Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober

Der Herbst hat begonnen, die Herbstferien haben angefangen und wir sind im herbstlich anmutenden Island.

Hier meine 12 Bilder des Tages:

Sonne am Himmel, Frühstück im Hostel, Perlan, Picknick im Elliðadalur.


Árbærsafn Freilichtmuseum, Hot Dog gegessen, Bus fahren, abends trifft die Tochter eine Freundin an der Hallgrímskirkja, ich gehe ins Sundhöllin Freibad, danach noch ein schnelles einfaches Essen.


Gezeigt bei 12 von 12. http://draussennurkaennchen.blogspot.is/2017/10/12-von-12-oktober-2017.html

Herzlichen Glückwunsch an Caro zum Geburtstag.

LG

Anja

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Upcycling für Herrenhemden

Kürzlich fragte mich ein Freund nach einem Laden, in dem er seine Hemden aufbessern lassen kann. Als er noch in Berlin wohnte, hatte er eine Quelle dafür. In Frankfurt leider Fehlanzeige.

Also habe ich seine Hemden nach der Berliner Vorlage geändert, einfach und schnell mit Schrägband und Nachtband. Hier das Ergebnis, wieder gut tragbar, allerdings casual.


Kragen und Manschetten im Detail:



Gruß, Anja

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Me made Mittwoch mit Details

Das passt ja - wenn ich auch etwas spät bin, weil ich hier


unterwegs war.

Der Aranpullover St. Brigid, über den ich hier https://nordendnaht.blogspot.de/2017/06/auf-den-nadeln-im-juni-und.html berichtet habe, ist fertig. Und mit vielen wunderbaren Details versehen: ein gigantisches Muster, ein Zopf am Halsausschnitt und Fransen am Saum. Speziell wie ich finde. Und die Fertigstellung hat seit Mai gedauert. Aber jetzt ist er fertig und ich liebe ihn. Gerade richtig für die kommende Jahreszeit und weil ich nächste Woche dann mit gutem Gewissen im Urlaub neue Wolle kaufen kann.



Jetzt noch flott rüber zum http://memademittwoch.blogspot.de/2017/10/details-am-04102017.html

Gruß aus Frankfurt, Anja




Mittwoch, 27. September 2017

Me Made Mittwoch

Mein drittes ungeknittertes Knitterkleid von Stokx / Crafteln hat lange Ärmel bekommen und ist aus einem Waxprint, der Kunstfaser enthält. Erst war ich etwas genervt von dem Stoff, aber an kühleren Tagen schwitzt man ja sowieso nicht, insofern geht auch Kunstfaser. Das Kleid habe ich hier schon kurz erwähnt. Anziehen tue ich es erst jetzt bei kühleren Temperaturen. Und da fühlt es sich prima an. Auch wenn ich merke, dass ich vorne möglicherweise irgendetwas nicht ganz korrekt im schrägen Fadenlauf zugeschnitten habe. Die mittlere Naht zieht sich ein bisschen zur Seite. Aber das spüre ich mehr als dass man es sieht.





Ich hatte das Kleid vor knapp 2 Wochen an, als ich zum Schnittmusterkioskgeburtstag nach Hamburg gefahren bin. Da sind auch diese Fotos von Monika Lauber entstanden. Ganz ungewohnt auf meinem Blog, wo ich sonst meist mit dem Tablet im Selfiemodus fotografiere. Geschminkt bin ich auch. Das mache ich zwar sonst auch, aber weniger, wenn ich Fotos drinnen oder auf der Gassirunde mache, sondern eher wenn ich unter Leute gehe.




Letzte Woche habe ich schon gefragt, ob jemand Lust auf ein kleines Nähbloggertreffen in Frankfurt am 5. November 2017 mit Jil Sander Ausstellung, Brunch, ggf. Stoffmarkt Holland hat. Es gab nicht viel Rückmeldung dazu, falls noch jemand interessiert ist, möge sie bitte einen Kommentar hinterlassen. 

