe ich ja letzte Woche schon geschrieben): Die vordere Knopfloch- und Knopfleiste wird noch angestrickt, insofern habe ich hier ein wenig Spielraum und falls alles zusammen in der Breite immer noch nicht reichen sollte (denke ich im Moment aber nicht), werde ich seitlich zwischen Vorder- und Rückenteil einen Keil einfügen, vsl. in 2 rechts, 2 links, um das Muster des Bündchens und der Knopfleiste aufzunehmen.

Im Moment weiß ich auch noch nicht, wie ich die Ärmel stricke, sicher nicht ganz in diesem sogenannten Schuppenmuster (das im Vergleich zum Rautenmuster des grünen Jäckchen viel weniger zählintensiv ist), es wird sich zeigen. Die Wickeljacke von Sylvia hat - wie ich soeben festgestellt habe - das gleiche Muster, allerdings ohne die zusammenziehende Rippe zwischen den Schuppen.


Da ich gestern etliche Stunden mit der Bahn unterwegs war (in den wunderschönen Museumspark Insel Hombroich zwar bei Nieselregen, aber trotzdem toll, und zu einer Feier im Ruhrgebiet), bin ich sehr gut mit der Jacke weitergekommen. Ich finde es auch angenehm, im Zug nicht nur zu lesen, sondern ab und zu was Anderes zu machen.


Mehr gibt es im Moment zum Zwischenstand nicht zu sagen. Bleibt nur noch auf den Frühling zu warten.

Viele Grüße, Anja

Sonntag, 12. März 2017

12 von 12 im März 2017

Heute sammelt Caro von Draußen nur Kännchen wieder die 12 Bilder des Tages. Und ich habe daran gedacht, o.k., sonntags ist das auch einfacher als während der Woche.

Der Tag startet spät mit einem ausgiebigen englischen Frühstück. Danach gehe ich durch die noch verschlafene Stadt zur Bahn, um mit dem Hund ins Grüne zu fahren.


Stadtauswärts ist die S-Bahn total leer, auf dem Rückweg, 2 Stunden später, war sie stadteinwärts schon ziemlich voll. Ich verstehe eigentlich nicht, was die Leute bei so einem Bombenwetter in der Stadt wollen, da ist es doch draußen viel schöner. Den Taunus vor Augen, die Skyline im Rücken laufe ich über Feldwege und begegne vielen Hunden und Pferden. Auch einigen Radlern.


Der Boden zeigt noch die Spuren der verregneten letzten Woche. Kurz vor der Wohnung ein Blick auf die Maßschneiderinnung (schließlich ist das hier ein Nähblog). Dann Milchkaffee auf dem Balkon und ein bissel Stoffe sortieren (für 3 Dinge, die ich in geraumer Zeit nähen möchte), zugeschnitten habe ich dann schon mal ein Raglanshirt für die Tochter. Ein sehr aufregender Schnitt, zu dem es demnächst mehr geben wird.


Abends sind wir noch auf einen Geburtstag in Bad Homburg eingeladen. Die Tochter wird mit Pizza und Lieblings-DVD versorgt.

Viele sonnige Grüße aus Frankfurt, Anja


Mmmmm