Bevor ich kürzlich nach Rom gefahren bin, habe ich mich informiert, ob es dort (immerhin kommen Valentino, Elsa Schiaparelli , Fendi und andere Designer dorther) ein Modemuseum gibt. Google nannte mir das Museo Boncompagni Ludovisi, ein Museo per Arti Decorative, il Costume e la Moda dei secoli IX e XX. Also so eine Art Kunstgewerbemuseum mit Kleidern aus dem 19. und 20. Jahrhundert, da das Museum keinen Eintritt verlangt und anscheinend wenig besucht wird (kein Vorverkauf, keine Warteschlange!) kann man nicht viel falsch machen.
Das Museum befindet sich in einem schönen Palazzo in der Via Boncompagni, zwischen Via Veneto und Piazza Fiume, also nicht mal weit außerhalb des Zentrums. Die Räume sind nach Epochen gestaltet, d. h. in jedem Raum befinden sich Möbelstücke, Gemälde, Kleider, Keramik aus der jeweiligen Epoche. Diese Sortierung hat mir sehr gut gefallen. Unten bspw. ein Kleid im Klimt Look bestickt in entsprechender Umgebung.
Zahlreiche Kleider, auch Herrenanzüge und Accessoires, sind gestiftet, teils von Modeschöpfern, größtenteils von wohlhabenden Damen der römischen Gesellschaft. Palma Bucarelli, die sehr lange die Galleria d'Arte Moderna in Rom geleitet hat und eine selbstbewusste Frau - auch in Zeiten der Mussolini Herrschaft - war, hat viele ihrer Kleider gestiftet und damit den Grundstock für die Ausstellung geliefert.
Neu war mir, dass Angelo Litrico (wer kennt nicht die günstigen Herrensachen von C&A, die diesen Namen tragen, ich dachte, es sei ein Fantasiename) ein innovativer römischer Modeschöpfer war. Hier Skizzen und Foto von ihm:
Alles in allem eine nette, kleine Ausstellung, die eine angenehme Pause vom römischen Verkehrs- und Touristenchaos bietet.
Und natürlich habe ich mir am Ende des Aufenthalts in Rom auch noch einen Souvenirstoff (lana vergine made in Italy) von Bassetti Tessuti gegönnt. Der Preis hat nochmal den des Stoffs dieser Hose getoppt, aber er fühlt sich unendlich gut an. Viele Grüße aus dem kalten Frankfurt, Anja
Mittwoch, 30. Oktober 2019
Samstag, 12. Oktober 2019
Fashion Exhibitions und eine andere textile Ausstellung
Im letzten Monat habe ich nicht genäht, bin aber fleißig in Museen gewesen.
In der Frankfurter Kunsthalle Schirn läuft im Rahmen der Buchmesse Ehrengast Norwegen eine hochinteressante Ausstellung über die Wandteppiche von Hannah Ryggen. Ich hatte von Ryggen bisher nicht gehört und war einerseits von der Handarbeit beeindruckt, aber noch mehr von der Frau, die ihre politische Meinung auf Teppiche gewebt hat und ihr Leben völlig selbstbestimmt ohne sich zu Verbiegen gelebt hat. Hier ein Link https://www.schirn.de/ausstellungen/2019/hannah_ryggen/ und eine Rezension https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/hannah-ryggen-widerstand-in-wolle-16403046.html
Während unseres Herbsturlaubs war ich in zwei wunderbar kuratierten Ausstellungen im Fashion Museum in Manhattan. Hier je ein Link dazu //www.fitnyc.edu/museum/exhibitions/paris-capital-fashion.php und http://www.fitnyc.edu/museum/exhibitions/minimalism-maximalism.php Die Räume waren zu sehr abgedunkelt, als dass ich mit dem Handy gute Fotos hätte machen können. Leider nicht ganz um die Ecke, dafür kostenlos und am Samstag Vormittag erstaunlich leer, was man von anderen Museen in New York nicht behaupten kann.