Bin gespannt, wer heute was beim Me Made Mittwoch , den Nina in einem - wie ich finde - wunderbaren Kleid - präsentiert, trägt.

Lieben Gruß aus Frankfurt, Anja

Mittwoch, 20. September 2017

Me Made Mittwoch - u. a. Sur / Face und demnächst Jil Sander ....

Spontan nehme ich heute am Me Made Mittwoch teil. Weil ich einen Sommerrock anhabe, den ich im Sommer fast nie anhatte, weil mir die Silhouette (siehe ganz unten) nicht gefiel und den ich auch noch nicht verbloggt habe. Genäht habe ich den Rock im Rahmen des Stuttgart Sew Along. Mit einem (winterlichen) Pullover (Na Craga), lässig, locker, weit, hingegen gefällt mir der Rock. Es ist die neue Länge, wadenlang, die mir mit Shirt nicht steht, weil die Proportionen irgendwie "falsch" wirken. Für den Winter kann ich mir lange wärmende Röcke gut vorstellen, im Sommer mag ich es lieber kürzer. Aber das wusste ich vorher nicht.


Diese Fotos hatte ich noch im Archiv, wollte sie im Sommer verwenden, habe es dann aber vergessen. Sie sind im Museum für Angewandte Kunst entstanden. Dort gibt es eine Ausstellung zum Thema Spiegel. Wer bei Spiegel nur an Möbel denkt, liegt falsch. Es gibt reichlich verspiegelte Mode, Schuhe, Taschen zu sehen. Einige der Modelle schienen mir jedoch ein wenig untragbar (ein Mantel mit dem eingebauten, eher festen Spiegel im vorderen Beleg). Sur / Face endet am 1. Oktober, sie ist eher klein und fein, das Museumsgebäude an sich ist aber sehr lohnenswert.





Dieses Gebäude ist wohl auch der Grund dafür, dass eine wirklich große Ausstellung nach Frankfurt kommt. Jil Sanders erste Werkschau in einem Museum startet am 4. November.

Falls jemand aus Frankfurt / Umgebung Interesse hat, mich zu begleiten, ich kann mir vorstellen, ein kleines Bloggertreffen am 5. November zu organisieren (Ausstellungsbesuch, gemeinsames Brunch, anschließend ggf. Besuch des Stoffmarkts Holland). Bitte hinterlasst bei Interesse einen Kommentar. Danke.

Viele Grüße, Anja


Mittwoch, 13. September 2017

Burda Pullover am Me Made Mittwoch

Ich habe Anfang des Jahres sehr schöne, weiche, olivgrüne Wolle gekauft und schwankte lange, was ich aus den 2 m nähen sollte: Das Burda Minikleid oder das Ninjakleid, beides schon mehrfach genäht und gerne getragen, das Steph Strickkleid aus La Maison Victor, das mir sehr banal erschien und fast ein bisschen einfach und langweilig, einen Cardigan wie Esme oder selbst kreiert, aber dafür war der Strickstoff fast zu dünn. Und dann fiel mir dieses Schnittmuster in Burda 9 / 2017 in die Hände, ein schlichter Pullover mit Raglanärmeln und V-Ausschnitt und als echt tolle Ergänzung ein Rollkragen zum Überwerfen. Solche speziellen Details mag ich sehr gerne. Der Schnitt war schnell kopiert, im Heft war sogar eine detaillierte Anleitung und nach ein paar Nähabenden war der kuschelige Pullover schon fertig.



Meine Fotos sind leider nicht so toll wie im Heft, aber der Pulli ist wirklich prima, leicht oversize, wer will könnte natürlich auch eine Größe kleiner nähen, die Ärmel habe ich überlang gelassen und ich habe viele Möglichkeiten ihn zu Hose oder Rock zu kombinieren. Die Reißverschlüsse an der Seite kann man öffnen oder schließen. Zum ersten Mal habe ich sämtliche Säume mit der Zwillingsnadel genäht. Am Ärmel habe ich leider oben und unten vertauscht, nun ist die doppelte Naht innen, egal, das weiß sowieso nur ich.




