Mein zweiter Versuch. Nummer 1 ist bereits ausgemustert, der Jersey pillte und die Besonderheit des Schnittes kam bei dem bunt gemusterten Stoff nicht zur Geltung. Außerdem fiel der Schnitt sehr groß aus und der Ausschnitt war unfassbar weit, so weit, dass ich ihn nachträglich noch mit einigen Stichen verkleinert habe.
Bei Nummer 2 habe ich also gleich mutig 2 Größen kleiner zugeschnitten (zwischen 38 und 40, so ganz genau nehme ich es nicht mit den Linien, die Nahtzugabe ergänze ich auch eher pi mal Daumen). Um den Ausschnitt zu verkleinern habe ich die oberen Nahtlinien abgeflacht und eine obere Schulternaht angefügt. Die ist in diesem Schnitt mit amerikanischem Ausschnitt so nicht vorgesehen, stattdessen überlappten das Vorder- und das Rückenteil, ähnlich wie bei einem Babybody. Da ich nur einen Meter Stoff (eventuell reichlich abgeschnitten, habe nicht nachgemessen) hatte, sind die Ärmel kürzer als bei Nummer 1, aber fast so lang wie der Schnitt vorsieht. Die reduzierte Länge ergab sich aus dem Stoffstück. Aus diesem besonderen Stoff habe ich logischerweise keine Schrägstreifen für den Ausschnitt zugeschnitten, sondern fertiges Schrägband genommen. So habe ich insgesamt einen halben Meter Stoff weniger als angegeben gebraucht.
Der Stoff, den man hier unten besser erkennt, habe ich bei L.T.S. in Haar bei München (hier bespricht Flying Needle den Laden unter anderem und so bin ich auch darauf gestoßen), einem Designerstoffoutlet, gekauft. 4 Euro der Meter, von dem gleichen Stoff in schwarz-schwarz habe ich weitere 2 Meter mitgenommen. Sehr cool, der Originalpreis lag sehr weit über meinem Preis. Es wurde aber auch gerade intensiv aussortiert als ich da war.
Beim Vernähen musste ich ein wenig aufpassen, damit die Richtung gehalten wurde, die Raffung an der Seite ist auch nicht ganz perfekt und beim Säumen - nun ja - irgendwie wusste ich gar nicht so richtig wie ich den Stoff einklappen sollte, das ist auch leicht unordentlich. Aber man sieht es nur wenn man es weiß.
Da es derzeit mittelmäßig warm ist, kommt das Shirt gut zum Einsatz.
Viele Grüße
Anja
Freitag, 10. Juli 2020
Dienstag, 7. Juli 2020
Burda Hosenrock #108 aus 07/2018
Schon fast einen Monat ist mein Hosenrock fertig, ich schreibe bewusst Hosenrock, weil es mehr Rock als Hose ist und damit meines Erachtens keine Culotte. Ich habe das Schnittmuster im Heft übersehen, denn die Präsentation in der Burda ist wirklich nicht meins. Aber im Rahmen des Me made May tauchte der Hosenrock in anderer Farbe bei @elenisews auf Instagram auf, er gefiel mir spontan und ich beschloss ihn zu nähen, denn eigentlich wollte ich immer schon so ein Teil haben, aber keines der Schnittmuster, das ich bisher gesehen habe, hat mich wirklich in der Umsetzung geflasht. Weite Hosen mag ich lieber in bodenlang.
Alles hat gepasst, gute Anleitung, langsam Schritt für Schritt genäht, denn bei den vielen Falten muss man genau arbeiten und viel bügeln, Schnittteile passten prima zusammen, keine wesentlichen Änderungen (Größe 42), von dem Waxprint aus Paris habe ich noch gut einen Meter übrig, wie üblich bei Burda benötigt man etwa 10 - 15 % weniger Stoff, obwohl ich verlängert habe (bin auch größer als die Burdafrau). das perfekte Bügeln klappt bei mir nicht so, aber ich bin dennoch zufrieden. Tolles Tragegefühl und vor allem auf meinem Herrenrad angenehmeres Aufsteigen als mit einem anderen Rock.
