Mittwoch, 8. März 2017

Partyrock, der Vierte und Stadtmantel

Am vergangenen Wochenende hatte ich unerwartet freie Nähzeit und wollte auch nähen. In der Restekiste befanden sich noch gut 2 m eines ungeliebten Waxprintstoffes. Ungeliebt, weil ich den Stoff, von dem man bekanntermaßen in dem Kölner Laden immer 5 m und ein bisschen kauft, für das Geburtstagskleid einer lieben Freundin gekauft habe. Überhaupt nicht meine Farben. Für einen Rock (also gesichtsfern) dachte ich, geht es - und es geht tatsächlich. Ich hatte Lust auf ein Crafteln / Stokx Schnittmuster und was liegt da näher als den Partyrock mal in total gemustert auszuprobieren. Auch das geht. Und bei meinem vierten Partyrock hatte ich die Falten auch verhältnismäßig schnell gelegt und genäht. Natürlich kommen sie im gemusterten Stoff kaum zur Geltung, das Gefühl, einen besonderen Rock zu tragen, ist trotzdem da.


Das Schrägband habe ich mangels passender Farbe selbst gemacht. Innen habe ich einen Rest schwarzes Kaufwebband genommen. Am Saum wollte ich grün. Hier gestern früh, am noch kalten und komplett wolkenverhangenen Morgen mit dem schwarzen Aranpullover im Innenhof der Welle, einem wellenförmigen Bürokomplex, in dessen Innenhof eine ebenfalls wellenförmige Skulptur "fließt". Im Sommer mit viel Wasser, ganzjährig nachmittags gerne von Skatern besucht, weil auch der Bodenbelag zahlreiche fließende Unebenheiten hat.


Das Muster des weichen Waxprintstoffes (ich kaufe bevorzugt den weichen, der harte steht immer so ab, dafür muss man freilich anfassen können, kann man nur, wenn man im Laden ist) nochmal in groß und unten sieht man, dass das Schrägband perfekt zur Wolle eines Strickjäckchens passen wird.


Dazu trage ich meinen Stadtmantel wie zur Zeit fast täglich. Nach anfänglicher Unsicherheit, zu lang, zu elegant, zu eng, zu - ich weiß nicht was, habe ich ihn mittlerweile total gerne an. Er ist unglaublich bequem und das ist für mich das Wichtigste überhaupt. Bei Temperaturen um die 15 Grad genau das Richtige, mit einem dicken Pulli, wie hier, geht es auch bei 10 Grad, auf dem Fahrrad auch kein Problem, hätte anfangs nicht gedacht, dass ich den Mantel so mögen würde. Das Schnittmuster habe ich beim Sew Along des Partyrocks gewonnen (den Partyrock mochte ich ja von Anfang an, die anderen Stokx Schnitte schienen mir für mich zu figurbetont und ich verbinde mit figurbetont meist unbequem). Das muss nicht so sein, lerne ich langsam.



Den Walk, den Innenstoff und die sieben Druckknöpfe habe ich Anfang des Jahres auf dem Maybachufermarkt gefunden. Ich wollte gerne türkisen Walk und auch ein Gefühl haben, wie dick er ist, daher habe ich nicht online bestellt. Vorgestellt habe ich den Mantel nach Fertigstellung schon mal hier, ich habe die Druckknöpfe noch ein wenig versetzt und damit die Länge justiert. Mit dem dicken Pullover drunter beult er ein wenig an der Brust, die Pulloverärmel passen auch so gerade in die Mantelärmel hinein, aber ohne Pulli wäre es mir zu kalt. Wenn ich den Mantel nochmal nähe, was ich definitiv im Herbst vorhabe, entscheide ich mich für die Variante mit den Teilungsnähten, um ein wenig zu variieren.

Zuallerletzt ein paar Impressionen der Welle, für Ortskundige, in meinem Rücken befindet sich die Rückseite der Alten Oper.


