Mittwoch, 7. April 2021

Burda Jeans und Burda Sweatshirt

Vor etwas mehr als 3 Wochen habe ich an dem sehr genialen virtuellen Nähwochenende, das Chrissy (nur auf Instagram) und Muriel organisiert haben, teilgenommen. Ich war von der Organisation und dem Ablauf sehr begeistert und habe in 2 Tagen (und einem Abend) soviel und so intensiv genäht wie schon ganz lange nicht mehr. 

Zu Beginn ist ein Kleid für den Sommer entstanden, das ich noch nicht getragen habe. Gleiches Schnittmuster wie dieses, Material diesmal Waxprint. Zeige ich, wenn es getragen wird. Da das Kleid so schnell fertig war, habe ich am Samstag Nachmittag noch die Burda Jeans 119 aus 3/2020 zugeschnitten und Sonntag fertig gestellt. Das ist mittlerweile die dritte Jeans, die ich genäht habe, und die mindestens siebte jeansähnliche Hose, so dass der Ablauf mittlerweile klar ist. für den Reißverschluss orientiere ich mich an einer anderen Anleitung, die Größe an Hüfte und Bund übernehme ich von meinem Grundschnitt, für die Länge gebe ich immer mindestens 5 cm zu. Ich habe außerdem den Formbund meiner La Mia Boutique Jeans angesetzt, weil ich das angenehmer finde als so ein gerader Stoffstreifen in der Taille. 

Der Stoff ist letzten Sommer bei einem Besuch des Ladens von Anita Pavani Stoffe in der Nähe von Gießen gekauft, es ist ein ziemlich schwerer, mittelblauer Jeans, vermutlich G-Star, aber sicher bin ich da nicht. Ein Erinnerungskauf. Ich habe wenig ziergesteppt, weil ich eine schlichtere Hose wollte. Der Knopf ist olivgrün (aus dem Vorrat) wie das verarbeitete Garn (kann man nicht erkennen).


Da ich diesen Winter merkte, dass mir wärmende Oberteile fehlen, habe ich - kaum dass Click and Meet möglich war - Sweatshirtstoff erworben, in ganz schlichtem langweiligen, aber kombinationsfreudigen Dunkelgrau und ziemlich schnell ein Sweatshirt genäht: Modell 116 aus Burdastyle 1/2020. Das Original hat ziemlich weite Ärmel, die habe ich deutlich verschmälert, aber nicht so stark nach unten zusammenlaufen lassen. Sie sind auch länger als im Original, aber das ist bei mir immer so, da ich überlange Arme habe. Da der Winter zurück gekehrt ist, gibt es noch Gelegenheit, warme Sachen zu tragen, welch ein Glück für mich.

Der Pulli mit dem angeschnittenen Rollkragen gefällt mir so gut, dass ich davon, wenn die Läden wieder öffnen weitere Modelle nähen werde. Ich habe hier zwar noch andere Modelle von Burda abgepaust liegen, finde aber diesen mit dem großen Rollkragen doch schöner und kuscheliger.

Das Wetter ist wieder sehr winterlich, daher fühle ich ich zur Zeit sehr wohl mit dieser Kleidung. Gezeigt beim Me Made Mittwoch, wo andere mglw. schon sommerlichere Kleidung tragen.

Viele Grüße aus Frankfurt, Anja

16 Kommentare:

  1. Ein Outfit ganz nach meinem Geschmack, schlicht, aber mit schönen Details.
    Änderungen hier und da am Schnitt, um das Design oder die Details an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, gehören für mich zum Nähprozeß auch immer dazu.
    LG von Susanne

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    1. Vielen Dank, Susanne, ich nähe viel zu selten, eigentlich fast nie, so schlichte Sachen, aber die braucht man viel eher.

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  2. Klasse Outfit! Hose und Pulli harmonieren perfekt. So eine lässige Jeans fehlt mir noch in meinem Schrank, vielleicht nehme ich so ein Projekt auf meine Liste. Den richtigen stoff zu finden ist vermutlich etwas knifflig. Vielen Dank für die Inspiration frohes Kuscheln im schönen Pulli1 Kuestensocke

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    1. Ja, bei Jeans gibt es so viele unterschiedliche Qualitäten und Farben, mit und ohne Stretch und dann verwaschen sie auch noch und verändern sich mglw. ganz unberechenbar. Wie bei echten Jeans, ich finde anfassen hier sehr wichtig. LG Anja

