Samstag, 25. März 2017

Stoffe kaufen - Farbauswahl - Review zum Probenähen


Ich habe mich unglaublich gefreut, als ich von Meike die Info bekommen habe, ihr neues Schnittmuster Probe nähen zu "dürfen". Vielleicht lag es daran, weil ich ihr eine Menge Rückmeldung zum Stadtmantel gegeben habe, der aufgrund einiger Unklarheiten bei der Beschreibung nicht so glatt und easy zu nähen war wie ich es mir von einem Bild-für-Bild Schnitt gewünscht hätte. Keine Ahnung. Jedenfalls finde ich beide Schnitte, die ich bisher von ihr genäht habe, genial. Und die anderen Sachen, die ich mal bei einer Besichtigung des Showrooms von Stokx gesehen habe, finde ich auch toll. O.k. - und nachdem sie geschrieben hatte, dass man mehrere Meter Jersey brauchte, hoffte ich ein wenig, dass es sich um ein bestimmtes Kleidungsstück handeln würde, das ich auf der Stokx Seite aus reichlich Jersey entdeckt habe.

Ich bin weiß Gott kein Nähprofi, huddele auch ab und zu, habe keinen super Maschinenpark zuhause und meine Fotos sehen auch nicht so professionell aus. Ein Grund, sich für das Probenähen ein bissel mehr Mühe zu geben: Habe mich meines Farbpasses erinnert und dachte mir, wenn ich schon Stoff kaufe, dann genau passend. Ich wollte gerne etwas aus meiner Grünpalette, etwa das Jadegrün ....


Früher als ich noch überwiegend Kaufklamotten trug, erwies sich der Farbpass als unnütz, da es die Farben, die mir empfohlen worden sind, eigentlich nie gab, es gab immer nur Modefarben.

Vorwiegend bewege ich mich zwar sowieso in meinen Grün-Blau-Lieblingstönen, aber manchmal machen Nuancen ja einen Unterschied. Nach ein oder zwei Stofffehlbestellungen (Farben anders als im Computer und Material dünner oder dicker als ich es mir vorgestellt habe), kaufe ich Stoff auch wieder ausschließlich im Laden oder auf dem Stoffmarkt. Ich muss Stoffe einfach anfassen, um ein Gefühl für den Verwendungszweck zu bekommen. Gerne halte ich mir auch den Stoff am Ballen vor den Körper - sofern ein Spiegel da ist (früher war es selbstverständlich, dass die Verkäuferin in der Stoffabteilung dies anregte, ich erinnere mich sogar, dass ich vor sehr vielen Jahren einmal bei Kaufhof auf eine Dachterasse geführt wurde, um mir einen Stoff bei Tageslicht anschauen zu können).

Für das Probenähen wollte ich uni Baumwolljersey für mehrere Ninjas in einem Stoffgeschäft mit reichlich Farbauswahl kaufen. Gefunden habe ich dann einen schönen Blauton. Meine Tochter, für die ich ebenfalls ein Frühjahrshoodie nähen wollte, hätte lieber etwas in Richtung Smaragdgrün gehabt, davon gab es nicht mehr genug Stoff auf der Rolle im Laden. Entschieden hat sie sich dann für ein mittleres Türkis. Könnte ich auch tragen, aber Partnerlook, nein danke. In der Folgewoche waren wir noch in einem Reiterladen, der ganz in der Nähe von Alfatex Weiterstadt liegt, es wanderte noch ein flaschengrüner Sweat in den Einkaufskorb.


Hier noch eine kleine Collage der fertigen Stücke, die ich jetzt auch nach und nach verbloggen werde.


Insgesamt hat das Probenähen unglaublich viel Spaß gemacht: der Austausch mit den anderen Probenäherinnen über das Tool Slack, das genaue, kritische Bearbeiten des ausgedruckten Schnittes, das Nähen und Korrekturlesen, die Fotoshootings, die ich sonst weniger aufwändig plane. Danke, liebe Meike, dass ich mitmachen durfte.

Viele Grüße aus Frankfurt, Anja


Kommentare:

  1. Ich finde Deine Ninjas richtig klasse! Der Schnitt gefällt mir auch sehr gut. Ich mag ja so Kleinigkeiten (wie hier die ans Vorderteil angesetzte Kapuze), die das ganze Teil dann so besonders machen. Liebe Grüße!

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  2. Oooh, was für ein schöner Bericht. Den hatte ich ja noch gar nicht gesehen! Ich freue mich, dass du dabei warst und dass dir die Schnitte so gut gefallen!

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    1. Ich mag es einfach, wenn Sachen nicht so 08/15 sind und das sind diese Sachen.

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