Verbloggt beim Me Made Mittwoch, allerdings habe ich keinen Pussyhat. Grüße aus Frankfurt, Anja

Montag, 6. März 2017

Frühjahrsjäckchen Knit Along

Da ich bereits mitten drin bin im Jacken stricken - das eine Exemplar ist fast fertig (wurde aber auch bereits vor längerer Zeit begonnen, lag dann ein bisschen und wurde von den Winterpullovern überholt), das andere Exemplar liegt in den Startlöchern - mache ich noch mit beim diesjährigen Frühlingsjäckchen Knit Along. Auch wenn ich mich ungerne an Zeitvorgaben halte, sondern lieber so nähe und stricke wie es mir gerade passt.

Die Organisatorinnen Luise und  Sylvia  fragen heute, woran wir uns beim Jacken stricken orientieren. Nach drei misslungenen Versuchen mit drops Anleitungen (deren mehrfach aufgeribbelte Versionen ich hier neu verstricke) und wenigen Jacken, die ich in den eingschlägigen Heften (Rebecca, Verena) in der Stadtbibliothek gefunden habe sowie Recherche auf knitty.com, lande ich am Ende doch immer wieder da, wo ich einmal vor vielen Jahren mit dem Stricken angefangen habe: Ich konzipiere mir selbst das, was ich mir vorstelle, was zu meiner Wolle, meinen Nadeln, meiner Strickfestigkeit passt. Gelernt habe ich von unten nach oben zu stricken, anderes wäre neu für mich und eine echte Herausforderung. Scheint ja mittlerweile sehr verbreitet zu sein. Ansonsten habe ich ein älteres Buch aus Schulzeiten, in dem sich ausreichend Mustervorschläge finden und das Netz ist ja auch voll von Mustern. Für den Frühling schwebt mir ein Lochmuster vor.


Das grüne fast fertige Jäckchen ist nahezu komplett im Rautenmuster gestrickt. Hinsichtlich der Maschenzahl kann ich mich mit dem petrolfarbenen Jäckchen daran orientieren (beides aus Drops Muskat). Kurzzeitig habe ich mal mit Miette geliebäugelt, die Anleitung auch ausgedruckt, aber sie passt weder von Garnqualität noch Nadelstärke und dann diese gruselige Reihe für Reihe Anleitung, die es umzurechnen gilt, nein danke! Dann doch lieber selbst machen. Petrol wird im Gegensatz zu Grün für mindestens 3/4lange Ärmel reichen, allerdings haben einige Knäuel eine andere Farbcharge, da muss ich aufpassen, wo ich die verstricke. Ich habe hier eine interessante Anleitung gefunden zum Raglan von Oben stricken. Vielleicht versuche ich das mal und baue dann unten und in der Mitte das Lochmuster ein (vermutlich das Gladiolenmuster oben links). Die Passe stricke ich an, Knöpfe habe ich noch im Depot, die sollten gehen. Wenn mir das ganze von oben rechnen zu kompliziert ist, mache ich die petrolfarbene Jacke wie die grüne, ganz klassisch von unten nach oben, Ärmel extra stricken und dann alles zusammen nähen. Aber erstmal stricke ich die grüne Jacke zu Ende, dauert nicht mehr lange. Knöpfe habe ich auch noch, die in die etwas groß geratenen Knopflöcher passen sollten.


Verbloggt beim Frühlingsjäckchen Knit Along auf dem Me Made Blog.

Viele Grüße, Anja


Mittwoch, 1. März 2017

Me made Mittwoch - im quasi Burda-Hoschek-Kleid

Etwas verspätet habe ich im Winter mitbekommen, dass in der Burda 11/16 ein Designerschnitt von Lena Hoschek erschienen war, das sogenannte Teatime Dress, leider gibt es den Schnitt bei Burdastyle wohl nicht mehr, jedenfalls kann ich ihn nicht mehr finden. Mit ihren weiten dirndlartigen Ausschnitten eignen sich die Hoschekkleider meines Erachtens sowieso eher für den Sommer. Ich bin auch überrascht, dass noch niemand dieses Kleid genäht hat - oder ich habe es übersehen.


Wie auch immer, für den Sommer fand ich das Kleid sehr ansprechend (natürlich mit kurzem Ärmel). Anfang des Jahres habe ich einen fließenden, sehr leichten Stoff, dessen Zusammensetzung mir unbekannt ist (gekauft auf dem Maybachufermarkt) gefunden, der eine maritime Komponente hat und mir deswegen gut gefiel. Passt dann eigentlich auch in die Sommer 2017 Kollektion der Hoschek: Ahoi.