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  3. Der Pulli ist für das heutige Wetter absolut das richtige Kleidungsstück...gefällt mir sehr gut an Dir! Wie bist Du denn mit dem Jeansstoff zufrieden? Den Laden von Anita Pavani kenne ich nur als Onlineshop, hatte mir aber auch schon mal überlegt, nach Heuchelheim zu fahren. Die Hose ist sehr schön geworden, vor allem die Bundlösung gefällt mir sehr gut.
    LG Barbara

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    1. Der Jeansstoff ist sehr fest/ schwer, ich kann es nicht in oz ausdrücken, aber von allen, die ich bisher vernäht habe, ist dieser der schwerste. Mich hat die Farbe angezogen, die ist nämlich anders als Jeans sonst, so ein mittelblau, sogar meine Tochter war von der Farbe begeistert, sieht man auf dem Foto nicht wirklich. Der Laden ist klein, weniger als das Online Angebot schien mir, lauter Stoffstücke zum Anfassen auf Bügeln, einfach klasse, um die unterschiedlchen Qualitäten kennen zu lernen, Mengen bestellt man dann an einem Tresen, diverse Reststücke in brauchbaren Größen (2, 3, 4 Meter) zu reduzierten Preisen, im Sommer ideal, da man es mit dem Badesee verbinden kann. LG Anja

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  4. Den Pulli-Schnitt hätte ich nicht wieder erkannt. Klasse, was Du daraus gemacht hast. Gefällt mir richtig gut! Und cool, dass Du Dir Deinen eigenen Jeans-Schnitt zusammengebaut hast. Schade, das Grün von Knopf und Ziernähten kann ich leider am Bildschirm wirklich nicht erkennen, aber ich stelle mir Marine und Oliv zusammen sehr schön vor. LG Manuela

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    1. Ja und die Hose ist auch nicht Marine, sondern viel heller, so mittelblau, das Licht, die Handykamera, der Selfiemodus, aber so ist es eben. Die Farben passen zusammen. Ich kriege das mit den Fotos einfach nicht besser hin, LG Anja

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  5. Ha, die Hose kommt mir bekannt vor... ;-) Toll geworden! Hast du die Beine verschmälert oder fällt dein Jeansstoff einfach so anders? Du hast auch die feinen Details mitgenäht, klasse, mit dem Sweater eine gute Kombi dieser Tage! LG Sarah

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    1. Der Stoff fällt wirklich so anders, die Beine habe ich höchstens verlängert, ziemlich sicher sogar, die Weite ist geblieben. Da die Hose so dick ist, ist sie viel wärmer als ein dünner Jeans wie deiner, hatte sie letzte Woche an einem warmen Tag an, das ging irgendwie gar nicht und war mir vorher nicht so aufgefallen, der Stoff scheint auch dichter gewebt als meine anderen Jeans. LG Anja

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  6. Das sieht richtig toll aus , beide TEile gefallen mir überaus gut ! Speziell vor Hosen habe ich absolut Respekt - Dein Beitrag ist eine sehr schöne Motivation, ein Hosenprojekt in Angriff zu nehmen.
    LG Katrin

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    1. Unbedingt solltest du das versuchen, von Mal zu Mal wird es einfacher, lg Anja

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  7. Beide Modelle habe ich auch genäht und mag sie sehr. Interessant ist es immer wieder, wie unterschiedlich Schnitte umgesetzt aussehen können. Dein Pulli ist aus viel kuscheligerem Stoff als meiner und gleich ergibt sich etwas ganz anderes. Inspirierend! Grüße Anke

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    1. Ja, Stoff, Farbe und Schnittveränderungen machen viel aus, da muss ich gleich mal bei dir gucken, lg Anja

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  8. Ach guck, gerade habe ich noch geschrieben, dass ich den Riegel irgendwie drollig finde und schon sehe ich ihn erneut :) Ich bin auch eine große Freundin von Formbunden - auch wenn ich mich immer mal wieder zu den geraden hinreißen lasse, bereue ich es eigentlich immer. Und dunkelgrau ist hier auch sehr beliebt - kombinierfreudig und unaufgeregt! Super geworden!

    Liebe Grüße, Anne

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    1. Eigentlich ist der Riegel wirklich ziemlich überflüssig, aber mir gefällt er als besonderes Detail, mal was anderes. Die Klappen sind noch überflüssiger und in der Realität sieht man nichts von beidem, weil doch ein Kleidungsstück, Pulli, Shirt o.ä. drüberhängt, Blusen oder irgendwas, das ich in die Hose stopfe, trage ich nahezu nie. LG Anja

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