Zu guter Letzt eine lohnenswerte Ausstellung im Kunstforum Düsseldorf über Pierre Cardin. Mit ihm habe ich bisher vor allem Herrensocken und -anzüge assoziiert. https://www.kunstpalast.de/de/museum/ausstellung/aktuell/Pierre-Cardin-Ausstellung Aber in den 60er Jahren und danach wurde seine Marke zusammen mit Rabanne und Quant in einem Atemzug genannt. 80 Exponate aus verschiedenen Kollektionen, viele Jumpsuits, auch als Strumpfhosenbodysuit, kann mir kaum vorstellen, dass sowas passt und wenn man dann noch Miniröcke darüber trägt, wird der Toilettengang eine größere Aktion.
Das Licht war weniger gedämmt als im FIT:
Wer die Mode der 60er mag, ist hier genau richtig. Es gab auch Schmuck, Schuhe und viele Hüte zu sehen.
Gruß, Anja
In der Frankfurter Kunsthalle Schirn läuft im Rahmen der Buchmesse Ehrengast Norwegen eine hochinteressante Ausstellung über die Wandteppiche von Hannah Ryggen. Ich hatte von Ryggen bisher nicht gehört und war einerseits von der Handarbeit beeindruckt, aber noch mehr von der Frau, die ihre politische Meinung auf Teppiche gewebt hat und ihr Leben völlig selbstbestimmt ohne sich zu Verbiegen gelebt hat. Hier ein Link https://www.schirn.de/ausstellungen/2019/hannah_ryggen/ und eine Rezension https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/hannah-ryggen-widerstand-in-wolle-16403046.html
Während unseres Herbsturlaubs war ich in zwei wunderbar kuratierten Ausstellungen im Fashion Museum in Manhattan. Hier je ein Link dazu //www.fitnyc.edu/museum/exhibitions/paris-capital-fashion.php und http://www.fitnyc.edu/museum/exhibitions/minimalism-maximalism.php Die Räume waren zu sehr abgedunkelt, als dass ich mit dem Handy gute Fotos hätte machen können. Leider nicht ganz um die Ecke, dafür kostenlos und am Samstag Vormittag erstaunlich leer, was man von anderen Museen in New York nicht behaupten kann.
Zu guter Letzt eine lohnenswerte Ausstellung im Kunstforum Düsseldorf über Pierre Cardin. Mit ihm habe ich bisher vor allem Herrensocken und -anzüge assoziiert. https://www.kunstpalast.de/de/museum/ausstellung/aktuell/Pierre-Cardin-Ausstellung Aber in den 60er Jahren und danach wurde seine Marke zusammen mit Rabanne und Quant in einem Atemzug genannt. 80 Exponate aus verschiedenen Kollektionen, viele Jumpsuits, auch als Strumpfhosenbodysuit, kann mir kaum vorstellen, dass sowas passt und wenn man dann noch Miniröcke darüber trägt, wird der Toilettengang eine größere Aktion.
Das Licht war weniger gedämmt als im FIT:
Wer die Mode der 60er mag, ist hier genau richtig. Es gab auch Schmuck, Schuhe und viele Hüte zu sehen.
Gruß, Anja
Freitag, 13. September 2019
Islandpullover Hlekkur
Beim letzten Trip nach Island, der bereits fast 2 Jahre zurück liegt, hat die Tochter große Strickpläne gehegt. Von den 3 geplanten Pullovern hat sie letztendlich nur einen fertig gestrickt. Lettlopi hält auch so unglaublich warm, dass man die Pullover im normalen deutschen Winteralltag kaum in geheizten Räumen tragen kann. In wenig geheizten schon. Aber meist wird ja sehr viel geheizt.
In der Übergangszeit eignen sich die Lopapeysa (Islandpullover) perfekt als Outdoorkleidung statt Jacke.