Grüße aus Frankfurt
Anja
Alles hat gepasst, gute Anleitung, langsam Schritt für Schritt genäht, denn bei den vielen Falten muss man genau arbeiten und viel bügeln, Schnittteile passten prima zusammen, keine wesentlichen Änderungen (Größe 42), von dem Waxprint aus Paris habe ich noch gut einen Meter übrig, wie üblich bei Burda benötigt man etwa 10 - 15 % weniger Stoff, obwohl ich verlängert habe (bin auch größer als die Burdafrau). das perfekte Bügeln klappt bei mir nicht so, aber ich bin dennoch zufrieden. Tolles Tragegefühl und vor allem auf meinem Herrenrad angenehmeres Aufsteigen als mit einem anderen Rock.
Grüße aus Frankfurt
Anja
Mittwoch, 1. Juli 2020
Me made Mittwoch im Juli - 40er Jahre Sommerkleid
Als der Me made May zu Ende ging, hatte ich wieder richtig Lust zu nähen. Es sind bisher 2 Sommerkleider, eins davon zeige ich heute, das andere habe ich schon gezeigt, ein Hosenrock (noch nicht fotografiert) und eine Jeans entstanden. Aus den Stoffresten habe ich noch Bindegürtel und anderes Kleinzeug gemacht. Außerdem zeigte sich, dass ich einige Teile im Schrank habe, die Veränderungsbedarf hatten. Die zeige ich auch noch nach und nach. Denn zeitgleich mit der Lust zu nähen, war die Lust Fotos zu machen auf ein Minimum gesunken. Das war im Mai dann wohl ein bisschen zuviel gewesen.
Das Vintage Kleid von Simplicity (den Schnitt gab es auch im Heft, aber ich hatte von Kleidermanie, deren Blog es nicht mehr gibt, den Schnitt auf ihrem Flohmarkt erstanden) habe ich zum zweiten Mal genäht. Dabei wollte ich einige Verbesserungen anbringen, die mich bei der Originalversion störten: den seitlichen Nahtreißverschluss brauche ich nicht, also kann ich ihn weglassen, den Bindegurt habe ich gleich mit zugeschnitten (im nachhinein brauche ich den nicht, den bei dieser Schleifenversion ist das dann ein bisschen viel Schleife vorn), das Kleid ist länger, wie es jetzt eher getragen wird, ich habe die Taille verbreitert, denn in Version 1 hatte ich zu wenig Stoff, um noch den Stoff oben zu raffen. Dummerweise habe ich einer Stelle hinten gerafft, wo es nicht nötig war, man sieht auf dem Foto von hinten den Stoff stehen, der bei meinem Hohlkreuz unvorteilhaft beult. Ich kann damit leben, denn auftrennen ist nicht so meins, nur mit dem Bindegürtel beult es dann noch mehr, damit kann ich nicht leben. Deswegen fristet der Bindegürtel nun auch ein Schrankdasein.
Der Stoff, ein schöner satinierter Baumwollstoff/Makosatin von Werning aus Herford (Reststück 2 m für 16 Euro) ist offensichtlich sehr bügelbedürftig, denn auf den Fotos kommen die Falten vom Sitzen, Rad fahren usw. nach 2 Tagen richtig raus. Ich finde, in echt sind sie gar nicht so heftig. Und ich bügele eigentlich nur nach dem Waschen.
Hier noch einige Details: Knopfverschluss hinten, Raffung am Ärmel, Vorderseite ohne Schleife (die ist nämlich nicht festgenäht).
Das Kleid ist schon fast 3 Wochen fertig, mehrfach getragen und bei nicht zu heißen Temperaturen ein schönes Sommerkleid, ich mag es lieber als Version 1, was primär am Stoff und an der Länge liegt. Begleitet hat es mich am Wochenende ins DAM, wo ich die Fotos gemacht habe.
So, und nun verlinke ich noch beim Me made Mittwoch.
Viele Grüße
Anja
Freitag, 19. Juni 2020
Couturissime - Thierry Mugler in der Kunsthalle München
Mit Verspätung wurde die bereits lange angekündigte Thierry Mugler Werkschau in der Kunsthalle München am 25. Mai gestartet. Ich hatte mich für den Newsletter eingetragen und so zeitnah alle Informationen zum Besuch erhalten.
Mit einer Freundin aus dem Münchner Umland habe ich an einem Dienstag verabredet. Dienstag zahlt man nur den halben Preis. Mittags gab es auch keine nennenswerten Wartezeiten, die Räume waren hinreichend leer. Man liest ja oft, dass derzeit weniger Menschen ins Museum gehen, das kann ich tatsächlich bestätigen. Als wir am frühen Nachmittag die Fünf Höfe verlassen haben, mussten die Besucher draußen allerdings auf den Einlass warten. Für bayerische Verhältnisse gab es kein besonderes Schlangenmanagement, wo doch in Bayern sonst immer alles viel geregelter erscheint.