Nach dem Abpausen des Schnittes war ziemlich klar, dass das Oberteil so nicht sitzen wird. Ich habe deswegen meinen Grundschnitt zerlegt und ein neues Oberteil mit ähnlichem (ähnlich, weil etwas verkleinert) Ausschnitt konstruiert. Auf die Knopfleiste habe ich angesichts des stark gemusterten Stoffs verzichtet, hatte zwischendurch mit Paspeln geliebäugelt, aber auch das schien mir zuviel. Lediglich ein kleiner Aufnäher mit zwei Segelschiffen hat am Rücken Platz gefunden. Der Burdaschnitt bestand nach meiner Erinnerung aus einem gekräuselten Rock (obwohl ich das an dem Original jetzt nicht sehe), gekräuselt mag ich nicht so, deswegen und weil ich massig Stoff hatte (Burda berechnet die Stoffmenge immer viel zu großzügig) habe ich einen Teller zugeschnitten und am Ende noch gut 10 cm gekürzt, weil mir kürzere Röcke besser gefallen.



Um das Outfit zu komplettieren, habe ich mich eines früher sehr gerne getragenen Oberteils erinnert und in einer Kiste auf dem Schrank gewühlt. Ich habe das Stück vor sehr langer Zeit in einem Second Hand Laden in Rom gekauft, es handelt sich um ein Original Marinaio Oberteil. Immer wenn ich es damals anhatte, wurde ich angesprochen, denn an sich hätte es so mit den Sternen / Rangzeichen wohl gar nicht verkauft werden dürfen. Später, hier in Deutschland, war das dann sowieso egal. Zu einer Jeans als winddichtes Sommer(-abend-)oberteil habe ich es viele Jahre gerne getragen. Ob die Marineuniform der italienischen Soldaten immer noch so aussieht, weiß ich nicht.



Die Musteranpassung bei den gebogenen Nähten vorne wie auch allen anderen Nähten war aussichtslos. Stört mich auch nicht. Was mich stört, ist allerdings, dass der Ausschnitt nicht symmetrisch mittig im Muster liegt, also dass ich auf der einen Seite mehr weiß und auf der anderen Seite mehr blau habe, das liegt vor allem daran, dass das Muster völlig ohne Symmetrie verläuft. Mit einer sommerlicheren Hautfarbe wird dieser Störeffekt hoffentlich reduziert.



Bleibt mir nur noch zu hoffen, dass niemand denkt, ich hätte am Aschermittwoch vergessen, mein Karnevalskostüm auszuziehen. Verlinkt beim Me made Mittwoch. Viele Grüße, Anja

Samstag, 18. Februar 2017

Portemonnaie aus Stoffresten

Ich habe von meiner britischen Bloggerfreundin gelernt, dass es sich lohnt, selbst kleine und kleinste Stoffreste aufzu bewahren. Und wenn man sie nur für eine Applikation verwendet. Insofern wächst mein Lager mit diesen Miniresten (wobei ich Fitzelreste inzwischen nur noch von wirklich schönen Baumwollstoffen bewahren, bei Mantel- oder Jerseyresten müssen die Teile schon größer sein, um noch etwas Sinnvolles daraus zu machen). Außerdem sind meine Lagerkapazitäten begrenzt.

Ich leihe mir in der Stadtbibliothek immer wieder die neuen Nähbücher aus, in diesem fand ich eine schöne Portemonnaieanleitung. Verständlich und gut bebildert, die Videos brauchte ich nicht.


So ist aus verschiedenen Miniresten das Innere des Portemonnaies entstanden, der Reißverschluss war auch schon mal in einer Tasche, die ich entsorgt habe. Außen habe ich Softshellreste verwendet, daher musste ich die Außenseite auch nicht verstärken. Es fehlt lediglich noch ein Verschluss, deswegen klafft das Portemonnaie auch auf und kann nicht ordentlich fotografiert werden. Ein Verschluss ist natürlich total wichtig, sonst fällt ja das Geld raus. Aber da ich noch ein Portemonnaie habe, hat der noch Zeit. Und theoretisch hätte ich Material, um noch ganz viele dieser Portemonnaies für Freundinnen zu nähen. Von dem Softshell hätte ich nämlich gut 30 cm weniger kaufen können. Aber ich habe mehr Lust, immer wieder Neues auszuprobieren.