Jedenfalls lag und liegt noch reichlich Lettlopi (Islandwolle) in diversen Schubladen. Neue Wolle in größeren Mengen und Reste von alten Strickstücken, die hier jeweils verbloggt sind: Bahlavit, Kedja, Eyja, Kambur, Afmaeli,
Hlekkur sollte ursprünglich eine Strickjacke mit Reißverschluss für meinen Mann werden. Er fand es dann aber doch zu schade, den Pullover vorne zu zerschneiden. Ich hätte gerne mal den Steek probiert, aber so hatte ich definitiv weniger Arbeit. An einem Ärmel bin ich mit dem Muster etwas durcheinander gekommen, man sieht es nicht. Und die helle Wolle ist nicht genau die gleiche Farbe, die Abweichung ist nur zu erkennen, wenn man weiß, wo welche Wolle verwendet wurde. So sollte es auch sein.
Für den Winter werden jetzt aus den kleineren Restmengen noch Handschuhe gestrickt, die wärmen nämlich auch wunderbar, verfilzen, sind windundurchlässig und stoßen auch geringe Wassermengen prima ab.
Wir mögen Lettlopi, aber es gibt Menschen, denen sie zu kratzig ist.
Viele Grüße
Anja
In der Übergangszeit eignen sich die Lopapeysa (Islandpullover) perfekt als Outdoorkleidung statt Jacke.
Jedenfalls lag und liegt noch reichlich Lettlopi (Islandwolle) in diversen Schubladen. Neue Wolle in größeren Mengen und Reste von alten Strickstücken, die hier jeweils verbloggt sind: Bahlavit, Kedja, Eyja, Kambur, Afmaeli,
Hlekkur sollte ursprünglich eine Strickjacke mit Reißverschluss für meinen Mann werden. Er fand es dann aber doch zu schade, den Pullover vorne zu zerschneiden. Ich hätte gerne mal den Steek probiert, aber so hatte ich definitiv weniger Arbeit. An einem Ärmel bin ich mit dem Muster etwas durcheinander gekommen, man sieht es nicht. Und die helle Wolle ist nicht genau die gleiche Farbe, die Abweichung ist nur zu erkennen, wenn man weiß, wo welche Wolle verwendet wurde. So sollte es auch sein.
Für den Winter werden jetzt aus den kleineren Restmengen noch Handschuhe gestrickt, die wärmen nämlich auch wunderbar, verfilzen, sind windundurchlässig und stoßen auch geringe Wassermengen prima ab.
Wir mögen Lettlopi, aber es gibt Menschen, denen sie zu kratzig ist.
Viele Grüße
Anja
Mittwoch, 11. September 2019
Hose Burdastyle 7/2018 Modell 120
Diesen Schnitt habe ich kurz nach Erscheinen des Heftes kopiert, ich wollte eine Sommerhose daraus nähen, ein geeigneter Stoff liegt auch schon bereit. Aber irgendwie habe ich es den ganzen letzten und diesen Sommer nicht geschafft, zu nähen. Ich brauchte die Hose auch nicht wirklich. Besonders gereizt haben mich vor einem Jahr die kleinen Falten an den Taschen, die allerdings längst nicht mehr im Trend sind und die ich daher jetzt weggelassen habe.
Im Nähtreff letzte Woche habe ich den Schnitt endlich auf Stoff gebracht. Aber einen Winterstoff: Breitcord, den ich im Frühjahr bei Lil Weasel in Paris gekauft habe. Ähnlichen Stoff hätte ich auch einige Monate später auf dem Frankfurter Stoffmarkt gefunden, aber zu dem Zeitpunkt hat meine Recherche immer nur zu Breitcordstoffen geführt, die aus ziemlich viel Kunststoff bestehen. Dieser ist aus 100 % Baumwolle. Die Hose ist schnell genäht. Maß Genommen hat sie bereits beschrieben. Ich habe das Schnittmuster ebenfalls ungeteilt vernäht, bodenlang, rückwärtige Taschen ergänzt und in der hinteren Mitte eine Hohlkreuzanpassung vorgenommen. Dazu siehe unten.
Die Hohlkreuzanpassung führte zu unangenehmen Falten, die ich erst bemerkt habe, als ich die Hose von hinten fotografierte. Also den Bund in der Mitte nochmal abgetrennt und die mittlere Naht verbessert. Man erkennt den Unterschied auf dem zweiten Bild.
