Ein aufregender Mai war es, in verschiedener Hinsicht - und es bleibt weiter ein denkwürdiges Jahr - zur Corona Pandemie kommen nun in ganz vielen Ländern politische Konflikte, da scheint es irgendwie banal über Kleidung oder Nähen zu schreiben.
Dennoch reihe ich mich beim Me made Mittwoch ein.
Am letzten Tag des Me made May hatte ich ein weiteres Outfit aus den Untiefen des Kleiderschranks gekramt, um die Kompatibilität zu checken - und es ging, sehr gut sogar, besser als andere Kleider zu der Jacke.
Ziel meines Monats war es ja neben dem Anziehen von Selbstgenähtem (was keine Herausforderung ist, da ich kaum mehr Kaufkleidung besitze, und wenn, dann sind es uralte Kombiteile) zu schauen, was Kleidung zu Schrankleichen macht bzw. diese zu neuem Leben zu erwecken oder auszusortieren.
Auffällig war, dass die Schrankleichen meist ein Problem zwischen Schnittmuster und Stoffqualität aufwiesen, d.h. einige Schnitte mit 3/4 Ärmeln oder weitem Ausschnitt waren aus recht festem, mitteldickem Stoff, damit weder winter- noch sommergeeignet (Frühling und Herbst sind ja mittlerweile hierzulande sehr kurz), langärmlige hochgeschlossene Kleider / Oberteile waren aus Jersey, damit im Winter zu kalt, im Sommer zu warm, Jacken / Mäntel, die nicht wärmen, sind fast überflüssig, sie können morgens oder in klimatisierten Räumen / Zügen angezogen werden, ansonsten haben sie maximal dekorativen Charakter. Ich habe Röcke gefunden, die nicht 100% fahrradtauglich sind (zu eng und / oder zu weit und zu lang, natürlich kann ich das mit Klammern abmildern, komischerweise gehen die weiten Hosen alle gut auf dem Rad).
Außerdem ziehe ich lieber Webware als Jersey an, lieber Naturfaser als gemischte Gewebe.
Die vielen genähten Taschen haben auch kaum ihren Einsatz gefunden, weil ich immer zu den gleichen Modellen greife: langer Gurt schräg über die Schulter, damit die Hände frei bleiben, außerdem großes Volumen. Einmal bei einem offiziellen Anlass habe ich ein schickeres Modell gewählt. Und zum Wandern manchmal den Rucksack (gekauft).
Ein paar Sachen sind bereits zerschnitten, werden umgearbeitet, anderes zu Putzlappen verwertet und 2 Kleidungsstücke sind schön, tauglich, aber ziemlich abgeliebt, sie werden den Sommer ebenfalls nicht überleben.
Und eine weitere Erkenntnis: Mir fehlen Oberteile aus Webware, die ich gar nicht so gerne nähe. Deshalb habe ich selten Röcke getragen.
Für zukünftige Stoffkäufe und Nähpläne habe ich also reichlich Erkenntnisse gesammelt.
Die Kombination von Sonntag besteht aus einem selten getragenen Viscosejerseykleid (Ninja ohne Kapuze), ein hochsommerlicher Schnitt, der aber bei Hitze irgendwie nicht angenehm am Körper ist, da kühlt Baumwolle einfach mehr und "klebt" nicht so am Körper. In der Verlinkung ist das Kleid ganz unten beschrieben, den Wasserfall habe ich nachträglich noch geändert. Dazu eine außergewöhnliche Jeansjacke aus Mon Cours de Style, die ich auch nie getragen habe, weil ich wenig Kombinationsmöglichkeiten sah. Außerdem hat sie Cut Outs und keinen vernünftigen Verschluss, d.h. sie hängt locker am Körper und wärmt maximal die Arme. Zusammen mit dem Sommerkleid war es an dem windigen Sonntag eine gute Verbindung, drinnen wie draußen.
Und da ich heute reichlich Zeit habe, steht die Nähmaschine auch schon auf dem Esstisch und ich werde aufgrund der Erfahrungen des letzten Monats und der Inspiration der Ausstellung am Samstag einige Kleidungsstücke ändern / aufpeppen (einen zu weiten Rock und ein Kleid mit zu engen Armlöchern) bzw. komplett verändern (eine weiße Bluse aus den 80ern, die viel Stoff bietet).
Viele Grüße, Anja
Und da ich heute reichlich Zeit habe, steht die Nähmaschine auch schon auf dem Esstisch und ich werde aufgrund der Erfahrungen des letzten Monats und der Inspiration der Ausstellung am Samstag einige Kleidungsstücke ändern / aufpeppen (einen zu weiten Rock und ein Kleid mit zu engen Armlöchern) bzw. komplett verändern (eine weiße Bluse aus den 80ern, die viel Stoff bietet).
Viele Grüße, Anja




