Ich habe den Pullover gestern bei einer ausgiebigen Gassirunde im Ostpark getragen, genau das Richtige bei diesen Temperaturen (heute ist es noch ein bisschen frischer und ohne Regencape geht nichts). Leider hatte ich nur mein Handy dabei, mit dem ich keine Selbstauslöserfotos machen kann, daher die Fotos hinterher aus der Wohnung, dennoch hier noch ein kleiner Eindruck einer tollen Location, vor der ich gerne fotografiert hätte. Alt und neu, häßlich und schön liegen im Osten Frankfurts dicht beieinander. Bei dem Gebäude mit der imposanten Fassade handelt es sich um eine Unterkunft für Obdachlose.



Später schmökere ich dann auch ein bisschen bei all den selbstgenähten Sachen, die man beim Me Made Mittwoch sonst noch anschauen kann.

Viele Grüße, Anja

Samstag, 9. September 2017

Geburtstagsparty Schnittmusterkiosk

Heute bin ich mit dem Zug gen Norden gefahren. Bekannte und unbekannte Gesichter aus der Nähszene treffen. Aber vor allem ein Jahr Schnittmusterkiosk von Meike von Crafteln feiern.


Bahnfahren mit Lesestoff und Strickzeug ist sehr kurzweilig. Ich mag sehr die Fahrt über die Alster zwischen Hbf und Dammtor. Und vom Bahnhof Altona waren es nur ein paar Schritte zur Party.


Dann wurde geschminkt, gegessen, getrunken, fotografiert, geredet, genähte Stücke und Kaufkleidung aus der Kollektion Stokx anprobiert, die Zeit ging ziemlich schnell rum und jetzt sitze ich schon wieder im ICE mit einer prall gefüllten Goodie Bag (danke Koziol, Lillestoff, EMF, Stoff und Stil, Schlükk Weinschorle und und und .... und vor allem Meike und Merle, die diesen kurzweiligen Nachmittag gestaltet haben.
Viele Grüße, derzeit aus OWL, Anja

Freitag, 8. September 2017

Vorfreude


Dieser kleine Ausflug passt morgen noch gut in meine Septemberpläne.

Danke, liebe Meike, für die Einladung und das Schmankerl. Erst wusste ich gar nicht, was das runde Ding sein soll.... dann wusste ich nicht, wie ich das rausgezogene wieder reinkriege, aber Ausprobieren hilft immer.

Gruß aus Frankfurt, Anja

Mittwoch, 6. September 2017

Me Made Mittwoch - schönstes Ferienerlebnis

Hmmm, also bei mir hat mein schönstes Ferienerlebnis nichts damit zu tun, was ich kleidungsmäßig trage. Zumal ich im Urlaub, der jetzt auch schon 2 Monate zurück liegt (in einem Monat starten in Hessen bereits die Herbstferien), nicht wirklich mit supersommerlichen oder besonders schicken Sachen herum gelaufen bin, sondern es funktional und praktisch mochte und viele alte Kleider getragen habe, die ich dann auch ausgemustert habe. Und drüber ganz oft eine auch schon sehr alte gekaufte Windstopper Jacke, denn an der walisischen Küste und auf den Bergen des Brecon Beacons National Parks schien zwar die Sonne, aber es wehte auch meist ein mehr oder weniger starker Wind.