An sich braucht man nicht nur zum Abmessen eine zweite Person, sondern auch zur Anprobe. Denn die Falten sieht man nicht, wenn man sich am Spiegel verdreht, dann wirft die Hose immer Falten. Nun ja, zum Glück ließ es sich leicht begradigen.
Die Seitenansicht ist wegen Selbstauslöser und Stellfläche leicht von unten fotografiert. In Wirklichkeit sitzt der Knopf gerade und die Teile überlappen ordentlich.
Den Knopf habe ich auch ergänzt, ich mag es einfach lieber, wenn ich oben über dem Reißverschluss noch einen Knopf habe. Im Prozess kam mir die Idee, ihn leicht nach vorne zu versetzen, als Hingucker. Den Saum habe ich händisch angenäht.
Zwischendurch war es kalt, jetzt ist es wieder warm, aber ich denke, die Zeit, um die kombinationsfreudige Hose (geht mit Bluse, Pullover, Jerseyshirt …) zu tragen.
Viele Grüße, Anja
Im Nähtreff letzte Woche habe ich den Schnitt endlich auf Stoff gebracht. Aber einen Winterstoff: Breitcord, den ich im Frühjahr bei Lil Weasel in Paris gekauft habe. Ähnlichen Stoff hätte ich auch einige Monate später auf dem Frankfurter Stoffmarkt gefunden, aber zu dem Zeitpunkt hat meine Recherche immer nur zu Breitcordstoffen geführt, die aus ziemlich viel Kunststoff bestehen. Dieser ist aus 100 % Baumwolle. Die Hose ist schnell genäht. Maß Genommen hat sie bereits beschrieben. Ich habe das Schnittmuster ebenfalls ungeteilt vernäht, bodenlang, rückwärtige Taschen ergänzt und in der hinteren Mitte eine Hohlkreuzanpassung vorgenommen. Dazu siehe unten.
Die Hohlkreuzanpassung führte zu unangenehmen Falten, die ich erst bemerkt habe, als ich die Hose von hinten fotografierte. Also den Bund in der Mitte nochmal abgetrennt und die mittlere Naht verbessert. Man erkennt den Unterschied auf dem zweiten Bild.
An sich braucht man nicht nur zum Abmessen eine zweite Person, sondern auch zur Anprobe. Denn die Falten sieht man nicht, wenn man sich am Spiegel verdreht, dann wirft die Hose immer Falten. Nun ja, zum Glück ließ es sich leicht begradigen.
Die Seitenansicht ist wegen Selbstauslöser und Stellfläche leicht von unten fotografiert. In Wirklichkeit sitzt der Knopf gerade und die Teile überlappen ordentlich.
Den Knopf habe ich auch ergänzt, ich mag es einfach lieber, wenn ich oben über dem Reißverschluss noch einen Knopf habe. Im Prozess kam mir die Idee, ihn leicht nach vorne zu versetzen, als Hingucker. Den Saum habe ich händisch angenäht.
Zwischendurch war es kalt, jetzt ist es wieder warm, aber ich denke, die Zeit, um die kombinationsfreudige Hose (geht mit Bluse, Pullover, Jerseyshirt …) zu tragen.
Viele Grüße, Anja
P.S. Die Hose wurde viel und gerne getragen, gewaschen, irgendwann etwas geändert, enger genäht und am Ende des Winters 23/24 entsorgt.
Mittwoch, 7. August 2019
Burda 1/2019 Modell 115
Dass die Fotos so lange auf dem Rechner schlummern bevor ich es endlich schaffe, einen Post zu schreiben...Und in der ganzen Zeit habe ich gedacht, bestimmt kriege ich es hin, nochmal Fotos zu machen, auf denen das Kleid gebügelter aussieht. Ich habe es hier auf einer Hunderunde im Vortaunus an, da hatte ich es bestimmt schon 1 oder 2 Tage an und natürlich in der S-Bahn gesessen, mich im Wald bewegt usw. In echt im Spiegel fand ich es nicht so extrem zerknittert, auf den Fotos heftig, sogar die Bruchfalten des Stoffes, auf denen man immerhin gut erkennen kann, dass es schräg zugeschnitten ist, sind sichtbar.