Fulminante Garderobe, viel, das an Bühne erinnert (so begann Muglers Karriere und so arbeitet er heute noch, er lebt im Übrigen in Berlin), Erinnerungen an die Kleidung der 80er Jahre, breite Schultern, Latexmode, mit Pailletten und Strass-/Edelsteinen bestickte Roben für die Bühne, die Räume waren Themen zugeordnet, auch so gestaltet, dezente Urwald-/Vogelstimmen im Raum Metamorphosen, wo Kostüme an Phantasiewesen erinnerten, Kronleucher und schwarz-weiße Dekoration im Raum "Belle de jour, belle de nuit", weiße "Engel" neben schwarzen Kleidern, der Gang durch die Ausstellung war ein Gesamterlebnis, wo Raum, Musik, Mode miteinander wirkten. Ich kann die Ausstellung sehr empfehlen.
Beeindruckend fand ich auch die Fotografien Muglers, wo seine Modelle in der Natur oder Stadt inszeniert wurden, dabei jedoch stark in den Hintergrund tragen. Sehr tolle andere Bilder. Er begann nach einem Streit mit Newton zu fotografieren, der seine Mode seines Erachtens nicht hinreichend gut fotografierte.
In diesem Blog gibt es eine gute Übersicht der einzelnen Räume, ich schließe mich ganz und gar an.
Viele Grüße
Anja
Mit einer Freundin aus dem Münchner Umland habe ich an einem Dienstag verabredet. Dienstag zahlt man nur den halben Preis. Mittags gab es auch keine nennenswerten Wartezeiten, die Räume waren hinreichend leer. Man liest ja oft, dass derzeit weniger Menschen ins Museum gehen, das kann ich tatsächlich bestätigen. Als wir am frühen Nachmittag die Fünf Höfe verlassen haben, mussten die Besucher draußen allerdings auf den Einlass warten. Für bayerische Verhältnisse gab es kein besonderes Schlangenmanagement, wo doch in Bayern sonst immer alles viel geregelter erscheint.
Fulminante Garderobe, viel, das an Bühne erinnert (so begann Muglers Karriere und so arbeitet er heute noch, er lebt im Übrigen in Berlin), Erinnerungen an die Kleidung der 80er Jahre, breite Schultern, Latexmode, mit Pailletten und Strass-/Edelsteinen bestickte Roben für die Bühne, die Räume waren Themen zugeordnet, auch so gestaltet, dezente Urwald-/Vogelstimmen im Raum Metamorphosen, wo Kostüme an Phantasiewesen erinnerten, Kronleucher und schwarz-weiße Dekoration im Raum "Belle de jour, belle de nuit", weiße "Engel" neben schwarzen Kleidern, der Gang durch die Ausstellung war ein Gesamterlebnis, wo Raum, Musik, Mode miteinander wirkten. Ich kann die Ausstellung sehr empfehlen.
Beeindruckend fand ich auch die Fotografien Muglers, wo seine Modelle in der Natur oder Stadt inszeniert wurden, dabei jedoch stark in den Hintergrund tragen. Sehr tolle andere Bilder. Er begann nach einem Streit mit Newton zu fotografieren, der seine Mode seines Erachtens nicht hinreichend gut fotografierte.
In diesem Blog gibt es eine gute Übersicht der einzelnen Räume, ich schließe mich ganz und gar an.
Viele Grüße
Anja
Dienstag, 16. Juni 2020
Jeans
Meine alte Jeans - vor etwas mehr als 2 Jahren genäht - ist schon ziemlich verwaschen, aber was noch unangenehmer ist, von Wäsche zu Wäsche ist sie immer enger geworden. Irgendwann habe ich sogar Keile an der Seite eingesetzt, fast 3 cm an jeder Seite, also insgesamt 6 cm. Das schien mir fast unvorstellbar und eigentlich glaubte ich eher, dass sich mein Körper verändert hat. Auch war der Reißverschluss irgendwann kaputt gegangen, ich habe dann etwas oberflächlich einen neuen Reißer herein genäht (ohne jede Naht einzeln aufzutrennen).