Ein kleines schönes Ferienerlebnis, das mit Kleidung zu tun hat, habe ich dennoch. Dieses Kleid habe ich diesen Sommer wirklich gerne und oft getragen, meist mit etwas älteren Ballerinas, aber am Ende der Ferien habe ich für sensationelle 30 % vom Neupreis diese hübschen Sandalen im Gudrun Sjöden Laden gekauft. Passen perfekt zu dem Megan Kleid von Tilly of the Buttons. Tatsächlich hatte ich sie bereits am Anfang des Jahres gesehen, aber der Originalpreis war mir dann doch zu hoch. Es waren noch genau 2 Paar da, davon eins in meiner gar nicht so seltenen Größe. Und weil es so schön (und günstig) war, habe ich gleich noch ähnliche Sandalen in schlichtem Schwarz mitgenommen. Mir ist in diesem Sommer, vor allem in den sehr heißen Junitagen, auch klar geworden, dass ich viel lieber Webstoff vernähe und trage als Jersey. Egal ob Viscose oder Baumwolljersey, ich finde bei Hitze ist Webware viel angenehmer. Das einzige genähte Jerseykleid (das untere in dem Post) hing meist im Kleiderschrank.




Mein eigentlich schönstes Erlebnis - und das war mir im vorhinein der Reise gar nicht klar - war der Ausflug im Morgengrauen auf die Insel Skomer zum Birdwatching. Als ich im Reiseführer darüber gelesen habe, begann ich intensiv zu recherchieren. Wegen der beschränkten Anzahl von Menschen, die dort pro Tag zugelassen werden und der fehlenden Vorbuchungsmöglichkeit, musste man wirklich zur oder besser noch vor der Kassenöffnungszeit um 9 Uhr - dort sein (und konnte sein schönes Welsh Breakfast nur beschränkt genießen). Auf Skomer leben viele, viele Papageientaucher. Ich war vor Jahren Ostern auf den Shetlandinseln, zu früh für die Vögel, dann letztes Jahr Ende August in Island, zu spät, alle puffins waren schon weg. Jetzt hat es endlich geklappt und sie sind wirklich sehr süß und sehr zutraulich.

Diesen Beitrag verlinke ich beim heutigen Me Made Mittwoch, wo es nach einer gefühlt sehr langen Sommerpause weitergeht.

Liebe Grüße, Anja


Dienstag, 5. September 2017

Stoffdiät - Sachstand Anfang September

Hier hängen 3 Knitterkleider, ein Simplicity 7275, eine Knotenbluse, ein upgecyceltes Hemd und ein Winterparka. Insgesamt 16 m Stoff. Aus kleinen Resten habe ich seit dem letzten Termin auch noch Tischsets, ein Babyhöschen, einen Sattelüberzug gemacht, alles in letzter Zeit verbloggt. Bin sehr zufrieden mit mir.


So zufrieden, dass ich nachdem ich einen Post mit einer Stoffbezugsadresse bei Tweed and Greet gesehen habe, in genau den Laden in meiner Stadt gegangen bin, an dem ich seit Monaten mehrmals pro Woche vorbei gelaufen bin. Von außen sah er mehr nach Kindersachen und Kinderstoffen aus. Kein Grund reinzugehen. Nach der Recherche bin ich dann mal rein und habe gleich 2 x 2 m wunderbar weiche Popeline zum halben Preis aus der Restekiste mitgenommen. Die Restekiste ist immer noch prall gefüllt mit vielen wunderbaren Stoffen. 3 Tage später habe ich noch einen schwarz-weißen Tupfenstoff gekauft, mit dem ich ebenfalls geliebäugelt habe, weitere 2 m, nicht fotografiert.


Tja. Es ist ziemlich gefährlich, dass neue gute Stoffgeschäfte öffnen. Vor allem die reduzierten Reste lassen mich oft schwach werden. Aber das Kaufen im Internet habe ich mir ganz abgewöhnt (ich möchte die Stoffe anfassen und die Farbe anhalten), sonst wäre die Gefährdungslage deutlich höher. Die schöne weiche Wolle, die ich mittlerweise angeschnitten habe, ist auch aus so einer Aktion (Ladenauflösung eines Schneiderateliers). Aus diesen 2 m wird ein genähter Pullover, Burda 9 / 17, Modell 101, das mit dem V-Ausschnitt und Extrakragen. Ich habe die Wolle bereits angeschnitten.