Es handelt sich um ein Probekleid (eigentlich Neglige / Nachthemd / Unterkleid) aus einem Baumwollmischstoff aus dem Stoffrestelager von meiner Mutter. In einer Farbe, die ich normalerweise nicht tragen würde. Aber mit T.-Shirt darunter, finde ich es für mich tatsächlich tragbar (nicht nur als Nachthemd / Unterkleid, als was es vorgesehen war).
Es ist bequem, die Träger habe ich an meinen Oberkörper angepasst, weswegen ich sonst keine weiteren Änderungen am Schnitt vorgenommen habe. Es war schnell und einfach zu nähen und gut erklärt. Die Art der Körbchen gefällt mir gut, an der Stelle muss man ein bisschen aufpassen, weil beim Annähen der Träger einige Stoffschichten aufeinander treffen. Ich habe noch eine Seide herum liegen, die für den Schnitt vorgesehen ist. Allerdings gemustert, da hadere ich noch mit dem schrägen Fadenlauf. Aber vielleicht ist das ganz interessant. Mit 150 cm braucht man wenig Stoff. Zusammengelegt ist das Kleid perfekt als Urlaubskleid für Reisende, die eine Handgepäckgrenze im Flugzeug einhalten müssen. Und mit Blusen, T.-Shirts oder anderen Teilen darunter oder Pullover / Strickjacke darüber kann man den Look leicht verändern und es an verschiedene Temperaturen anpassen.
Ich habe das Kleid vor mindestens 5 Wochen genäht, daher erinnere ich mich an keine weiteren Details. Leider habe ich es seitdem nicht mehr so oft angezogen, weil es einerseits brutal heiß war (und ohne etwas darunter steht mir die Farbe wirklich nicht) und ich dann im Wanderurlaub war.
Verlinkt heute beim Me Made Mittwoch.
Viele Grüße aus Frankfurt, wo bereits die letzten Sommerferientage angebrochen sind.
Anja
Es handelt sich um ein Probekleid (eigentlich Neglige / Nachthemd / Unterkleid) aus einem Baumwollmischstoff aus dem Stoffrestelager von meiner Mutter. In einer Farbe, die ich normalerweise nicht tragen würde. Aber mit T.-Shirt darunter, finde ich es für mich tatsächlich tragbar (nicht nur als Nachthemd / Unterkleid, als was es vorgesehen war).
Es ist bequem, die Träger habe ich an meinen Oberkörper angepasst, weswegen ich sonst keine weiteren Änderungen am Schnitt vorgenommen habe. Es war schnell und einfach zu nähen und gut erklärt. Die Art der Körbchen gefällt mir gut, an der Stelle muss man ein bisschen aufpassen, weil beim Annähen der Träger einige Stoffschichten aufeinander treffen. Ich habe noch eine Seide herum liegen, die für den Schnitt vorgesehen ist. Allerdings gemustert, da hadere ich noch mit dem schrägen Fadenlauf. Aber vielleicht ist das ganz interessant. Mit 150 cm braucht man wenig Stoff. Zusammengelegt ist das Kleid perfekt als Urlaubskleid für Reisende, die eine Handgepäckgrenze im Flugzeug einhalten müssen. Und mit Blusen, T.-Shirts oder anderen Teilen darunter oder Pullover / Strickjacke darüber kann man den Look leicht verändern und es an verschiedene Temperaturen anpassen.
Ich habe das Kleid vor mindestens 5 Wochen genäht, daher erinnere ich mich an keine weiteren Details. Leider habe ich es seitdem nicht mehr so oft angezogen, weil es einerseits brutal heiß war (und ohne etwas darunter steht mir die Farbe wirklich nicht) und ich dann im Wanderurlaub war.
Verlinkt heute beim Me Made Mittwoch.
Viele Grüße aus Frankfurt, wo bereits die letzten Sommerferientage angebrochen sind.