Die Jeans habe ich auch im Me made May noch oft getragen, gerade mit weiten und / oder langen Oberteilen sind die kleinen optischen Probleme nicht sichtbar. Aber dass ich irgendwann einen Ersatz nähen wollte, wusste ich seit einem Jahr. Da nämlich habe ich bereits einen riesigen Stoffcoupon in Paris gekauft. Meine Tochter wollte dann ein Jeanslatzkleid und ich dachte, schade, das war es mit meiner Jeans, aber der Coupon lag deutlich breiter als 1,40, so dass noch Stoff für genau eine Hose übrig war (es waren vermutlich 3 m, das übliche Couponmaß).
Da ich mit dem Schnittmuster von La mia Boutique gut zurecht gekommen bin und mir diese Art von Hose außerdem gut gefällt, war klar, dass ich es nochmal nähe. Etwas mehr Mühe habe ich mir in der Gestaltung der Gesäßtaschen gegeben, ansonsten alles gleich.
Was mir schon beim Zuschneiden auffiel war, dass auch die Beinweite viel weiter als bei der anderen Jeans ist (gleiche Größe), da sieht man dann, wieviel der Stoff nach dem Vorwaschen noch eingelaufen ist. Weiß jemand, ob das bei Jeans üblich ist?
Ich habe jedenfalls an Hüfte und Bund je 2 - 3 cm zugegeben, damit ich nicht nochmal solche Keile einsetzen muss, das bedeutet natürlich auch, dass die Hose jetzt an der Taille locker sitzt, ich brauche einen Gürtel, ich nehme aber stark an, dass sich das nach mehreren Wäschen erledigt hat. Der Stoff färbt auch sehr ab. Das Jeanskleid der Tochter wurde kleiner und irgendwann hatte sie keine blauen Finger mehr. Ansonsten kann ich die Hose immer noch enger machen (was natürlich auch kein Vergnügen ist).
Genäht war die Hose an einem Tag, zugeschnitten hatte ich bereits beim Nähtreff vor 10 Tagen, wo wir große Tische zum Kopieren, Schneiden zur Verfügung haben, das ist besser als auf dem Fußboden rumzukrabbeln. Ich wusste, dass ich diese Woche viel Zeit zum Nähen habe und wollte gur vorbereitet sein. Es sind neben dem Designerkleid aus Burda von vor ein paar Tagen noch ein Kleid und ein Hosenrock entstanden. Und geändert habe ich auch noch einige Sachen aus den 80er und 90er Jahren, die zu weit waren, ich verblogge alles jetzt nach und nach.
Da derzeit wieder Jeanswetter ist, ist erstmal diese Hose dran.
Viele Grüße
Anja
Die Jeans habe ich auch im Me made May noch oft getragen, gerade mit weiten und / oder langen Oberteilen sind die kleinen optischen Probleme nicht sichtbar. Aber dass ich irgendwann einen Ersatz nähen wollte, wusste ich seit einem Jahr. Da nämlich habe ich bereits einen riesigen Stoffcoupon in Paris gekauft. Meine Tochter wollte dann ein Jeanslatzkleid und ich dachte, schade, das war es mit meiner Jeans, aber der Coupon lag deutlich breiter als 1,40, so dass noch Stoff für genau eine Hose übrig war (es waren vermutlich 3 m, das übliche Couponmaß).
Da ich mit dem Schnittmuster von La mia Boutique gut zurecht gekommen bin und mir diese Art von Hose außerdem gut gefällt, war klar, dass ich es nochmal nähe. Etwas mehr Mühe habe ich mir in der Gestaltung der Gesäßtaschen gegeben, ansonsten alles gleich.
Was mir schon beim Zuschneiden auffiel war, dass auch die Beinweite viel weiter als bei der anderen Jeans ist (gleiche Größe), da sieht man dann, wieviel der Stoff nach dem Vorwaschen noch eingelaufen ist. Weiß jemand, ob das bei Jeans üblich ist?
Ich habe jedenfalls an Hüfte und Bund je 2 - 3 cm zugegeben, damit ich nicht nochmal solche Keile einsetzen muss, das bedeutet natürlich auch, dass die Hose jetzt an der Taille locker sitzt, ich brauche einen Gürtel, ich nehme aber stark an, dass sich das nach mehreren Wäschen erledigt hat. Der Stoff färbt auch sehr ab. Das Jeanskleid der Tochter wurde kleiner und irgendwann hatte sie keine blauen Finger mehr. Ansonsten kann ich die Hose immer noch enger machen (was natürlich auch kein Vergnügen ist).