Da durch das fleißige Nähen im August reichlich dicke Stoffe aus dem Schrank gekommen sind, ist das mit den 6 m zusätzlicher Baumwolle auch unproblematisch, sie passen noch gut in das Stofffach. Aber Neues sollte jetzt nicht mehr unbedingt dazu kommen, sonst wird es wieder grenzig.

Verlinkt bei Frau Küstensockes Sammlungen zum Sachstand zur Stoffdiät.

Lieben Gruß, Anja

Dienstag, 29. August 2017

Knotenbluse

Von dem nicht so dollen (nicht so doll, weil keine Baumwolle) Waxprint hatte ich noch ein ganzes Stück übrig. Daher habe ich heute kurzerhand und schnell eine Bluse für eine Afrika sehr liebende Freundin zum Geburtstag genäht. Sie wird nächste Woche überreicht und passt hoffentlich (mit der Größe war ich wirklich ein bisschen unsicher). Drückt mir mal die Daumen!

Es handelt sich um den schönen, speziellen und dennoch superfix genähten Schnitt aus Burda 8 /2016. Hier und hier schon mal für mich umgesetzt. Leider trage ich die Blusen selten, da ich dauernd Kleider aus dem Schrank ziehe und bei Röcken eher zu den bunt gemusterten greife, dazu passt keine der Blusen.

Für die Stoffdiät sind nochmal 1,5 m weg, der Stoff lag nur einfach breit. Weitere Sommerstoffe werde ich nicht vernähen. Als nächstes widme ich mich dem grünen Wollstoff, schwanke noch zwischen dem Kleid Steph aus La Maison Victor vom letzten Winter und einer Langjacke wie Esme, da würde ich die Jacke aus der gleichen La Maison Victor verlängern. Aber eigentlich weiß ich nicht, ob ich so eine Jacke brauche und dann trage.


Viele Grüße, Anja

Freitag, 25. August 2017

Simplicity 7275

Vor einigen Wochen habe ich mehrere Schnitte und auch Stoff bei Nina / Kleidermanie im Schnittmuster- und Stoffflohmarkt ergattert. Bisher habe ich (fast) nie nach Kaufschnittmustern genäht und wusste daher auch nicht, wie detailliert und gut die Anleitungen waren. Da muss wirklich niemand mehr Nähkurse machen oder umständlich anhand von Videos Anleitungen recherchieren. Die Bilder und Texte waren extrem gut verständlich und ausführlich. Ich bin begeistert. Das Schnittmuster ist natürlich auf diesem dünnem "amerikanischen" Papier, aber dadurch nimmt es auch weniger Platz weg und lässt sich besser verstauen. Insgesamt habe ich 4 Schnittmuster gekauft, als erstes genäht habe ich diesen vor 5 - 6 Jahren offensichtlich sehr beliebten Schnitt Simplicity 7275. Ich hatte 2 m schwarze kräftige Baumwolle, fast wie ein Gabardine im Schrank (Stoffdiät juchhu) und habe ihn restlos verwendet. Der Stoff ist leider zu dick, um das Kleid im Sommer zu tragen, auch wenn es hübsch aussieht. Aber es kommt ja Herbst und Winter.


Hier die mögliche Sommerversion. Ich habe einzig das Oberteil um ca. 2,5 cm verlängert und das untere Vorderteil im Bruch zugeschnitten. Ich habe die insgesamt 12 Abnäher auch an meine Taillenweite und mein Hohlkreuz angepasst. Außerdem hatte ich keinen 55 cm Reißverschluss. Da ich das Kleid für den Winter genäht habe (mit Blusen, Rollis drunter), habe ich großzügig Mehrweite gelassen und brauchte letztendlich keinen Reißverschluss wie ich bei den Anproben feststellte. Sonst wäre das Kleid auch nicht gestern fertig geworden. Ich bin immer noch überrascht, wie leicht die Anpassungen vonstatten gingen.