Anja
P.S. Ab und zu im Sommer getragen, mehrere Sommer lang, dann irgendwann im Müll entsorgt. Nicht meine Farbe
Freitag, 5. Juli 2019
Simplicity 7275
Den Simplicity Retroschnitt habe ich bereits zum zweiten Mal genäht. Mehrere Stoffe kamen dafür in Frage, letztendlich habe ich mich für 2,5 m eines wunderbaren damastartigen Baumwollstoffes aus dem Marc Aurel Outlet in Gütersloh entschieden. Der nachtblaue Stoff hat eine eingewebte Struktur, die man hoffentlich auf der Detailaufnahme weiter unten erkennen kann.
Das Oberteil ist gedoppelt, da der Stoff sowieso nicht so dünn ist, eignet sich das Kleid sowieso nicht für sehr hohe Temperaturen, heute ist es bei uns kühler. Wenn es noch kälter wird, geht es auch mit einem Rolli oder einer Bluse darunter.
Das Nähen ging leicht von statten, die Anleitung und das Schnittmuster sind super verständlich und alle Markierungen treffen perfekt aufeinander. Die Anpassungen im Bereich der oberen Länge habe ich bereits bei Kleid Nummer 1 vorgenommen.
Zum Me Made Mittwoch vorgestern habe ich es nicht geschafft, Fotos zu machen. Weil es in den Wochen davor einfach zu warm für diesen festen, dichten Stoff war.
Viele Grüße
Anja
Das Oberteil ist gedoppelt, da der Stoff sowieso nicht so dünn ist, eignet sich das Kleid sowieso nicht für sehr hohe Temperaturen, heute ist es bei uns kühler. Wenn es noch kälter wird, geht es auch mit einem Rolli oder einer Bluse darunter.
Das Nähen ging leicht von statten, die Anleitung und das Schnittmuster sind super verständlich und alle Markierungen treffen perfekt aufeinander. Die Anpassungen im Bereich der oberen Länge habe ich bereits bei Kleid Nummer 1 vorgenommen.
Zum Me Made Mittwoch vorgestern habe ich es nicht geschafft, Fotos zu machen. Weil es in den Wochen davor einfach zu warm für diesen festen, dichten Stoff war.
Viele Grüße
Anja
P.S. Was für ein Drama, ich habe das Kleid nach ein paar Mal tragen zum Putzen getragen, mit chlorhaltigem Mittel gereinigt, Flecken drauf, Farbe raus, nix mehr zu machen. Den Stoff zerschnitten und aus den Stücken noch Taschenfutter oder so genäht, sehr sehr schade.
Donnerstag, 13. Juni 2019
Burdastyle 7/2018 Modell 113
In diesem ersten Heft meines inzwischen abgelaufenen Burda Abonnements waren sehr viele schöne Kleider, Röcke, Hosen und eine Bluse. Ein Wunder, dass ich davon noch nichts genäht habe. Es brauchte Stoffresteabbau, um endlich dieses ein bisschen retromäßige Kleid zu nähen.
Für den unteren Teil habe ich einen Stoffrest von einem Tochterkleid genommen, insgesamt hatte ich einen 3 m Coupon, den ich vor einem Jahr in Paris gekauft habe. Der obere Teil stammt von einem Spontankauf aus der Restekiste von C.Pauli, nicht ganz günstig, ich habe auch noch 1,5 m davon. Der Hut ist aus einem Vichystoff, insgesamt wieder ein 3 m Coupon aus Paris, vor 2 Wochen erworben. Die Grundfarbe ist jeweils ein petroltürkiser Ton, ganz meine Farbe und miteinander gut zu kombinieren.
Die Raffinesse des Kleides liegt sicherlich in dem verknoteten Oberteil und dem V-Ausschnitt im Rücken. Für mich sind die Armlöcher etwas zu klein, wobei die Größe nicht der entscheidende Mangel ist. Gravierender ist, dass dadurch die Beweglichkeit des Arms nach vorn eingeschränkt wird. Vielleicht fehlen auch die obligatorischen Schulterabnäher?