Genäht war die Hose an einem Tag, zugeschnitten hatte ich bereits beim Nähtreff vor 10 Tagen, wo wir große Tische zum Kopieren, Schneiden zur Verfügung haben, das ist besser als auf dem Fußboden rumzukrabbeln. Ich wusste, dass ich diese Woche viel Zeit zum Nähen habe und wollte gur vorbereitet sein. Es sind neben dem Designerkleid aus Burda von vor ein paar Tagen noch ein Kleid und ein Hosenrock entstanden. Und geändert habe ich auch noch einige Sachen aus den 80er und 90er Jahren, die zu weit waren, ich verblogge alles jetzt nach und nach.
Da derzeit wieder Jeanswetter ist, ist erstmal diese Hose dran.
Viele Grüße
Anja
Samstag, 13. Juni 2020
Burdastyle Designerkleid Aybi
Ich habe mich von einem anderen Blog inspirieren lassen, etwas zu nähen, das ich in der Burda vom Mai völlig übersehen habe (das Heft war sowieso schnell durchgeblättert, aber manchmal lohnt es sich doch, mehr ins Detail zu gehen und sich auch die Schnittpläne genauer anzuschauen). Die Ausführung im Heft mit den riesigen Karos fand ich nicht brauchbar, von der Designerin hatte ich noch nie gehört. Manchmal macht dann doch die Stoffauswahl den entscheidenden Unterschied, den Stoff im Beispiel von Maß genommen fand ich unglaublich schön und ich hätte das Kleid nicht wieder erkannt. Bei genauerer Betrachtung war auch der Schnitt gar nicht so schlecht. Man braucht ewas Vorstellungsvermögen - wie so oft beim Nähen.
Die passende Burda und einenStoff (noch ein Coupon aus Paris vom letzten Jahr) in ausreichender Menge (man braucht etwas weniger als vorgesehen, aber das sieht man schon am großzügigen Schnittauflageplan) hatte ich zuhause. Das Kleid sollte ein bisschen länger werden, ich habe etwa 10 cm ergänzt. Dafür habe ich die Ärmel um ca. 5 cm gekürzt.
Das Kleid ist wirklich schnell kopiert, ausgeschnitten und genäht, ich habe deutlich weniger als einen Tag gebraucht - und noch diverse andere Sachen zwischendurch gemacht. Statt des Reißverschlusses im Rücken habe ich einen Knopf mit Schlaufe angenäht, einfach weil ich den hatte. Mir gefällt die Knopflösung im Rücken auch besser als ein Reißverschluss. Na ja, und natürlich ist es einfacher einzunähen.
Die Fotos sind im Vitra Design Museum in Weil am Rhein entstanden. Ich habe die Situation genutzt (der Mann ist mit dem Hund verreist, die Tochter auf einem Pferdeworkshop) und einen Ausflug gemacht, da wollte ich schon sehr, sehr lange hin. Es hat sich nicht so 100 % gelohnt, irgendwie bin ich mit dem Architekturmuseum in meiner Stadt und zahlreichen Ausstellungen zu Möbeln hier und anderwo doch schon gut bedient. Die vielen Stühle im Schaudepot waren unerträglich dicht und übereinander präsentiert. Manchmal ist weniger mehr, wie auch beim Nähen.
Die Garderobe und die Toiletten waren jedenfalls sehr schön und einen schönen Spaziergang zur Fondation Beyeler habe ich auch noch gemacht, dorthin ging meine letzte Fahrt in Vor-Corona Zeiten, insofern ein runder Tag mit entspannter Fahrt in relativ leerem Zug. Die Schuhe leider nicht ganz laufgeeignet, aber das wird schon wieder werden. Schuhe, Kleid, Heldinnentasche, alles passt zusammen und wie heißt es so schön, wer schön sein will muss leiden.
Hier eine Impression vom Museum von außen, die Architektur ist schon schön. Man muss nicht nach Bilbao fahren, andererseits bin ich auch oft in Herford.
Viele Grüße, Anja
Die passende Burda und einenStoff (noch ein Coupon aus Paris vom letzten Jahr) in ausreichender Menge (man braucht etwas weniger als vorgesehen, aber das sieht man schon am großzügigen Schnittauflageplan) hatte ich zuhause. Das Kleid sollte ein bisschen länger werden, ich habe etwa 10 cm ergänzt. Dafür habe ich die Ärmel um ca. 5 cm gekürzt.