Wenn ich das Kleid nochmal nähen würde, würde ich das Oberteilfutter länger zuschneiden, so war es etwas pfriemelig von Hand einzunähen, sieht auch nicht supersauber aus, weil der Umschlag einfach zu klein war.


Von hinten, die Bluse ist eine ältere Kaufbluse, leider habe ich den Kragen schlecht drapiert, nach den Fotos habe ich mich wieder umgezogen.


Das Innenfutter ist ein schön gemusterter Flutschpolyester, von dem ich mal viele Meter auf dem Maybachufermarkt gekauft habe. Jetzt ist nur noch ganz wenig da.



Ich bin ganz zufrieden mit dem Stoffdiätnähen diesen August, denn der Schrank leert sich unaufhörlich. Als nächstes werde ich definitiv den olivgrünen herrlichen Wollstoff aus einer Ladenauflösung vernähen, weiß bloß noch nicht mit welchem Schnitt. Die Sommerstoffe lasse ich für nächstes Jahr liegen.

Viele sommerliche Grüße, Anja

Freitag, 18. August 2017

Stoffdiät, weiter geht's!

In der letzten Woche, unserer letzten Ferienwoche in Hessen bin ich außerordentlich produktiv gewesen. Da es sowieso ständig geregnet hat und ziemlich kalt war, gab es kaum andere sinnvolle Dinge zu tun.

Entstanden ist als erstes mein neuer Ersatz-Winter-Mantel-Parka nach dem bereits mehrfach genähten und als immer wieder gut befundenen Schnitt Polyanna in Größe 170 /176 (fällt riesig aus). 3 m Oberstoff (Mantelstoff vom Wintersale bei Karstadt) + 3 m Fleecefutter (Alfatex) habe ich dafür vernäht. Ich mag diesen Schnitt, weil die Taschen geräumig sind, die Ärmel locker über Strickpullis gehen, die Länge ist ideal, um knielange Röcke gerade zu überdecken, die Kapuze rutscht beim Radfahren nicht vom Kopf, der Reißverschluss schließt hoch oben und hält jegliche Kälte ab (man braucht auch kein zusätzliches Tucht), also wirklich ein irgendwie perfekter Schnitt. Daher habe ich auch wenig Ambitionen einen neuen Winterjackenschnitt zu probieren. Die beiden anderen Schnitte, die ich vernäht habe, kommen nicht ansatzweise an die Tragehäufigkeit meiner Polyannas heran.



Direkt im Anschluss hat es mich gepackt, obwohl keine Notwendigkeit für dieses Kleid bestand (außer vielleicht, dass ich es im September zu einem Termin mitschleppen kann), langärmliges Knitterkleid von Stokx aus Billigwaxprint aus Paris. Nach dem Waschen dachte ich toll, wie weich der geworden ist, die Ernüchterung kam durch die Brennprobe, das war keine Naturfaser. Mist. Muster und Farben sind prima, aber ich mag Plastikkleider nicht, da schwitze ich schnell. Na ja, vernäht mit wenig Engagement, schnell fertig, 3 m raus aus dem Regal.



Und aus diversen kleinen Resten, denn immer wenn Stoffe vernäht werden, quillt bedauerlicherweise die Schublade, in der die kleineren Reststücke dann aufbewahrt werden, über, habe ich noch ein neues Fahrradsattelcape und 3 Tischsets gemacht. Fertig.



Das nächste Projekt, das ein wenig komplexer wird, ist in den Startlöchern.

Für die Stoffdiät fast 10 m vernäht. Und das Beste ist, dass es sich um sehr platzraubende voluminöse Stoffe handelte. Eigentlich könnte ich die Stoffdiät jetzt abschließen, denn das Stofffach im Schrank sieht wieder ganz ordentlich aus.

