Mittwoch, 1. Juli 2026

Bodycon Dress aus Burda 4/2024

In unserer Stadtbibliothek wurden letztens alte Burdahefte ausgemustert. Gegen eine kleine Spende habe ich einige mitgenommen, in denen interessante Schnitte waren.

An dem unten gezeigten Kleid hat mir der Ausschnitt besonders gut gefallen. Das Heft ist vom April 2024, Modell 122, das es in mehreren Varianten gibt. Auch als Oberteil. Und mit einer bebilderten Anleitung. Die wäre zwar nicht nötig, denn im wesentlichen besteht das Kleid aus ganz wenigen Nähten, wenigen Arbeitsschritten. Die Kombination weiter Ausschnitt - lange Ärmel schien mir nicht tauglich, denn gerade erst während des Me Made May habe ich eruiert, warum ich bestimmte Sachen nicht trage - dazu gehörten die, wo Schnitt, Stoff, Saison irgendwie nicht zueinander passen. Lange wärmende Ärmel würde ich nie mit einem weiten luftigen Ausschnitt tragen. Was liegt da näher als die Ärmel zu kürzen?

Den perfekten Stoff für das sogenannte Bodycon Dress (ein Begriff, den ich vorher noch nicht kannte, er bezieht sich auf körpernahe Kleidung) hatte ich letzten Sommer in Löwen bei The Fabric Sales gefunden. Einen gestreiften Jersey, nicht sehr dünn, leichte Struktur, ein wunderbarer ins Petrol gehender Blauton. Davon hatte ich - wie ich schlussendlich feststellte - 1,5 m. Zum Glück lag der Stoff sehr breit, so dass ich Vorder- und Rückenteil sowie Belege und 2 kurze Ärmel auf die volle Länge auflegen konnte. Ein Minirest für ein Scrunchie ist mir noch geblieben.


Genäht und getragen habe ich das Kleid vor der großen Hitze. Für die Hitze wäre es auch nicht tauglich, weil m.E. der Jersey zu dick ist. In dieser Woche würde es wieder gehen. Während der sehr heißen Tag habe ich dieses und dieses A-Linien-Kleider aus Seide getragen, alternativ auch dieses mit technischem Zeug versetzte Seide und dieses aus Seidentaffetta, die wirken etwas dicker, aber da sie Stand hatten, klebte nichts an der Haut. 

An meinem Arbeitsplatz war es 29 Grad warm, die Nächte kühlten bei uns nur auf 25 Grad ab und als die 40 Grad Außentemperatur erreicht waren (Wochenende bzw. freier Freitag) habe ich einmal eine luftige Hose probiert (Leinen), sie klebte nach kurzer Zeit an der Taille - no way. Fluffige Kleider sind das Beste, weil gefragt wurde, was wir bei Hitze tragen. Material definitiv Seide, notfalls Leinen, nichts Anderes.

Damit das Kleid nicht so schlicht und langweilig daher kommt, habe ich oben am Ausschnitt und am Seitenschlitz eine farblich passende Spitze zwischen gefasst. Aus dem Bestand, ursprünglich aus der Nähkiste meiner verstorbenen Mutter stammend. Die Menge reichte gerade so. Ein Minilabel am Rücken - ein Überbleibsel von Munichfrocktails et voilá:


Und ihr seht, bei mir sitzt das Bodycon Dress nicht hauteng, das hätte mir absolut nicht gefallen, ich habe einige cm Spiel zwischen Körper und Stoff gelassen. 




Schnelle Zusammenfassung:

Schwierigkeitsgrad: sehr einfach; Zeitaufwand: sehr schnell; Kosten: ca. 23 Euro für den Stoff, alles andere aus dem Bestand

Präsentiert beim Me Made Mittwoch im Juli, herzlichen Gruß

Anja

11 Kommentare:

  1. Das steht dir ganz super. Viele Grüße Eva

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  2. Unsere Stadtbibliothek führt auch immer nur einen Jahrgang der Burda und verkauft die älteren Hefte beim jährlichen Flohmarkt. Was es schwer macht an ältere Hefte heranzukommen. Deine Adaptierungen des Schnittes finde ich gut. Die Spitze macht ein schönes Detail, und sie bricht das Sportliche des Streifenstoffs etwas auf. Auch das weniger Körpernahe und die kurzen Ärmel finde ich gut.
    Liebe Grüße heike

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    1. Ich war auch überrascht, dass 24er Hefte da lagen, in den Fächern sind mindestens 3 Jahrgänge rückwärts, aber neuerdings auch mehrere Hefte einer Nummer, was natürlich toll ist, noch besser wäre es, wenn auch die noch älteren Hefte gesammelt würden. Die anderen Näh- und Strickzeitschriften sind allerdings nur einmal vorhanden pro Ausgabe. LG Anja

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  3. Endlich mal jemand, der sich genauso wie ich über lange Ärmel an einem Sommerkleid wunder oder über kurze Ärmel, weiter Ausschnitt, aber warmer Stoff. Das Kleid sieht gut an dir aus, der Stoff würde mir auch gefallen. Die Verzierung mit Spitze ist klasse, das merke ich mir hoffentlich für meine nächsten Projekte, wenn es wieder kühl genug zum Nähen ist. LG Gabi

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  4. Das Kleid ist sehr schick geworden. Bei den Ärmeln und den Ausschnitten und der Saison gehe ich voll mit, Kurzarmkleider im Winter sind vermutlich für Frauen, die einen Blazer drüber tragen (müssen), wer weiß schon, was in den Designer-Hirnen vorgeht. Allerdings werden Winterhefte schon im Sommer produziert, vielleicht weicht die Wärme die Wahrnehmung der Designer auf.
    Mir gefällt die körperumspielende Silhouette sehr, die hätte ich auch gewählt. Man möchte ja nicht wie eine Presswurst aussehen, wenn man mal ein anständiges Mittagessen vertilgt hat.
    Ich finde die Idee mit der Spitze sehr schön, sie gibt dem sportlichen Look einen schönen femininen Touch. Allerdings wäre sie für mich etwas zu breit.
    Liebe Grüße, Stefanie

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  5. Na da hat der schöne Stoff eine wirklich schöne Verwendung gefunden.

    Falls Du ungelesene Burda-Hefte haben möchtest - ich habe da noch vieles im Schrank liegen. Kann ich Dir gern schicken.
    Ich nähe schlussendlich am liebsten mit Einzelschnitte - und davon habe ich inzwischen für alle Lebenslagen ausreichend...
    LG Kuestensocke

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    1. Ich komme gerne auf dich zurück, liebe Antje, übrigens bin ich dir immer noch sehr dankbar für den Horrorstoff, ich ziehe die Jeansmanteljacke so gerne und oft an und sie passt zu so vielen Sachen und ist so besonders, da muss ich oft an dich denken. Ist schon einige Jahre alt, aber immer noch sehr gut erhalten, lg Anja

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  6. Wunderscjön! Das Kleid steht Dir hervorragend, alles toll: Länge, Passform, Ausschnitt,, Ärmellänge und die FARBE!

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