Ein schönes Restwochenende, viele Grüße, Anja

Dienstag, 14. Februar 2017

Stulpen aus Wollresten

Seit letztem Sommer habe ich für meine Verhältnisse viel gestrickt, ja - und wer viel strickt, hat auch immer viel Wolle übrig. Denn meistens nehme ich nicht genau die Wolle, die in der Anleitung empfohlen wird (oft ist das ja superteure Ladenwolle) und um auf Nummer Sicher zu gehen, kaufe ich dann lieber ein zwei Knäuel mehr. Denn einmal ist mir passiert, dass ich nachbestellen musste und man sah im fertigen Stück eine deutliche Grenze, ab wo die neue Färbung angestrickt war.

Diese Stulpen sind schon eine Weile fertig, sie sind nach dieser Gratis Anleitung gemacht und da es heute etwas wärmer werden soll, habe ich sie hervorgekramt, um sie gleich anzuziehen. Der Clou an den Stulpen ist, dass sie auf beiden Seiten ein unterschiedliches Muster haben. Das würde wohl besser herauskommen, wenn die Farben stärker kontrastieren würden. Trotzdem gefallen sie mir.


Dieses Projekt verblogge ich beim Handmade on Tuesday. Liebe Grüße aus Frankfurt, Anja

Montag, 13. Februar 2017

Aran stricken - Na Craga

Letzten Herbst habe ich mir dieses Buch gekauft. Angetan hat es mir vor allem der wunderschöne Pullover St. Brigid. Der ist kein Einsteigermodell, deshalb habe ich erstmal eines der einfacheren Modelle gestrickt: Na Craga, sozusagen das Anfängermodell im Buch und um mal wieder ins Zopfmuster stricken reinzukommen. Im Übrigen meine erste große englischsprachige Anleitung. Zu Weihnachten habe ich mir Drops Lima schenken lassen, in einem kombinationsfreudigen, neutralen Schwarz. St. Brigid wird in petrol gestrickt (die Wolle ist auch schon da), damit das Muster noch besser herauskommt.


Ich habe noch nie so lange an einem Teil gestrickt, habe gleich nach Neujahr angefangen, war mehrmals mit der Bahn unterwegs, kam aber dennoch nur langsam voran. Anfangs brauchte es bis ich das Muster intus hatte. Irgendwann klappte es dann ohne Anleitung, meistens. Ganz unten sieht man, dass mir Fehler passiert sind. Heute habe ich die letzten Fäden vernäht. Der Pullover ist unter dem Ärmel ein bisschen zu weit, aber das habe ich erst gemerkt als ich schon gut 20 cm gestrickt hatte, da wollte ich nicht mehr neu starten. Habe stattdessen hinten schmaler gestrickt. Die Ärmel sind länger als im Original, außerdem habe ich den Hals enger gestrickt (etliche englischesprachige Blogger verweisen auf einen zu großen Halsausschnitt) und einen richtigen Rollkragen gemacht. Darin fühle ich mich wohler. Klassische Aranpullover haben eine an den Ärmel angestrickte Schulterpasse, insofern hatte ich einiges zusammen zu nähen. Die Mühe hat sich gelohnt. Gebraucht habe ich fast 750 g Drops Lima, gestrickt mit Nadelstärke 4 ist der Pullover ca. eine Größe kleiner als die kleinste Größe im Buch (das ergab sich so, weil ich keine Originalwolle von Alice Starmore verwendet habe).


Der Pullover ist für kalte bis sehr kalte Tage, werde ihn wohl in dieser Saison nicht mehr so oft anziehen können, aber manchmal kommt ja im März noch eine Kälteperiode. Aber ich freue mich, ihn nächsten Winter oft zu tragen. Mit St. Brigid fange ich im Spätsommer an, damit ich ihn rechtzeitig für den nächsten Winter fertig habe.