Das Kleid ist wirklich schnell kopiert, ausgeschnitten und genäht, ich habe deutlich weniger als einen Tag gebraucht - und noch diverse andere Sachen zwischendurch gemacht. Statt des Reißverschlusses im Rücken habe ich einen Knopf mit Schlaufe angenäht, einfach weil ich den hatte. Mir gefällt die Knopflösung im Rücken auch besser als ein Reißverschluss. Na ja, und natürlich ist es einfacher einzunähen.
Die Fotos sind im Vitra Design Museum in Weil am Rhein entstanden. Ich habe die Situation genutzt (der Mann ist mit dem Hund verreist, die Tochter auf einem Pferdeworkshop) und einen Ausflug gemacht, da wollte ich schon sehr, sehr lange hin. Es hat sich nicht so 100 % gelohnt, irgendwie bin ich mit dem Architekturmuseum in meiner Stadt und zahlreichen Ausstellungen zu Möbeln hier und anderwo doch schon gut bedient. Die vielen Stühle im Schaudepot waren unerträglich dicht und übereinander präsentiert. Manchmal ist weniger mehr, wie auch beim Nähen.
Die Garderobe und die Toiletten waren jedenfalls sehr schön und einen schönen Spaziergang zur Fondation Beyeler habe ich auch noch gemacht, dorthin ging meine letzte Fahrt in Vor-Corona Zeiten, insofern ein runder Tag mit entspannter Fahrt in relativ leerem Zug. Die Schuhe leider nicht ganz laufgeeignet, aber das wird schon wieder werden. Schuhe, Kleid, Heldinnentasche, alles passt zusammen und wie heißt es so schön, wer schön sein will muss leiden.
Hier eine Impression vom Museum von außen, die Architektur ist schon schön. Man muss nicht nach Bilbao fahren, andererseits bin ich auch oft in Herford.
Viele Grüße, Anja
Donnerstag, 11. Juni 2020
Blusen, Blusen, Blusen ....
Immer wenn ich im Mai einen Rock aus dem Kleiderschrank gezogen habe, fehlte mir das passende Oberteil. Ich habe zwar eine ganze Reihe schlichter einfarbiger T.-Shirts, die ich tatsächlich mal extra für obenrum gekauft, aber doch eigentlich fast nur zum Sport anziehe. Es gab dann noch ein paar hübsche blusenartige selbstgenähte Oberteile, eher für den Hochsommer und meist gemustert, und etliche Standardkaufblusen, vorwiegend aus den 90er Jahren, auch die meist dezent gemustert.
Zu meinen Röcken habe ich nicht viel gefunden.
Da ich erstmal vermeide neuen Stoff zu kaufen, habe ich daran gesetzt, Oberteile umzuarbeiten (die aus den 90er Jahren sind sehr weit geschnitten) und in der Stoffkiste geschaut, was es an Resten gibt.
Eine Mimibluse von Tilly and the Buttons wollte ich längst nochmal nähen. Im Mai hat sie sich zum Wandern als sehr geeignet gezeigt. Die Baumwollpopeline aus der Restekiste von C.Pauli reichte nicht ganz, deshalb habe ich Beleg und Kragen mit einem zerschnittenen weißen Herrenoberhemd gestaltet. Und gleich ein paar Tage später zum Wandern angezogen:
An der elfenbeinfarbenen Bluse habe ich Manschetten und Ärmel abgeschnitten, den Kragen durch einen V-Ausschnitt ersetzt und eine Art Bindebündchen aus Teilen der Ärmel bzw. dem, was ich unten abgeschnitten habe, angenäht. Ich hatte noch passende Stickblüten (von meinem Abikleid abgetrennt und ich glaube, meine Mutter hatte sie bereits von ihrem Hochzeitskleid abgetrennt, also wirklich sehr alt), damit habe ich die Bluse etwas aufgehübscht, sie ist mir fast ein bisschen zu folkloristisch geraten, aber durch die Farbe sehr neutral.
Dann gab es noch eine schwarz-weiße Karobluse aus Dupionseide, die wie ein Sack an mir hing, als ich sie zu dem gepunkteten Seidenrock (Delphine von Tilly and the Buttons) anziehen wollte, der Mustermix gefiel mir, aber die Weite - nein! Also einfach an den Seiten (zum Glück waren die Ärmel angeschnitten und nicht eingesetzt) radikal enger genäht (mindestens 8 cm pro Seite), perfekt ist es noch nicht, denn die Ärmelform ist unten recht weit, aber nicht so weit, wie man es jetzt wieder hat, ich habe die Manschette einfach aufgekrempelt, das nimmt die Weite etwas raus.