Beweisfoto:



Viele Grüße aus Frankfurt

Anja

Dienstag, 15. August 2017

Immer noch auf den Nadeln - im August

Es geht langsam voran mit St. Brigid. Das Vorder- und das Rückenteil sind fertig. Ich habe im Juli 2 Wochen pausiert, weil wir verreist waren. Jetzt habe ich mit Ärmel 1 angefangen, da ich hier nur 2 normale Zöpfe und einen Musterrapport stricken muss, ist das Stricken deutlich einfacher. Aufpassen muss ich mit den Zunahmen und der Länge. Das wird bei Ärmel 2, den ich viielleicht noch in diesem Monat anfange, âhnlich. Ich bin sehr zuversichtlich, den Pullover im Herbst fertig zu haben.

Meine Tochter widmet sich derweil den Resten ihrer Islandwolle und hat mit einem Rundstrickpulli begonnen. Die Passe oben wird in etwa so wie in der Skizze aussehen. Das Modell aus den Istex Katalogen heißt Kambúr. Da es sich um ein Kindermodell handelt, haben wir es angepasst auf Größe S und uns mit der Maschenzahl an ihrem anderen Pullover orientiert.


Aber bis der Pullover fertig sein wird, dauert es noch ein wenig. Mit viel Glück bis zu den Herbstferien zur Islandreise (wobei dann die Gefahr besteht, dass wir gleich wieder neue Wolle mitbringen).



Verlinkt bei "Auf den Nadeln" im Maschenfein Blog.

Viele Grüße, Anja

Samstag, 12. August 2017

12 von 12 im August

Ziemlich spät, genauer gesagt bei der Nachmittagsgassirunde ist mir eingefallen, dass ja heute der 12. August ist. Also habe ich ganz spontan Handyfotos von unterwegs geschossen. So bleiben euch sämtliche Fotos von Frühstück, Wischeimer, Wäsche auf dem Wäschegestell, Salatzubereitung mittags erspart. Und weil das Wetter sowieso besch... ist und ich keine große Lust hatte, aufs Land zu fahren, bin ich in der Berger Straße ums Eck Gassi gegangen (mit ein bisschen Park vorher und Allee hinterher). Ich habe gemerkt, dass so eine Runde in der Stadt viel fotolastiger wird als wenn ich im Wald unterwegs bin. Am Ende musste ich richtig selektieren, welche 12 Bilder es in den Blog schaffen.

Ein Pop Up Store mit interessanten Second Hand Möbeln (das gezeigte Objekt gibt es für 750 Euro), mein Lieblingskruschtelladen, den es schon ewig gibt und in dem ich schon vor 25 Jahren  traumhaft schöne Weingläser gekauft habe, ein cooles Graffitti und - wie immer wieder - ein Bauobjekt für Exklusivwohnungen.


Ein schöner Buchladen mit angeschlossenem Cafe, gibt es auch schon ewig und als ich das letzte Mal abends da war, hatte ich das Gefühl, das Publikum ist mit dem Lokal älter geworden. Sehr spannende Glaseinwurflösung, warum gibt es die nur dort? Und dann irgendwo um die Ecke ein Ort, der vor 14 Jahren öffnete, als der Babyboom begann, die Öffnungszeiten sehr dürftig, obwohl der Babyboom weiter andauert.

Ein hüsch aufgebauter Seifentisch am Straßenrand, an der Lutherkirche ein neues Schild, dieses Jahr geht echt nix ohne Luther und am Straßenrand die obligatorischen Mamataxis. Schade, dass es die vor 14 Jahren noch nicht hatte.


Kurz vor der Wohnung, dann nochmal kurz ins Grüne und am Laden der Frau vorbei, bei der ich meinen Grundschnittkurs gemacht habe. Jetzt steht gleich das Abendessen an, der Mann kommt bald aus Nürnberg zurück, das Kind soeben vom Reitstall.

Den Post verlinke ich bei Draußen nur Kännchen.

Ein schönes Restwochenende, Anja

Donnerstag, 10. August 2017

Nähen nach Schnittmustern? Neue Erkenntnisse!

