Mittwoch, 20. September 2017

Me Made Mittwoch - u. a. Sur / Face und demnächst Jil Sander ....

Spontan nehme ich heute am Me Made Mittwoch teil. Weil ich einen Sommerrock anhabe, den ich im Sommer fast nie anhatte, weil mir die Silhouette (siehe ganz unten) nicht gefiel und den ich auch noch nicht verbloggt habe. Genäht habe ich den Rock im Rahmen des Stuttgart Sew Along. Mit einem (winterlichen) Pullover (Na Craga), lässig, locker, weit, hingegen gefällt mir der Rock. Es ist die neue Länge, wadenlang, die mir mit Shirt nicht steht, weil die Proportionen irgendwie "falsch" wirken. Für den Winter kann ich mir lange wärmende Röcke gut vorstellen, im Sommer mag ich es lieber kürzer. Aber das wusste ich vorher nicht.


Diese Fotos hatte ich noch im Archiv, wollte sie im Sommer verwenden, habe es dann aber vergessen. Sie sind im Museum für Angewandte Kunst entstanden. Dort gibt es eine Ausstellung zum Thema Spiegel. Wer bei Spiegel nur an Möbel denkt, liegt falsch. Es gibt reichlich verspiegelte Mode, Schuhe, Taschen zu sehen. Einige der Modelle schienen mir jedoch ein wenig untragbar (ein Mantel mit dem eingebauten, eher festen Spiegel im vorderen Beleg). Sur / Face endet am 1. Oktober, sie ist eher klein und fein, das Museumsgebäude an sich ist aber sehr lohnenswert.





Dieses Gebäude ist wohl auch der Grund dafür, dass eine wirklich große Ausstellung nach Frankfurt kommt. Jil Sanders erste Werkschau in einem Museum startet am 4. November.

Falls jemand aus Frankfurt / Umgebung Interesse hat, mich zu begleiten, ich kann mir vorstellen, ein kleines Bloggertreffen am 5. November zu organisieren (Ausstellungsbesuch, gemeinsames Brunch, anschließend ggf. Besuch des Stoffmarkts Holland). Bitte hinterlasst bei Interesse einen Kommentar. Danke.

Viele Grüße, Anja


Mittwoch, 13. September 2017

Burda Pullover am Me Made Mittwoch

Ich habe Anfang des Jahres sehr schöne, weiche, olivgrüne Wolle gekauft und schwankte lange, was ich aus den 2 m nähen sollte: Das Burda Minikleid oder das Ninjakleid, beides schon mehrfach genäht und gerne getragen, das Steph Strickkleid aus La Maison Victor, das mir sehr banal erschien und fast ein bisschen einfach und langweilig, einen Cardigan wie Esme oder selbst kreiert, aber dafür war der Strickstoff fast zu dünn. Und dann fiel mir dieses Schnittmuster in Burda 9 / 2017 in die Hände, ein schlichter Pullover mit Raglanärmeln und V-Ausschnitt und als echt tolle Ergänzung ein Rollkragen zum Überwerfen. Solche speziellen Details mag ich sehr gerne. Der Schnitt war schnell kopiert, im Heft war sogar eine detaillierte Anleitung und nach ein paar Nähabenden war der kuschelige Pullover schon fertig.



Meine Fotos sind leider nicht so toll wie im Heft, aber der Pulli ist wirklich prima, leicht oversize, wer will könnte natürlich auch eine Größe kleiner nähen, die Ärmel habe ich überlang gelassen und ich habe viele Möglichkeiten ihn zu Hose oder Rock zu kombinieren. Die Reißverschlüsse an der Seite kann man öffnen oder schließen. Zum ersten Mal habe ich sämtliche Säume mit der Zwillingsnadel genäht. Am Ärmel habe ich leider oben und unten vertauscht, nun ist die doppelte Naht innen, egal, das weiß sowieso nur ich.




Ich habe den Pullover gestern bei einer ausgiebigen Gassirunde im Ostpark getragen, genau das Richtige bei diesen Temperaturen (heute ist es noch ein bisschen frischer und ohne Regencape geht nichts). Leider hatte ich nur mein Handy dabei, mit dem ich keine Selbstauslöserfotos machen kann, daher die Fotos hinterher aus der Wohnung, dennoch hier noch ein kleiner Eindruck einer tollen Location, vor der ich gerne fotografiert hätte. Alt und neu, häßlich und schön liegen im Osten Frankfurts dicht beieinander. Bei dem Gebäude mit der imposanten Fassade handelt es sich um eine Unterkunft für Obdachlose.