Da ich derzeit das Tücherstrickbuch von Marisa aus der Bibliothek hier liegen habe, erinnere ich mich an die Aktion "Auf den Maschen" und da verblogge ich diesen Post.

Lieben Gruß aus Frankfurt, Anja

Mittwoch, 18. Januar 2017

Me made Mittwoch - Burda Minikleid und Stadtmantel

Ich habe diesen Winter dieses Kleid noch ein zweites Mal aus einem Strickstoff genäht, den ich in der relativ schlecht bestückten und damit uninteressanten Alfatex Filiale in Weiterstadt bei Darmstadt gefunden habe. Das Kleid fällt völlig anders als Nummer 1 aus Sweatshirtstoff, vor allem fehlt der interessante Fall des großen Kragens (wenn dieser noch ein bisschen länger wäre, leider ist er es nicht, könnte ich ihn als Kapuze überstülpen, damit wäre er wieder etwas interessanter). Der Strick ist auch nicht ganz so warm wie der Sweat, insofern ist das Kleid nur bedingt einsatzfähig bei diesen eisigen Temperaturen. Ich trage meine Skiunterwäsche drunter und an den Beinen bewege ich mich ja draußen.




Erst am Wochenende fertig geworden und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch nur bedingt geeignet, ist der Stadtmantel von Crafteln / Stokx.  Dicke Pullover passen leider nicht drunter, aber das war mir vor dem Nähen klar. Den Walk, die Druckknöpfe und den Besatz- / Futterstoff habe ich kurz nach Neujahr bei meinem ersten Besuch auf dem Maybachufermarkt gekauft. So richtig viele tolle UND günstige Stoffe habe ich dort auch nicht gesichtet. Vielleicht war der Termin auch einfach blöd. Aber ich war richtig lange nicht mehr in Berlin und finde, dass die Stadt sich in den letzten 10 Jahren nochmal immens verändert hat. Den Originalmantel von Stokx habe ich mir auf der weiteren Durchreise auch noch angeschaut und mir dann den Schnitt bestellt.

Das Zusammenkleben war o.k., würde ich im Zweifel nicht nochmal machen, sondern plotten lassen. Zugeschnitten war der Stoff schnell, beim Nähen taten sich beim Annähen des Belegs Schwierigkeiten auf. Ich habe 1 - 1,5 Stunden über der Anleitung und den Fotos gebrütet (ähnlich ging es mir beim Castelbajac Kleid) bis ich irgendwann meinen Verstand eingesetzt habe und die Anleitung ignoriert habe. Ab da war das Weiternähen kein Problem mehr und die Anleitung auch verständlich. Allerdings fehlte mir die Lust und ich wollte endlich fertig werden. Das Einnähen der Futterärmel war etwas fummelig, da fällt mir Handnähen leichter. Ich habe die Taschen gleich vergrößert, weil ich immer viel hinein packe. Leider waren sie dann so groß, dass sie mit dem Beleg kollidierten. Und was mir zu spät aufgefallen ist, ist die fehlende Symmetrie auf der Vorderseite. Ich hätte hier lieber ein Vorderseitenteil um einen Knopfleistenstreifen verbreitert. Nachträglich habe ich den Mantel um gute 6 cm gekürzt. Er war mir zu lang. Auf den Fotos sieht die Vorderseite ungleich aus, hmm, schaue ich mir nochmal an, aber vermutlich müsste ich dann die Druckknöpfe auf einer Seite neu annähen. Die Taschen hätten auch ordentlicher aufgenäht werden können. Ob das überhaupt im normalen Leben auffällt?


Die großen und - wie ich finde - schönen Druckknöpfe kosteten auf dem Maybachufermarkt nur 50 Cent. Sie halten viel besser als andere von Prym, die ich hier im Kurzwarenladen viel teurer gekauft habe. Sie sind deswegen so nah an der Kante angenäht, weil sonst die vergrößerten Taschen verdeckt worden wären.



Ich verblogge beide Teile beim Me made Mittwoch und schaue mir auch heute Abend an, was sonst in diesen winterlichen Tagen getragen wird.

Viele Grüße, Anja