Bald werde ich wieder ein Jahr älter. Ich habe vor einer gefühlten Ewigkeit in der Grundschule, im Gymnasium in der 5. Klasse und bei meiner Mutter (und mit Carina Heften) angefangen zu nähen. Dann viele, sehr viele Jahre pausiert (und nähen lassen). Meine Mutter als ausgebildete Schneiderin hat ihre Schnitte immer selbst gemacht, nach eigener Aussage fand sie Burda zu umständlich, sie hat sich einzig von Fotos inspirieren lassen.

Irgendwann als ich anfing deutlich weniger zu arbeiten (vor ca. 7 - 8 Jahren, als meine Tochter gerade in der Grundschule war und es mit Kinderbetreuung hinten und vorne nicht mehr passte, heute ist das ja besser),  habe ich meine Nähmaschine wieder entdeckt und mit Hilfe von Ottobre, Internet und vom damals frisch erschienenen Farbenmix Buch fürs Kind genäht und kleinen Tüddelkram gemacht. Oft mit englischsprachigen Nähbüchern, weil ich die viel übersichtlicher und besser in den Erklärungen fand. Der Markt für die vielen deutschen Nähbücher (und die Übersetzungen) hat sich auch erst später entwickelt. Mit einer Freundin, die jetzt leider wieder in London lebt, habe ich mich gerne übers Nähen und Bloggen ausgetauscht.

Zwei bis drei Jahre später fing ich an für mich zu nähen, die Sachen passten überhaupt nicht, weil ich halt keine Standardgröße habe. Eine VHS Kurs zur Grundschnitterstellung hat mich erheblich weiter gebracht. Mir wurde bewusst, dass bei allen meinen Kaufblusen der Brustabnäher falsch sitzt und dass ich überlange Arme habe, weswegen mir Langarmshirts immer zu kurz vorkommen. Die meisten Teilnehmerinnen hatten vorher längst diverse Nähkurse besucht. Ich habe mich so durchgewurschtelt und überall irgendwas mitgenommen: Stütznaht, Reißverschluss nahtverdeckt, Stichlänge beim Topstitching usw. Aber an bestimmte Kleider mit vielen Details traue ich mich nicht ran ("per esperte" steht in meinen La Mia Boutique daneben). Lust auf einen Nähkurs einmal pro Woche hatte ich aber auch nicht.

Letztes Wochenende hatte Nina von Kleidermanie einen Schnittmusterflohmarkt. Mir war - ehrlich gesagt - nie klar, warum soviele Frauen Geld für Schnittmuster ausgeben, wenn es doch in Burda ganz viele Schnittmuster zum deutlich niedrigeren Preis gibt. Ich habe mich das aber auch nie zu fragen getraut, jeder hat halt seine Vorlieben, seinen Stil, was weiß ich. Etwas enttäuscht war ich auch von der Anleitung zum Stadtmantel von meiner Ex-Kommilitonin Meike, im nachhinein stellte sich heraus, dass da ein paar Fehler versteckt waren. So richtig klar war mir vieles nicht, ich hatte mir mehr Klarheit von der Bild für Bild Anleitung erwartet.

Als dann die Schnitte von Nina hier ankamen, war ich völlig perplex. In 50 Schritten ist mit Bildern, richtig tollen Bildern, wo man rechte und linke Stoffseite erkennt, wo die Naht dargestellt ist, Schritt für Schritt, völlig "idiotensicher" erklärt wie das Kleid xy zu nähen ist. Ich habe dann gleich noch 2 weitere Schritte aus dem Flohmarktfundus "bestellt".



Ich bin sicher, meinen Nähhorizont demnächst deutlich zu erweitern und mich an kompliziertere Stücke zu wagen.

Heute habe ich allerdings erstmal nur einen Satz Schlafbrillen genäht, eine Freundin fährt nach Island und da ist es bekanntlich nachts immer noch lange hell.



Lieben Gruß, Anja