Später schmökere ich dann auch ein bisschen bei all den selbstgenähten Sachen, die man beim Me Made Mittwoch sonst noch anschauen kann.

Viele Grüße, Anja

Samstag, 9. September 2017

Geburtstagsparty Schnittmusterkiosk

Heute bin ich mit dem Zug gen Norden gefahren. Bekannte und unbekannte Gesichter aus der Nähszene treffen. Aber vor allem ein Jahr Schnittmusterkiosk von Meike von Crafteln feiern.


Bahnfahren mit Lesestoff und Strickzeug ist sehr kurzweilig. Ich mag sehr die Fahrt über die Alster zwischen Hbf und Dammtor. Und vom Bahnhof Altona waren es nur ein paar Schritte zur Party.


Dann wurde geschminkt, gegessen, getrunken, fotografiert, geredet, genähte Stücke und Kaufkleidung aus der Kollektion Stokx anprobiert, die Zeit ging ziemlich schnell rum und jetzt sitze ich schon wieder im ICE mit einer prall gefüllten Goodie Bag (danke Koziol, Lillestoff, EMF, Stoff und Stil, Schlükk Weinschorle und und und .... und vor allem Meike und Merle, die diesen kurzweiligen Nachmittag gestaltet haben.
Viele Grüße, derzeit aus OWL, Anja

Freitag, 8. September 2017

Vorfreude


Dieser kleine Ausflug passt morgen noch gut in meine Septemberpläne.

Danke, liebe Meike, für die Einladung und das Schmankerl. Erst wusste ich gar nicht, was das runde Ding sein soll.... dann wusste ich nicht, wie ich das rausgezogene wieder reinkriege, aber Ausprobieren hilft immer.

Gruß aus Frankfurt, Anja

Mittwoch, 6. September 2017

Me Made Mittwoch - schönstes Ferienerlebnis

Hmmm, also bei mir hat mein schönstes Ferienerlebnis nichts damit zu tun, was ich kleidungsmäßig trage. Zumal ich im Urlaub, der jetzt auch schon 2 Monate zurück liegt (in einem Monat starten in Hessen bereits die Herbstferien), nicht wirklich mit supersommerlichen oder besonders schicken Sachen herum gelaufen bin, sondern es funktional und praktisch mochte und viele alte Kleider getragen habe, die ich dann auch ausgemustert habe. Und drüber ganz oft eine auch schon sehr alte gekaufte Windstopper Jacke, denn an der walisischen Küste und auf den Bergen des Brecon Beacons National Parks schien zwar die Sonne, aber es wehte auch meist ein mehr oder weniger starker Wind.

Ein kleines schönes Ferienerlebnis, das mit Kleidung zu tun hat, habe ich dennoch. Dieses Kleid habe ich diesen Sommer wirklich gerne und oft getragen, meist mit etwas älteren Ballerinas, aber am Ende der Ferien habe ich für sensationelle 30 % vom Neupreis diese hübschen Sandalen im Gudrun Sjöden Laden gekauft. Passen perfekt zu dem Megan Kleid von Tilly of the Buttons. Tatsächlich hatte ich sie bereits am Anfang des Jahres gesehen, aber der Originalpreis war mir dann doch zu hoch. Es waren noch genau 2 Paar da, davon eins in meiner gar nicht so seltenen Größe. Und weil es so schön (und günstig) war, habe ich gleich noch ähnliche Sandalen in schlichtem Schwarz mitgenommen. Mir ist in diesem Sommer, vor allem in den sehr heißen Junitagen, auch klar geworden, dass ich viel lieber Webstoff vernähe und trage als Jersey. Egal ob Viscose oder Baumwolljersey, ich finde bei Hitze ist Webware viel angenehmer. Das einzige genähte Jerseykleid (das untere in dem Post) hing meist im Kleiderschrank.




Mein eigentlich schönstes Erlebnis - und das war mir im vorhinein der Reise gar nicht klar - war der Ausflug im Morgengrauen auf die Insel Skomer zum Birdwatching. Als ich im Reiseführer darüber gelesen habe, begann ich intensiv zu recherchieren. Wegen der beschränkten Anzahl von Menschen, die dort pro Tag zugelassen werden und der fehlenden Vorbuchungsmöglichkeit, musste man wirklich zur oder besser noch vor der Kassenöffnungszeit um 9 Uhr - dort sein (und konnte sein schönes Welsh Breakfast nur beschränkt genießen). Auf Skomer leben viele, viele Papageientaucher. Ich war vor Jahren Ostern auf den Shetlandinseln, zu früh für die Vögel, dann letztes Jahr Ende August in Island, zu spät, alle puffins waren schon weg. Jetzt hat es endlich geklappt und sie sind wirklich sehr süß und sehr zutraulich.