Ich habe die Brustabnäher 2 cm tiefer gelegt und das Oberteil um diese 2 cm verlängert. Das Rockteil habe ich um einige cm gekürzt. Das Oberteil ist gedoppelt, wäre nicht nötig und ist im Sommer letztendlich doch zu warm. Der Sitz der Taille könnte noch verbessert werden, ich habe nachträglich ein wenig Stoffmasse herausgenommen, aber dadurch ist leider der V-Effekt reduziert. Wenn ich das Kleid nochmal nähe, würde ich hier sorgfältiger anpassen (und natürlich die Armlöcher vergrößern).
Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich nicht wenigstens auf den Musterverlauf im rückwärtigen Oberteil geachtet habe., die Naht verläuft ungünstig, bei sowas bin ich ziemlich pingelig. Im Vorderteil ist mir ein übler Zuschneidefehler unterlaufen, den ich nachträglich korrigiert habe. Ich habe den Bruch falsch gelegt und so hinterher die Mitte zerschnitten und neu gelegt. Die Schnittmusterteile sehen durch den Knoten und den angeschnittenen Beleg ungewöhnlich aus. Für das Futter ist ein separates Schnittmusterteil auf dem Bogen. Wer vorher alles liest und genau anschaut, dem passiert das nicht.
Der Hut ist der gleiche wie im letzten Beitrag, auch Burda, andere Stoffe, Größe leicht optimiert.
Viele Grüße, Anja
Für den unteren Teil habe ich einen Stoffrest von einem Tochterkleid genommen, insgesamt hatte ich einen 3 m Coupon, den ich vor einem Jahr in Paris gekauft habe. Der obere Teil stammt von einem Spontankauf aus der Restekiste von C.Pauli, nicht ganz günstig, ich habe auch noch 1,5 m davon. Der Hut ist aus einem Vichystoff, insgesamt wieder ein 3 m Coupon aus Paris, vor 2 Wochen erworben. Die Grundfarbe ist jeweils ein petroltürkiser Ton, ganz meine Farbe und miteinander gut zu kombinieren.
Die Raffinesse des Kleides liegt sicherlich in dem verknoteten Oberteil und dem V-Ausschnitt im Rücken. Für mich sind die Armlöcher etwas zu klein, wobei die Größe nicht der entscheidende Mangel ist. Gravierender ist, dass dadurch die Beweglichkeit des Arms nach vorn eingeschränkt wird. Vielleicht fehlen auch die obligatorischen Schulterabnäher?
Ich habe die Brustabnäher 2 cm tiefer gelegt und das Oberteil um diese 2 cm verlängert. Das Rockteil habe ich um einige cm gekürzt. Das Oberteil ist gedoppelt, wäre nicht nötig und ist im Sommer letztendlich doch zu warm. Der Sitz der Taille könnte noch verbessert werden, ich habe nachträglich ein wenig Stoffmasse herausgenommen, aber dadurch ist leider der V-Effekt reduziert. Wenn ich das Kleid nochmal nähe, würde ich hier sorgfältiger anpassen (und natürlich die Armlöcher vergrößern).
Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich nicht wenigstens auf den Musterverlauf im rückwärtigen Oberteil geachtet habe., die Naht verläuft ungünstig, bei sowas bin ich ziemlich pingelig. Im Vorderteil ist mir ein übler Zuschneidefehler unterlaufen, den ich nachträglich korrigiert habe. Ich habe den Bruch falsch gelegt und so hinterher die Mitte zerschnitten und neu gelegt. Die Schnittmusterteile sehen durch den Knoten und den angeschnittenen Beleg ungewöhnlich aus. Für das Futter ist ein separates Schnittmusterteil auf dem Bogen. Wer vorher alles liest und genau anschaut, dem passiert das nicht.
Der Hut ist der gleiche wie im letzten Beitrag, auch Burda, andere Stoffe, Größe leicht optimiert.
Viele Grüße, Anja
P.S. Was für ein fail, zu kleine Armlöcher, zu eng, geändert, führte zu nichts, zerschnitten, Stoffreste für irgendwelchen Kleinkram verwendet.
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