Und dann lief mir beim Durchblättern einer Zeitschrift im Zug dieses Oberteil über den Weg, aus einem Rest vom Latzkleid könnte es klappern, das zu nähen, dachte ich. Ich habe zwar den gefalteten Teil quer zum Fadenlauf genommen, was nicht wirklich optimal für den Fall ist. Außerdem war es nach der Anprobe etwas zu weit, nach dem Fotografieren habe ich noch eine Naht in der vorderen und hinteren Mitte eingefügt, und je 2 cm rausgenommen. Unfassbar, wieviel Geld man durch Nähen sparen kann.
Und da derzeit Mann und Hund in Urlaub sind, habe ich viel Zeit zum Nähen (das Kind macht sowieso sein eigenes Ding) und setze mich gleich wieder an die Nähmaschine, um weitere Stoffe aus dem Schrank zu verarbeiten.
Grüße, Anja
Zu meinen Röcken habe ich nicht viel gefunden.
Da ich erstmal vermeide neuen Stoff zu kaufen, habe ich daran gesetzt, Oberteile umzuarbeiten (die aus den 90er Jahren sind sehr weit geschnitten) und in der Stoffkiste geschaut, was es an Resten gibt.
Eine Mimibluse von Tilly and the Buttons wollte ich längst nochmal nähen. Im Mai hat sie sich zum Wandern als sehr geeignet gezeigt. Die Baumwollpopeline aus der Restekiste von C.Pauli reichte nicht ganz, deshalb habe ich Beleg und Kragen mit einem zerschnittenen weißen Herrenoberhemd gestaltet. Und gleich ein paar Tage später zum Wandern angezogen:
An der elfenbeinfarbenen Bluse habe ich Manschetten und Ärmel abgeschnitten, den Kragen durch einen V-Ausschnitt ersetzt und eine Art Bindebündchen aus Teilen der Ärmel bzw. dem, was ich unten abgeschnitten habe, angenäht. Ich hatte noch passende Stickblüten (von meinem Abikleid abgetrennt und ich glaube, meine Mutter hatte sie bereits von ihrem Hochzeitskleid abgetrennt, also wirklich sehr alt), damit habe ich die Bluse etwas aufgehübscht, sie ist mir fast ein bisschen zu folkloristisch geraten, aber durch die Farbe sehr neutral.
Dann gab es noch eine schwarz-weiße Karobluse aus Dupionseide, die wie ein Sack an mir hing, als ich sie zu dem gepunkteten Seidenrock (Delphine von Tilly and the Buttons) anziehen wollte, der Mustermix gefiel mir, aber die Weite - nein! Also einfach an den Seiten (zum Glück waren die Ärmel angeschnitten und nicht eingesetzt) radikal enger genäht (mindestens 8 cm pro Seite), perfekt ist es noch nicht, denn die Ärmelform ist unten recht weit, aber nicht so weit, wie man es jetzt wieder hat, ich habe die Manschette einfach aufgekrempelt, das nimmt die Weite etwas raus.
Und dann lief mir beim Durchblättern einer Zeitschrift im Zug dieses Oberteil über den Weg, aus einem Rest vom Latzkleid könnte es klappern, das zu nähen, dachte ich. Ich habe zwar den gefalteten Teil quer zum Fadenlauf genommen, was nicht wirklich optimal für den Fall ist. Außerdem war es nach der Anprobe etwas zu weit, nach dem Fotografieren habe ich noch eine Naht in der vorderen und hinteren Mitte eingefügt, und je 2 cm rausgenommen. Unfassbar, wieviel Geld man durch Nähen sparen kann.
Und da derzeit Mann und Hund in Urlaub sind, habe ich viel Zeit zum Nähen (das Kind macht sowieso sein eigenes Ding) und setze mich gleich wieder an die Nähmaschine, um weitere Stoffe aus dem Schrank zu verarbeiten.
Grüße, Anja
P.S. Diese Resteprojekte, oh jeh, die getupfte Mimibluse endete als Pyjamaoberteil, das weiße Hemd wurde nie getragen, entsorgt, der Slipover ab und zu getragen, ist eigentlich sehr hübsch, aber unpraktisch, überflüssig
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