Diesen Beitrag verlinke ich beim heutigen Me Made Mittwoch, wo es nach einer gefühlt sehr langen Sommerpause weitergeht.

Liebe Grüße, Anja


Dienstag, 5. September 2017

Stoffdiät - Sachstand Anfang September

Hier hängen 3 Knitterkleider, ein Simplicity 7275, eine Knotenbluse, ein upgecyceltes Hemd und ein Winterparka. Insgesamt 16 m Stoff. Aus kleinen Resten habe ich seit dem letzten Termin auch noch Tischsets, ein Babyhöschen, einen Sattelüberzug gemacht, alles in letzter Zeit verbloggt. Bin sehr zufrieden mit mir.


So zufrieden, dass ich nachdem ich einen Post mit einer Stoffbezugsadresse bei Tweed and Greet gesehen habe, in genau den Laden in meiner Stadt gegangen bin, an dem ich seit Monaten mehrmals pro Woche vorbei gelaufen bin. Von außen sah er mehr nach Kindersachen und Kinderstoffen aus. Kein Grund reinzugehen. Nach der Recherche bin ich dann mal rein und habe gleich 2 x 2 m wunderbar weiche Popeline zum halben Preis aus der Restekiste mitgenommen. Die Restekiste ist immer noch prall gefüllt mit vielen wunderbaren Stoffen. 3 Tage später habe ich noch einen schwarz-weißen Tupfenstoff gekauft, mit dem ich ebenfalls geliebäugelt habe, weitere 2 m, nicht fotografiert.


Tja. Es ist ziemlich gefährlich, dass neue gute Stoffgeschäfte öffnen. Vor allem die reduzierten Reste lassen mich oft schwach werden. Aber das Kaufen im Internet habe ich mir ganz abgewöhnt (ich möchte die Stoffe anfassen und die Farbe anhalten), sonst wäre die Gefährdungslage deutlich höher. Die schöne weiche Wolle, die ich mittlerweise angeschnitten habe, ist auch aus so einer Aktion (Ladenauflösung eines Schneiderateliers). Aus diesen 2 m wird ein genähter Pullover, Burda 9 / 17, Modell 101, das mit dem V-Ausschnitt und Extrakragen. Ich habe die Wolle bereits angeschnitten.


Da durch das fleißige Nähen im August reichlich dicke Stoffe aus dem Schrank gekommen sind, ist das mit den 6 m zusätzlicher Baumwolle auch unproblematisch, sie passen noch gut in das Stofffach. Aber Neues sollte jetzt nicht mehr unbedingt dazu kommen, sonst wird es wieder grenzig.

Verlinkt bei Frau Küstensockes Sammlungen zum Sachstand zur Stoffdiät.

Lieben Gruß, Anja

Dienstag, 29. August 2017

Knotenbluse

Von dem nicht so dollen (nicht so doll, weil keine Baumwolle) Waxprint hatte ich noch ein ganzes Stück übrig. Daher habe ich heute kurzerhand und schnell eine Bluse für eine Afrika sehr liebende Freundin zum Geburtstag genäht. Sie wird nächste Woche überreicht und passt hoffentlich (mit der Größe war ich wirklich ein bisschen unsicher). Drückt mir mal die Daumen!

Es handelt sich um den schönen, speziellen und dennoch superfix genähten Schnitt aus Burda 8 /2016. Hier und hier schon mal für mich umgesetzt. Leider trage ich die Blusen selten, da ich dauernd Kleider aus dem Schrank ziehe und bei Röcken eher zu den bunt gemusterten greife, dazu passt keine der Blusen.

Für die Stoffdiät sind nochmal 1,5 m weg, der Stoff lag nur einfach breit. Weitere Sommerstoffe werde ich nicht vernähen. Als nächstes widme ich mich dem grünen Wollstoff, schwanke noch zwischen dem Kleid Steph aus La Maison Victor vom letzten Winter und einer Langjacke wie Esme, da würde ich die Jacke aus der gleichen La Maison Victor verlängern. Aber eigentlich weiß ich nicht, ob ich so eine Jacke brauche und dann trage.


Viele Grüße, Anja