Upps, das ging schnell. Montag Abend habe ich in geselliger Online-Runde den Stoff zugeschnitten. Dienstag und Mittwoch Abend genäht und heute bei Sonnenlicht schnelle Indoor-Fotos gemacht. Anziehen kann man die Bluse bei den Temperaturen freilich noch nicht. So nehme ich dann auch mal wieder beim Me made Mittwoch teil. Der gerät immer mehr in Vergessenheit aus unterschiedlichen Gründen.
Es ist im Wesentlich das gleiche Modell wie dieses in diesem Post ausführlich beschriebene Teil. Selbst der Stoff ist am gleichen Tag in gleicher Menge beim gleichen Händler gekauft worden. Schwarz war geplant, im Endeffekt bin ich aber mit der anderen Farbe, Olivgrün, glücklicher.
Vor der Fertigstellung habe ich noch überlegt, ob ich die Nähte in kontrastierender Farbe nähe, Rot zum Beispiel, habe es dann aber doch gelassen. Einfarbig lässt sich doch besser kombinieren.
Was habe ich anders gemacht als beim Organzakleid: die Länge ist die Originallänge der Bluse. Ich habe mehr Nahtzugabe geschnitten, weil ich das bei dem Überkleid aus Organza für französische Nähte knapp fand - die Bluse ist auch deutlich weiter geworden als das Kleid, fast ein bisschen mehr als ich wollte. Schon beim Auflegen auf den Stoff war klar, dass ich deutlich mehr Weite eingeplant hatte, vorstellen kann man sich das dann aber erst bei der Anprobe. Ich habe einen zusätzlichen Volant auf der anderen Seite eingesetzt, allerdings nicht über den Ärmel, sondern nur im Vorderteil über Eck. Man kann das auf den Fotos alles sehr schlecht erkennen. Das ist auf dem Foto des Originals im Schnittmuterheft in marineblau aber auch so. Dunkle Farben lassen sich einfach schlecht fotografieren. Außerdem ist der Ärmel ohne Volant erheblich länger und weiter als im Originalschnitt. Ich habe jetzt nicht nur eine asymmetrische Form, sondern auch einen Längenunterschied. Die Volants hängen über den Saum schräg hinaus, es bilden sich unten also zwei Zipfel.
Ach ja, hinten habe ich diesmal die vorgesehene Teilungsnaht gelassen. Das hat die Knopfverschlusslösung vereinfacht. Das Original sieht einen Reißverschluss vor, wegen meiner Mehrweite hätte ich bei dieser Bluse vermutlich gar keinen Verschluss gebraucht. Aber auch das wusste ich vorher nicht. Schlimmer wäre es gewesen, wenn das Halsloch zu eng wird.
Ich habe die Bluse oben über einer Jeanslatzhose angezogen, unten über einer normalen Jeanshose:
Im Sommer gibt es sicher noch weitere Tragevarianten mit leichterer Kleidung, die noch in den Kisten verstaut ist. Aber grundsätzlich gefällt mir der Bruch, feiner Organza, derber Denim.
Die Bluse ist allerdings noch nicht fertig:
Der Beleg hinten und die Nahtzugabe am vorderen Beleg sind noch nicht befestigt. Auf diesem Foto wollte ich euch eigentlich auch noch den schönen Knopf, vermutlich Original 60er Jahre, zeigen, den ich aus dem Bestand meiner Mutter übernommen habe, der hier einen Ehrenplatz bekommen hat. Ebenfalls aus dem Bestand meiner Mutter sind die schwarzen Pailletten, die ich noch aufnähen werde, um die Belege zu befestigen, um Effekte an Vorder-/Rückenteil und an den Volants zu gestalten. Vermutlich mache ich das wieder freestyle wie mit den Perlen an dieser Bluse. Dafür nehme ich mir irgendwann Zeit.
Für die Kosten, den Schwierigkeitsgrad können einfach alle Angaben aus dem Post des Kleides übernommen werden. Zeit habe ich deutlich weniger gebraucht, weil der Schnitt kopiert war und ich im Organzanähen "drin" war und alles so übernommen habe wie vor 2 Wochen.
Gezeigt auf letzte Minute beim Me made Mittwoch im März, auch, um Manuela einen Eindruck zu verschaffen, die schon auf Bilder gehofft hat, das grüne Organzakleid nehme ich mit zu den Munichfrocktails und trage es dort nun über winterlicher Kleidung. Ein Foto packe ich dann in den alten Post von vor 2 Wochen. Hoffentlich treffe ich viele von euch in München....
Lieben Gruß, Anja





